27 November 2008

Rotes Kreuz braucht 2009 eine Milliarde Dollar

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) benötigt für seine Hilfseinsätze rund um die Welt im kommenden Jahr fast eine Milliarde Dollar.

Zur Finanierung der humanitären Einsätze 2009 seien 939 Millionen Dollar (mehr als 710 Mio. Euro) erforderlich, erklärte das IKRK heute in Genf. Das Zusammentreffen von Konflikten, hohen Rohstoffpreisen, Finanzkrise und Umweltfaktoren wie Trockenheit treffe die Ärmsten und Verletzlichen besonders hart, klagte IKRK-Präsident Jakob Kellenberger.

Besonders im Sudan, dem Irak und Afghanistan seien weiter Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Andere große Hilfseinsätze laufen in Somalia und dem Jemen.
Quelle: orf.at

20 November 2008

Landminen-Jahresbericht: Opferzahl weltweit erstmals unter 6.000

Hälfte aller zivilen Opfer sind Kinder - Viele Staaten beantragen Fristverlängerung für Minenräumung
Berlin/Wien - Die Zahl der registrierten Opfer von Landminen und Blindgängern ist im Jahr 2007 erstmals auf unter 6.000 gesunken. Das geht aus der Jahresbilanz "Landmine Monitor 2008" der internationalen Kampagne für das Verbot von Antipersonenminen (ICBL), die am Donnerstag in Berlin veröffentlicht wurde, hervor. Die meisten Unfälle verzeichneten im vergangenen Jahr laut der Aussendung Kolumbien mit 895 und Afghanistan mit 811.
In 78 Staaten sei es zu Unfällen mit Landminen und Blindgängern gekommen, wobei diese nur in 48 der Staaten systematisch erfasst würden und deshalb laut Aussendung "die Vollständigkeit der Opferangaben zu bezweifeln" sei. Myanmar und Russland seien die einzigen Staaten, die Antipersonenminen (APM) eingesetzt haben, hinzu kämen nicht-staatliche Akteure in mindestens neun weiteren Ländern.
Die Hälfte aller zivilen Opfer seien Kinder, so ICBL. "Kinder müssen noch eindringlicher und umfassender vor den von Minen ausgehenden Gefahren gewarnt werden", forderte Thomas Küchenmeister vom Aktionsbündnis Landmine.de. Mehr als acht Millionen Menschen seien über diese Gefahren bereits aufgeklärt worden.
Zehn Prozent weniger Geld
Zur Finanzierung von entsprechenden Hilfsprogrammen hätten 2007 hauptsächlich die USA, Norwegen und die EU beigetragen. Thomas Gebauer von der Organisation "medico international" kritisierte aber, dass die Minenaktionsprogramme weltweit um fast 10 Prozent zurückgegangen seien.
Im vergangenen Jahr konnten laut ICBL Gebiete von insgesamt 534 Quadratkilometern von Minen und Blindgängern geräumt werden. 15 von 26 Staaten, die nach der Ottawa-Konvention im Jahr 2009 minenfrei sein müssen, hätten eine Verlängerung der Frist beantragt - darunter Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mosambik, Thailand und der Tschad. Auch Großbritannien hätte um Fristverlängerung angesucht, obwohl in den vergangenen Jahren "auf den Falklandinseln keinerlei Räumaktivitäten zu verzeichnen waren", so ICBL.
Antifahrzeugminen, die völkerrechtlich nicht verboten sind, forderten laut der Jahresbilanz über 500 Opfer, besonders in afrikanischen Staaten. Die meisten Unfälle wurden jedoch durch Blindgänger verursacht, die in vielen Ländern als Folge des Einsatzes von Streumunition zurückbleiben. Anfang Dezember wird in Oslo der Vertrag zum Verbot von Streumunition für 109 Teilnehmer der Dubliner Konferenz zur Unterschrift aufgelegt.

19 November 2008

Heute ist Welttoiletentag

Im Jahr 2001 wurde der Tag des WCs zum ersten Mal von der Welttoilettenorganisation (WTO) ausgerufen, um auf das Fehlen hygienischer Sanitäranlagen in der Welt aufmerksam zu machen.

Mehr als 40 Prozent der gesamten Bevölkerung leiden unter den gesundheitlichen Folgen, die der Mangel an Sauberkeit und ausreichend Wasser weltweit mit sich bringt - jedes Jahr sterben mehr als 15 Millionen Menschen an Krankheiten wie Cholera und Gelbsucht. Um die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft wachzurütteln, wurde vor sieben Jahren der erste Welttoilettentag gefeiert. Die WTO engagiert sich damit für eine internationale Versorgung von sanitären Einrichtungen.

12 November 2008

US-Bürger und sein Fahrer in Pakistan erschossen

Peshawar (AFP) — In der pakistanischen Stadt Peshawar ist ein US-Bürger einer Hilfsorganisation und sein pakistanischer Fahrer von bewaffneten Männern erschossen worden. Dies bestätigte ein Sprecher der US-Botschaft. Die beiden arbeiteten für ein von den USA finanziertes Entwicklungsprogramm für die Stammesgebiete Pakistans. Die Polizei in Peshawar erklärte, die Männer seien in der Nähe der Universität in Peshawar in ihrem Auto erschossen worden.

US-Raketenangriffe in der Region belasten die Beziehungen zwischen Islamabad und Washington. Die pakistanische Regierung befürchtet, dass die Angriffe mit Drohnen zu einer generellen anti-amerikanischen Stimmung und Gewalt führen können.
Quelle: Afp
Bild: Afp

10 November 2008

Ambulanz oder Pizza: Rettungsdienst in Indonesien

Stöhnend wälzt sich Maftuh auf dem brennend heißen Asphalt und hält sein Bein. Daneben liegt reglos Latifa, mit Blut im Gesicht. Die beiden sind im chaotischen indonesischen Straßenverkehr verunglückt. Ihr Becak, ein Fahrrad mit Seitenwagen für Passagiere, wurde von einem Bus angefahren. Doch kein Problem, in Minuten naht die Ambulanz mit Blaulicht, Sanitäter springen heraus, versorgen gekonnt die Verletzten, hieven sie auf Krankentragen und transportieren sie ab. Beifall rauscht.

Minuten später stehen Maftuh und Latifa nach ihrer schauspielerischen Hochleistung schwitzend und lachend neben dem Krankenwagen. Es war eine gelungene Vorstellung davon, wie der nagelneue Rettungsdienst in Indonesiens drittgrößter Stadt Medan zu funktionieren hat. In Deutschland ist der Rettungsruf 112 bei Verkehrs-, Betriebs- und Haushaltsunfällen, Herzattacken und anderen Notfällen eine Selbstverständlichkeit, in Indonesien gibt es so etwas nicht. Wer in dem Land mit 230 Millionen Einwohnern dringend Hilfe braucht, hat schlechte Karten. Auf Sumatra ändert sich das: das Deutsche Rote Kreuz hilft in Medan, einen der ersten Rettungsdienste des Landes aufzubauen. Seit Sommer ist die Leitstelle in Betrieb.
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Quelle: ntv.de
Bild: ntv.de

Indonesien: Warnung vor der Welle

In Indonesien geht das in Deutschland entwickelte Tsunami-Frühwarnsystem in Betrieb. Dabei geht es um jede Minute.

Hoch steht die Sonne am Himmel. Touristen, denen die drückende Hitze scheinbar nichts ausmacht, liegen am Strand und dösen. Durch die Straßen und Gassen der nahen Stadt drängeln sich Autos, Fahrräder, Menschen. Niemand ahnt etwas von der drohenden Gefahr. Soeben hat es weit draußen im Meer ein Beben gegeben. In 20 Minuten könnte eine verheerende Welle aufs Land treffen, die alles fortreißt.

Plötzlich fangen Mobiltelefone an zu piepsen, Radiosender unterbrechen ihr Programm, im Fernsehen laufen Warnmeldungen über den Bildschirm, Lautsprecher an Strommasten plärren. Die Botschaft ist eindeutig und weckt Erinnerungen an die tödliche Welle des 26. Dezembers 2004: Tsunami, weg von der Küste!

Noch ist die Szenerie pure Fiktion. Doch sie könnte jederzeit Realität werden. Damit die Menschen in Indonesien möglichst früh über die Gefahr informiert werden können, wurde in den vergangenen Jahren ein Tsunami-Warnsystem installiert. An diesem Dienstag wird es in der Hauptstadt Jakarta offiziell von den deutschen Entwicklern übergeben. Für eine schnelle und präzise Prognose der Flutwellen setzen sie auf ein dichtes Netz verschiedener Messgeräte.
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Quelle: Tagesspiegel
Bild: Unesco

Kongo: Rotes Kreuz verteilt Lebensmittel an 17.000 Menschen

Jerusalem - Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat nach eigenen Angaben bereits Lebensmittel an mehr als 17.000 Flüchtlinge in der kongolesischen Krisenregion Nord-Kivu verteilt. Seit dem 9. November seien zwischen den Orten Nyamilima und Ishasha im Osten der Demokratischen Republik Kongo rund 208 Tonnen Nahrungsmittel ausgegeben worden, teilte die Hilfsorganisation am Montag mit. Die vom Roten Kreuz versorgte Region liegt nordöstlich der von Rebellen bedrohten Stadt Goma, in die in den vergangenen Wochen tausende Menschen vor den Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen geflohen waren.
Das IKRK ist nach eigenen Angaben mit dem nationalen Rot-Kreuz-Ableger derzeit die einzige Hilfsorganisation, die Flüchtlinge dort mit Lebensmitteln versorgt. Das Welternährungsprogramm musste in der vergangenen Woche das Verteilen von Lebensmitteln nahe der Stadt Rutshuru abbrechen, nachdem in unmittelbarer Nähe Kämpfe ausgebrochen waren. Am Sonntag nahm das IKRK nach eigenen Angaben die Lebensmittelverteilung an rund 25.000 Menschen in der Region Kibaiti nordöstlich von Goma wieder auf.
Quelle: der Standard
Bild: REUTERS/Finbarr O' Reilly

02 November 2008

Schwedisches Rotes Kreuz übergibt Trinkwasseraufbereitungsanlagen an Philipinische Nationale Gesellschaft

The Swedish Red Cross (SRC) has donated four Water and Sanitation (WatSan) Emergency Response Unit (ERU) trucks to the Philippine National Red Cross (PNRC) for emergency and disaster response throughout the country. PNRC Chairman Sen. Richard J. Gordon said the trucks are equipped with water pumps, hoses, filtration devices, and pipes. “The equipment will provide distilled water to disaster-stricken areas which ran out of fresh drinking water,” he said.

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31 Oktober 2008

Offiziere lernen Kriegsregeln in konkrete Aktionen umzusetzen


Genf (IKRK) – Im Bemühen, die Theorie in die Praxis umzusetzen, werden höhere Offiziere aus der ganzen Welt am 3. November in Genf zusammenkommen, um konkrete Schritte zu erörtern, wie man die Regeln bewaffneter Konflikte in die Ausbildung und die geltenden Vorschriften integrieren und so die Auswirkungen des Krieges auf Zivilisten und ihr Eigentum begrenzen kann.

Die Offiziere sind Teilnehmer am diesjährigen Senior Workshop über Regeln des Völkerrechts bei der Führung militärischer Operationen, den das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und die Schweizer Armee organisieren.

„Es sind die Zivilisten, die am meisten unter den bewaffneten Konflikten in aller Welt zu leiden haben“, sagt Yves Daccord, IKRK-Direktor für Kommunikation. „Heute zählen Zivilisten zur grossen Mehrheit der Kriegsopfer. Aber das kann sich ändern. Indem man das humanitäre Völkerrecht dem militärischen Personal leichter verständlich und zugänglich macht, hofft das IKRK den Kämpfenden die Richtlinien zu vermitteln, die sie brauchen, um jeweils die richtige Wahl zu treffen. Es ist wichtig, dass die Kenntnis der Regeln auch zu einem Verhalten führt, das die Regeln befolgt.“

An dem zweiwöchigen Workshop in Genf und Stans (in der Nähe von Luzern) nehmen höhere Offiziere aus 50 Ländern teil. Sie kommen aus Ländern, die bewaffnete Konflikte erleben wie Pakistan, Sri Lanka und Burundi, oder aus NATO-Mitgliedstaaten wie dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten. In der ersten Woche werden sich die Teilnehmer namentlich damit beschäftigen, wie man das in einer gegebenen Situation anwendbare Recht bestimmt und wie man es am besten in die Ausbildung und die geltenden Vorschriften einbezieht. In ihren Diskussionen wird es um eine Vielfalt von Themen gehen, darunter die Führung von Operationen, das Verhalten der Kämpfer im Feld, Friedens-Unterstützende Operationen und Befehlsverantwortung. In der zweiten Woche gibt die Schweizer Armee eine praktische Demonstration.

Das IKRK unterhält Beziehungen zu den Streitkräften von etwa 160 Staaten, rund 60 bewaffneten Gruppen und mehreren privaten Militär- und Sicherheitsgesellschaften im Bemühen sicherzustellen, dass sie bei ihren Operationen das humanitäre Völkerrecht einhalten. Dies ist seine Antwort auf die Aufforderung der internationalen Gemeinschaft, das IKRK solle dazu beitragen, das humanitäre Völkerrecht, das auch als Kriegsvölkerrecht oder Recht der bewaffneten Konflikte bekannt ist, in die Erziehung, Ausbildung, Doktrin und Operationen der Streitkräfte in aller Welt einzugliedern. Das IKRK bemüht sich ebenfalls darum sicherzustellen, dass andere Waffenträger diese Regeln einhalten und dass sie insbesondere den humanitären Helfern gestatten, ihren Aufgaben nachzugehen.

Weitere Auskunft erteilen: Marçal Izard, IKRK Genf, Tel. +41 79 217 32 24 oder besuchen Sie unsere Website: www.icrc.org
Quelle: Rotes Kreuz

Wiederaufbau in Myanmar

"Ein halbes Jahr nach dem Tropensturm haben wir jede Menge erreicht, dennoch bleibt viel zu tun", zieht Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes ein Zwischenresümee. "Sowohl in der unmittelbaren Katastrophenhilfe, als auch beim mittel- und langfristigen Wiederaufbau ist die Produktion von Trinkwasser eine große Stärke des Österreichischen Roten Kreuzes." Kurz nach dem Zyklon sind drei Rotkreuz-Mitarbeiter nach Myanmar gereist und haben dort täglich 225.000 Liter Trinkwasser produziert. Damit konnten 15.000 Menschen im Rahmen unserer Soforthilfe versorgt werden.
Der Wiederaufbau läuft plangemäß, berichtet der Österreicher Michael Wolf, der für das Rote Kreuz in Myanmar die Instandsetzung von traditionellen Trinkwassersystemen koordiniert. Die Rotkreuz-Programme laufen noch mindestens bis 2011. Insgesamt wird 500.000 Menschen geholfen. "Katastrophenhilfe ist äußerst wichtig", so Kopetzky, "aber ebenso wichtig ist es, langfristig den Wiederaufbau zu unterstützen. Mit unserem Drei-Jahres-Plan helfen wir nicht nur rund 500.000 Menschen direkt, sondern geben ihnen auch eine Perspektive und Hoffnung."
Für den Wiederaufbau bittet das Österreichische Rote Kreuz weiterhin um finanzielle Unterstützung:
PSK: 2.345.000, BLZ 60.000, Kennwort: Hilfe für Myanmar
Online spenden unter: https://spende.roteskreuz.at
Quelle: Rotes Kreuz
Bild: Myanmar Red Cross

Rotes Kreuz: Medizinische Soforthilfe nach dem Beben in Pakistan abgeschlossen

Wien/Quetta (Rotes Kreuz) - Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes und des Pakistanischen Roten Halbmonds haben in den ersten beiden Tagen nach dem Erdbeben in der Provinz Baluchistan hunderten Verletzten erste Hilfe geleistet. Ein internationales Ärzte-Team der Hilfsorganisation hat zahlreiche Menschen vor Ort versorgt und im orthopädischen Zentrum des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in Quetta behandelt.
Die Verteilung von Hilfsgütern an die mehr als 20.000 Betroffenen dauert an. Dringend benötigt werden Decken, Öfen, Plastikplanen und Zelte. Nach derzeitigem Stand sind 4.000 Familien über den Zeitraum von einem Monat auf Notunterkünfte angewiesen.
Das Rote Kreuz bittet um Spenden
Quelle: Rotes Kreuz
Bild: Rotes Kreuz

Die Lage der Flüchtlinge im Kongo ist katastrophal

Zehntausende Menschen sind in der Demokratischen Republik Kongo auf der Flucht vor den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und den Rebellen um den desertierten General Laurent Nkunda. Der Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) erklärte, dass die Lage der Flüchtlinge „katastrophal“ sei, mittlerweile sei sogar ein Krankenhaus geplündert worden.

Die Lage der Flüchtlinge im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist nach Angaben des Roten Kreuzes „katastrophal“. Ein Krankenhaus in Katindo sei geplündert worden, sagte ein Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) am Donnerstag. Die Plünderung habe am Mittwoch stattgefunden, „und wir fürchten, dass es noch weitergeht“. Zehntausende Menschen seien weiter auf der Flucht vor den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und den Rebellen um den desertierten General Laurent Nkunda. Die Tatsache, dass die Flüchtlinge von einem Ort zum nächsten zögen, erschwere Hilfsaktionen.

Die Flüchtlinge aus Kibati nördlich von Goma, die von Rebellen gejagt würden, seien jetzt in südwestlicher Richtung unterwegs, um sich in zwei Lager in Mugunga zu retten, hieß es beim IKRK. Flüchtlinge aus der Region Rutshuru seien auf dem Weg nach Norden nach Kanyabayonga und weiter Richtung Osten nach Nyamilina. Die Rotkreuz-Mitarbeiter blieben allesamt in Goma, sagte Izard. Es solle ein weiterer Chirurg dorthin entsandt werden, damit dieser seinen Kollegen vor Ort entlasten könne.
Quelle: Focus.de
Bild: Flucht aus der Stadt Goma im Ostkongo © WALTER ASTRADA/AFP/Getty Images

18 Oktober 2008

urgent alert


PA180288
Originally uploaded by twaooe
Dass unserer Kollegen im fernen Haiti einen tollen Job machen war an dieser Stelle bereits zu lesen. Aber auch in der Heimat meistert das TWA Team Oberösterreichs jede Herausforderung. So gelang es binnen weniger Stunden einen TWA Präsentation im Steyrer "CityPoint" auf die Beine zu stellen.
Herzlichsten Dank Lechner Werner, Aschauer Hermann, Pointner Hermann und Wilfried Hildebrand.
Danke auch allen anderen die zwar negativ aber promt auf den Alert reagerten.
zu den Bikdern...

Schule auf Sumatra eröffnet

Teunom/Berlin (ddp-bln). Erfolg der Hilfsaktion von Hertha BSC für die Opfer der Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004: In Teunom auf Sumatra (Indonesien) wurde jetzt eine Schule für zunächst 240 Schüler eröffnet. Die rund 300 000 Euro für den Aufbau stammten größtenteils aus dem von Hertha BSC organisierten Verkauf blauer Armbändchen mit der Aufschrift «Berlin hilft» für jeweils fünf Euro. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Berlin hatte das Projekt in Teunom mit eigenen Experten umgesetzt. Zur Eröffnung sagte Schulleiter Fuaddin: «Wir können jetzt wieder neu anfangen. Jetzt haben wir neue Hoffnung, besonders für die Zukunft unserer Kinder. Dafür danken wir Hertha BSC und dem Deutschen Roten Kreuz. Wir danken ganz Berlin.»

Teunom liegt in der Provinz Aceh, die von dem Tsunami besonders schwer getroffen worden war. In der Region wurden 170 000 Menschen getötet. Allein in Teunom starben rund 8000 der 18 000 Einwohner. Die Infrastruktur und nahezu alle Gebäude waren zerstört. Die Schüler wurden seitdem in behelfsmäßigen Sperrholzbaracken unterrichtet. Während der Eröffnungsfeier betonten sowohl Hertha-Kommunikationschef Peter Bohmbach als auch DRK-Landesgeschäftsführer Andreas Bode, dass sie die Entwicklung der Senior High School - eine Art Gesamtschule für Schüler im Alter ab zwölf Jahren - weiter begleiten wollen. In welcher Form, stehe jedoch noch nicht fest.
Quelle: ad-hoc-news.de
Bild: DRK

17 Oktober 2008

Deutscher Bundestag verabschiedet neues Rotkreuz-Gesetz

Der Bundestag hat am Donnerstag ohne Aussprache ein neues Rotkreuz-Gesetz verabschiedet. Das Gesetz bekräftigt die besondere Rolle des Deutschen Roten Kreuzes im humanitären Bereich.

Gesetzlich festgeschrieben wird das Recht des DRK, das Zeichen «Rotes Kreuz auf weißem Grund» und die Bezeichnungen «Rotes Kreuz» und «Genfer Kreuz» zu benutzen. Das DRK ist die Nationale Gesellschaft des Roten Kreuzes. Es unterliegt drei verschiedenen Rechtsordnungen: dem humanitären Völkerrecht, dem internationalen Rotkreuzrecht und dem nationalen Recht.

"Wir sind sehr froh über die Verabschiedung des Gesetzes", sagt Clemens Graf von Waldburg-Zeil, Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes. " Es ist eine Würdigung unserer nationalen und internationalen Aufgaben im Dienst des Menschen."

Das DRK war nach Feststellung des Bundesverfassungsgerichts 1945 nach der Kapitulation von den alliierten Siegermächten aufgelöst worden. Deshalb regelt das Gesetz von 1937 nicht die Rechte und Pflichten des heutigen DRK. Weil das Gesetz außerdem noch von nationalsozialistischer Terminologie geprägt ist, wird es im Zuge der Rechtsbereinigung spätestens zum 1. Dezember 2010 aufgehoben. Der heute beschlossene Entwurf ersetzt das Gesetz von 1937 durch eine zeitgemäße Neuregelung. «Wir geben dem DRK die Rechtssicherheit, die es für seine erfolgreiche Arbeit braucht», teilte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) mit.

Im neuen Gesetz ist festgeschrieben, dass die DRK-Mitarbeiter zum
Sanitätsdienst der Bundeswehr herangezogen werden können und dann
nach dem Genfer Abkommen genauso zu schonen und zu schützen sind wie militärisches Sanitätspersonal. Dies gilt nach dem Gesetz auch für den Malteser Hilfsdienst und die Johanniter-Unfall-Hilfe.

16 Oktober 2008

Rotes Kreuz sucht Auslandsdelegierte/n

Der Schwerpunkt dieser verantwortungsvollen Position liegt in der Erstellung eines effektiven und effizienten Monitorings sowie der Evaluierung der Auswirkungen des Projektes auf die Ernährungssituation der lokalen Bevölkerung.

Aufgabenbereich:
  • Erstellung eines Monitoring Systems aufgrund qualitativer und quantitativer Methoden und Indikatoren zur Ernährungssituation in der Region
  • Aufbau und Pflege eines Netzwerks mit anderen Organisationen und relevanten Akteuren in der Region, insbesondere mit dem Äthiopischen Roten Kreuz (ERCS)
  • Projektdokumentation und Reporting

Fachliche Qualifikationen
  • Abgeschlossenes Studium Ernährungswissenschaften oder einschlägige Berufserfahrung
  • EZA-Erfahrung erwünscht
  • Erfahrung in Erstellung von Feldstudien sowie narrativer Projektberichte
  • Fundierte EDV-Kenntnisse, ausgezeichnete Englischkenntnisse
Persönliche Kompetenzen
  • Selbständige, belastbare Persönlichkeit mit hohem Maß an Selbstmotivation
  • Interkulturelle Sensibilität und Einfühlungsvermögen
  • Tropentauglichkeit
AnsprechpartnerIn:
Isabella Scheller
Österreichisches Rotes Kreuz, Generalsekretariat
Wiedner Hauptstrasse 32; 1041 Wien
personalentwicklung@roteskreuz.at
Quelle: Rotes Kreuz

Hilfe gegen Hunger in Äthiopien

Welternährungstag (16.10) und Tag zur Bekämpfung der Armut (17.10): "Hunger und Armut gehen Hand in Hand"
Wien/Addis Abeba (Rotes Kreuz) - Die Preisentwicklung von Lebensmitteln treibt immer mehr Menschen in den Hunger. Nach jüngsten UN-Statistiken haben 923 Millionen Menschen nicht ausreichend Nahrung zur Verfügung. Das sind um 75 Millionen mehr als noch zu Jahresbeginn. "Besonders stark von der Teuerung betroffen sind Menschen in Gebieten, in denen die Ernährungslage ohnehin schon prekär war", sagt Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. "In Welayita, im Süden Äthiopiens, ist vielen Menschen der ausbleibende Regen in Verbindung mit einer Preissteigerung von bis zu 150% zum Verhängnis geworden. Das Rote Kreuz sichert seit Juni 76.000 Menschen durch Hilfslieferungen das Überleben." Bei diesem - von EU und der Austrian Development Agency (ADA) mitfinanzierten - Projekt werden insgesamt 5760 Tonnen Mais und 528 Tonnen Bohnen verteilt. Stark unterernährte Kinder erhalten darüber hinaus Nahrungsergänzungsmittel, um rascher wieder auf die Beine zu kommen. "Erste Erfolge sind schon zu erkennen", freut sich Kopetzky. "Vor allem der Gesundheitszustand bei Kindern hat sich verbessert." Weiters wurde an 4000 Haushalte Saatgut verteilt, damit die betroffenen Bauern wieder selbst Getreide anbauen können. Mittlerweile hat die Regenzeit eingesetzt. Die Chancen stehen gut, dass im Dezember geerntet werden kann. "In einigen Gebieten jedoch sind diese Pflanzen durch Stürme und Hagel zerstört worden", sagt der Rotkreuz-Generalsekretär. Die Lage habe sich zwar gebessert, als entspannt könne sie allerdings nicht bezeichnet werden. "Armut und Hunger gehen Hand in Hand. Nachhaltig kann der Hunger nur bekämpft werden, wenn seine strukturellen Ursachen behoben werden", so Kopetzky. "Dazu gehört die Änderung der Agrarsubventionen reicher Staaten und ein Ende der preistreibenden Finanzspekulationen auf Nahrungsmittel."
Quelle: Rotes Kreuz
Bild: Tagesspiegel.de

feedback

Dear All
Wanted to thank you for the opportunity to have worked here in Haiti with Werner and Bernard. Two great delegates on the It telecom ERU team. They both have great skills and can even multi task ! Werner helped us to complete a small wat/san project when we fell short of a wat/san delegate and Bernard doubled as our in house doctor when most of us fell ill with the flu and bronchitis !
But first and foremost , good telecom delegates.
Thank you and best regards

Brigitte Gaillis

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04 Oktober 2008

Mindestens 31 Tote nach Unwettern in Algerien

Durch sintflutartige Regenfälle sind in Algerien mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 50 weitere in der normalerweise sehr trockenen Region um die Stadt Ghardaia verletzt, wie ein staatlicher Radiosender am Freitag berichtete. Rettungskräfte halfen hunderten von obdachlosen Menschen, deren Häuser in den Fluten zerstört worden waren.

Innenminister Noureddine Yazid Zerhouni sprach vom schlimmsten Unwetter in diesem Jahrhundert. Rund tausend Menschen wurden durch das Unwetter obdachlos, wie das Radio berichtete. Hunderte Freiwillige und Mitarbeiter der muslimischen Organisation Roter Halbmond kümmerten sich um die Obdachlosen. Die Gas- und Stromversorgung funktionierte am Freitag zwar in weiten Teilen wieder, jedoch gab es zu wenig Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs. Das Innenministerium schickte demnach Zelte, Generatoren und 400 Tonnen Erste-Hilfe-Produkte in die Region. Soldaten sollten Plünderungen verhindern. Nach den Radioberichten stieg das Wasser in einigen Teilen der Stadt Ghardaia, die rund 600 Kilometer südlich von der Hauptstadt Algier liegt und auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht, zeitweise bis zu acht Meter hoch.

Zerhouni sagte am Donnerstag nach einem Überflug über die betroffene Region, dass 300 bis 600 Häuser überschwemmt seien. Demnach waren auch Straßen überflutet und Telefonverbindungen durch das Wasser zerstört.

Eine Menge von rund 5.000 Menschen versammelten sich im Zentrum der Stadt Ghardaia, um gegen die nach ihrer Meinung unzureichende Hilfe für die Flutopfer zu protestieren, wie ein Teilnehmer der Nachrichtenagentur AFP sagte. Sie forderten schnellere Hilfsmaßnahmen, mehr Lebensmittel und Material zum Instandsetzen der beschädigten Häuser. Sicherheitskräfte verhinderten, dass die Demonstranten bis zur örtlichen Verwaltung vordrangen.

In Algerien hatte es in den vergangenen Tagen in mehreren Regionen stark geregnet. Bei Überflutungen im Jahr 2001 waren in Algerien mehr als 800 Menschen ums Leben gekommen.
Quelle: die Presse

03 Oktober 2008

Übergabe

Nach vier Wochen neigt sich Werners IT&T Einsatz dem Ende zu und die Ablöse - die ebenfalls aus Steyr kommt ist bereits auf dem Weg in die Karibik.
Robert Schmied wird den Dänischen Teamleader ablösen und mit einem weiteren Österreicher und zwei Neuseeländern an die hervorragende Arbeit des ersten Teams anknüpfen.
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