24 März 2011

Menschenrecht Wasser

Wien (OTS/Rotes Kreuz) - "Jeden Tag sterben 4.000 Kinder unter fünf Jahren an Krankheiten, die durch einen Mangel an sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen verursacht werden", sagt Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. 2010 erklärte die UN Generalversammlung den Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu Sanitärversorgung zu einem Menschenrecht. "Wir arbeiten daran, dass dieses Recht nicht nur auf dem Papier existiert, sondern Schritt für Schritt Realität wird", so Kopetzky. "Denn derzeit ist sauberes Wasser keine Selbstverständlichkeit, sondern ein großes Privileg." 884 Millionen Menschen haben kein sauberes Trinkwasser und mehr als 2,6 Milliarden keinen Zugang zu sanitärer Grundversorgung.

Immer mehr Menschen ohne Zugang zu Trinkwasser

Immer mehr Menschen sind nach Angaben der Vereinten Nationen ohne Zugang zu Trinkwasser. Im vergangenen Jahrzehnt sei die Zahl der Stadtbewohner, die zu Hause oder in ihrer direkten Umgebung kein Leitungswasser haben, um 114 Millionen gestiegen, erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon anlässlich des Weltwassertags am Dienstag, der diesmal unter dem Motto "Wasser für Städte" steht. Die Zahl der Stadtbewohner, die nicht einmal grundlegende sanitäre Anlagen nutzen könnten, habe um 134 Millionen zugenommen. "Dieser Zuwachs um 20 Prozent hat sehr schwere Folgen für die menschliche Gesundheit und die wirtschaftliche Produktivität", warnte Ban. "Die Menschen werden krank und können nicht arbeiten."
Quelle: Stern.de

23 März 2011

THW Helfer im Interview

Die THW-Helfer sind aus Japan zurück. Das FWnetz sprach nun mit Daniel Riedel über seine Erlebnisse.

1. Herr Riedel, war Japan Ihr erster Auslandseinsatz?
Nein, ich war bereits als Logistics Officer im THW-Erkundungsteam in Haiti eingesetzt. Hinzu kommen noch ein paar internationale Übungen und Lehrgänge wie z. B. in Zypern, England oder der Schweiz.

22 März 2011

eom-report

Seit Anfang Februar war Michael K. für das RK in Haiti im Einsatz. Vor der Heimreise stellt er sich die legendäre Frage "Was war mei Leistung?"
Die Antwort gibt er sich gleich selbst.

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Heute ist Weltwassertag

21 März 2011

Wasserkrise beschleunigt sich

"2020 hat jeder Dritte weniger als die Hälfte des benötigten Wassers"
Keine Gesellschaft und kein Ökosystem bleiben künftig von den Änderungen im Wasserhaushalt der Erde verschont. Davor warnen Wissenschaftler bei der Konferenz des "Canadian Water Network international" http://www.cwn-rce.ca. Ihre aktuellen Prognosen deuten auf eine baldige und deutliche Verschärfung der Wasserkrise. Diese geht vor allem auf die steigende Nachfrage nach Wasser in der Landwirtschaft und Energieproduktion sowie auf den Klimawandel zurück.

Zu wenig und zuviel zugleich

20 März 2011

Aussichtslos

THW-Team aus Katastrophengebiet in Japan zurück
Bergungsspezialisten des Technischen Hilfswerks (THW) sind aus Japan nach Deutschland zurückgekehrt. Die 41 Frauen und Männer landeten am Samstagabend mit einer Sondermaschine auf dem Flughafen Frankfurt.
Messungen vor der Abreise wie nach der Landung hätten keine radioaktive Belastung der Helfer ergeben, sagte der ABC-Fachberater des Teams, Mario König. Die Gruppe habe sich dem Unglücksreaktor nicht mehr als 80 Kilometer genähert.

Schonungslos

+++ Briten: Nato soll Kommando übernehmen +++
Die Luftangriffe der Alliierten in Libyen gehen weiter. Bombardiert werden Truppen des Machthabers und militärische Ziele. Gaddafi selbst kündigt einen "langen Krieg" an und ruft die Libyer zum Kampf auf.

+++ 13.14 Rotes Kreuz warnt vor Folgen für Zivilisten +++

Das Rote Kreuz ruft zum Schutz der Zivilbevölkerung auf. Auch die internationalen Streitkräfte wurden eindringlich ermahnt, bei ihren Luftangriffen die Bevölkerung zu schonen. Das Internationale Komitee zeigte besorgt, dass durch die Verstärkung der Kampfmaßnahmen immer mehr Zivilisten in Mitleidenschaft gezogen würden. "Es muss immer zwischen Zivilisten und Kämpfern unterschieden werden", heißt es.
Quelle: n-tv.de

15 März 2011

Schönfärber?

Der Rotkreuz-Strahlenschutzexperte Stefan Schönhacker sieht keinen Anlass zur Panik nach dem Erdbeben in Japan.

Nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan schaut alle Welt wie gebannt auf die Kernkraftwerke des Landes. Wie groß schätzen Sie die von den AKWs ausgehende Gefahr ein?
Schönhacker: Zuerst möchte ich betonen, dass eine Atomkatastrophe zum Glück sehr unwahrscheinlich ist. Die radioaktive Kontamination in Japan ist kleinräumig, aus derzeitiger Sicht sind keinerlei nennenswerte radiologische Auswirkungen auf Österreich zu erwarten.

Wie würde das ÖRK reagieren, wenn es zu einer Atomkatastrophe in der Nähe Österreichs käme?
Schönhacker: Falls es zum Beispiel in Tschechien zu einem Atomunfall kommen würde, wäre Österreich in Form des Durchzugs einer radioaktiven Wolke betroffen. Dann wäre die primäre Rotkreuz-Aufgabe die Aufrechterhaltung des Rettungsdienstes und Krankentransportes sowie der Gesundheits- und Sozialen Dienste.
Das Nachbarland könnten wir auf Anfrage bei Evakuierungen unterstützen und die Betroffenen unterbringen und betreuen. In Österreich sind keine Evakuierungen notwendig – selbst bei massiven Störfällen in grenznahen Kernkraftwerken wäre das nicht nötig.

14 März 2011

Teatime

Ein südafrikanischer Wissenschaftler hat einen „Teebeutel“ entwickelt, der verschmutztes Wasser in Trinkwasser verwandelt. Die Bakterien werden hierbei abgetötet. Das könnte auch in Krisengebieten schnell für sauberes Wasser sorgen.

Das Filtersystem ist klein genug, um in die Öffnung einer normalen Wasserflasche zu passen und soll wasserbedingte, tödliche Krankheiten wie Cholera, Durchfall, Typhus, E.coli und Hepatitis bekämpfen. Deshalb soll die Teebeutelmethode auch vor allem in Krisengebieten eingesetzt werden. Sie kann aber auch verarmten Gemeinden, die oftmals an verunreinigten Flüssen oder Brunnen leben, überall auf der Welt Zugang zu sauberem Trinkwasser verschaffen. Außerdem können Bergsteiger und andere Sportler von dem System profitieren. Aber das nur am Rande. Denn: „Mangel an adäquaten, sicheren und günstigen Wasserreinigungsmethoden hat einen großen, negativen Einfluss auf arme Menschen, die unter schwierigen Bedingungen leben“, sagt Erfinder des Teebeutelfilters Professor Eugene Cloete, ein Mikrobiologe der südafrikanischen Universität zu Stellenbosch. Das ist sein Fokus.

Masssanitationmodul

25 TeilnehmerInnen von 11 verschiedenen Rotkreuz- und Rothalbmondgeselslchaften absolvierten von 19. bis 27. Februar 2010 das Training für das MSM20 Modul der WatSan ERU.
Dreizehn Trainer aus aller Welt vermittelten ihr Wissen.
Eine "Field Exercise" rudete das theoretische Wissen ab.

Bruno von Sudan heimgekehrt

Bruno H. hat im Süden den Sudan das dort gelagerte Equipment gewartet und die lokalen Kräfte auf einen Einsatz vorzubereiten versucht. Seit Samstag ist er wieder in der Heimat.

Kämpfe im Sudan

Friedliche Spaltung des Landes gefährdet

Kampala - Heftige Kämpfe im Südsudan verschärfen die Spannungen zwischen dem Regime in Khartum und der autonomen Regierung in Juba. Die Gefechte in den Ölgebieten nahe der Trennlinie zwischen Nord und Süd gefährden die geplante friedliche Spaltung des größten afrikanischen Landes in zwei souveräne Staaten, die für Juli vorgesehen ist. Die Südsudanesen haben in einem Referendum im Januar für ihre Unabhängigkeit gestimmt. Wie der Generalsekretär der früheren Rebellenpartei SPLM nun erklärte, habe der Südsudan seine Verhandlungen mit dem Norden vorübergehend abgebrochen.

13 März 2011

japanisches Rotes Kreuz arbeitet auf Hochtouren

Die Hilfsmaßnahmen des Japanischen Roten Kreuzes laufen seit Freitag letzter Woche auf Hochtouren.


Tausende Rotkreuz-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Dauereinsatz, um die Opfer in der Katastrophenregion zu versorgen. Die Einsatzkräfte berichten insbesondere von Brandverletzungen, Rauchvergiftungen sowie von Auswirkungen durch die gewaltige Tsunamiwelle. Am schlimmsten betroffen sind drei Präfekturen im Nordosten des Landes auf einer Länge von 600 Kilometern.

12 März 2011

"Wir sind auf Stand-by"

Hilfsorganisationen bereiten sich auf Einsatz vor, aber eine Anfrage fehlt noch

Die Erde bebt noch nach in Japan, da erreicht den japanischen Ministerpräsidenten Naoto Kan schon ein Telegramm aus Deutschland. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagt darin Hilfe zur Bewältigung der Tsunami-Katastrophe zu. Allerdings stand bis Freitagnachmittag ein offizielles Hilfegesuch der japanischen Regierung noch aus, erklärte der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans.

So hält sich auch das Rote Kreuz in Deutschland bereit, aber Pressesprecherin Svenja Koch verweist auf die Arbeit der Kollegen vor Ort. "Das Japanische Rote Kreuz ist schon längst aktiv geworden, die Infrastruktur dort ist ausgezeichnet." Japan habe das leistungsfähigste Katastrophenschutzsystem der Welt, so gehörten Sicherheitstrainings nach Erdbeben schon zur frühkindlichen Erziehung. Mehr als zwei Millionen Freiwillige arbeiten dort für das Rote Kreuz. Im Moment seien schon 500 Katastrophenteams mit rund 6800 medizinischen Fachkräften ausgeschwärmt, um Nothilfe zu leisten.

Beklagenswert

Genf - Das Internationale Rote Kreuz beklagt, keinen Zugang zu großen Teilen Libyens zu haben, um der Zivilbevölkerung zu helfen.
Die Situation habe sich zu einem “Bürgerkrieg“ entwickelt, sagte der Präsident des Komitees, Jakob Kellenberger, am Donnerstag. Es sei nicht akzeptabel, dass auch 24 Tage nach Beginn der Kämpfe ein großer Teil des Landes noch von humanitärer Hilfe abgeschnitten sei.
Libyens Regierung habe ihm mitgeteilt, dass eine humanitäre Unterstützung von Außen nicht nötig sei, sagte Kellenberger. Deshalb habe das Internationale Rote Kreuz zu den von Tripolis kontrollierten Regionen Libyens bisher noch überhaupt keinen Zugang.
Die medizinische Hilfe im Osten, wo die Aufständischen in großen Teilen das Sagen haben, werde durch die Kämpfe behindert. Auch libysche Ärzte haben Probleme, zu den Verletzten durchzukommen.
Quelle: op-online.de

06 März 2011

Trinkwasser aus der Sonne

Marokko braucht mehr Energie, um Trinkwasser aus Anlagen zur Meerwasserentsalzung zu gewinnen. 2050 will das Land 15 Prozent des EU-Stromverbrauchs decken.

Die erneuerbaren Energien sind längst nicht mehr nur Sache der Industrieländer. Auch in Nordafrika haben verschiedene Regierungen entsprechende Pläne vorgelegt – allen voran Marokko. Bis 2020 sollen hier 42 Prozent der installierten Gesamtleistung zur Stromerzeugung erneuerbaren Quellen nutzen.

Dafür will der marokkanische Energieversorger ONE zusammen mit verschiedenen Partnern Wind- und Solarkraftwerke mit jeweils einer Gesamtleistung von 2.000 Megawatt bauen. Und die größte erneuerbare Energiequelle bisher sollen ebenfalls um 2.000 Megawatt aufgestockt werden: die Wasserkraftwerke, die bereits ein Drittel der Gesamtleistung Marokkos produzieren.

03 März 2011

Libyen-Krise: Rotes Kreuz entsendet Experten

Der Burgenländer Hannes Guger fliegt am Freitag nach Malta

Wien/Valletta (OTS/Rotes Kreuz) - Tausende Flüchtlinge versuchen täglich, Libyen zu verlassen. Auch Malta bereitet sich derzeit auf die Aufnahme weiterer Flüchtlinge vor.

Am Freitag fliegt Hannes Guger für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) nach Malta. Der Burgenländer ist Experte des Suchdienstes. Er wird vor Ort die Aktivitäten zur Wiederherstellung der Kontakte von getrennten Familien unterstützen.

01 März 2011

DRK-Mitarbeiter auf dem Weg

Sechs Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes machen sich wegen der Krise in Nordafrika am Mittwoch auf den Weg nach Libyen, Tunesien und Malta. Zehntausende Menschen sind in den vergangenen zwei Wochen aus Libyen geflohen. Im Land sind viele Menschen auf medizinische und weitere humanitäre Hilfe angewiesen. Die DRK-Mitarbeiter werden das Rote Kreuz oder den Roten Halbmond vor Ort bei der Versorgung der bedürftigen Menschen unterstützen.

Eine Chirurgin, eine Anästhesistin und zwei Krankenschwestern werden in Bengasi in Libyen eingesetzt. Sie werden dort in einem Team des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz arbeiten. Seit Beginn der Unruhen hilft der Rote Halbmond in Libyen vor allem mit medizinischer Versorgung von Verletzten.