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10 April 2011

Tsunami-Frühwarnsystem für Indonesien

Das deutsch-indonesische Tsunami-Frühwarnsystem für den Indischen Ozean (GITEWS) wurde heute von der deutschen Delegation unter Leitung des Parlamentarischen Staatssekretärs Herrn Thomas Rachel an Indonesien übergeben. Damit geht das Warnsystem, das bereits 2008 den Betrieb aufgenommen hatte und seitdem weiter ausgebaut und optimiert wurde, in die Verantwortung Indonesiens über.

Unter der Federführung der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, vertreten durch das Deutsche GeoForschungsZentrum GFZ, haben deutsche Wissenschaftler das Frühwarnsystem entwickelt. Das technische Konzept von GITEWS beruht auf einer Kombination verschiedener Sensoren, die im Frühwarnzentrum zusammengeführt werden. Diese Zusammenführung erfolgt in einem Entscheidungsunterstützungssystem, dessen Entwicklung und Implementierung durch das DLR erfolgt ist.

Mehr zum Thema auch im Blog von Prof. Dr. Stefan Dech, dem Direktor des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums (DFD) am DLR.

27 März 2009

Indonesien: nächtlicher Dammbruch fordert 50 Todesopfer

Nach einem Dammbruch in der Nähe der indonesischen Hauptstadt Jakarta sind mindestens 50 Menschen ertrunken. Sie wurden im Schlaf von den Wassermassen überrascht.

Mehrere Dutzend Menschen wurden Stunden nach dem Unglück noch vermisst, wie ein Vertreter des Gesundheitsministeriums sagte. Die Sturzflut setzte am Freitag Hunderte Häuser in einem eng besiedelten Wohngebiet unter Wasser. Die Katastrophe überraschte viele Bewohner im Schlaf. Es wurde befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch steigt.

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Der zehn Meter hohe Damm im Gebiet von Tangerang brach gegen zwei Uhr morgens, nachdem es zuvor stundenlang heftig geregnet hatte. Etwa 400 Häuser seien überflutet und einige völlig zerstört worden, sagte der Leiter des Krisenstabs im Gesundheitsministerium, Rustam Pakaya. Das Wasser stand mehrere Meter hoch, wie Polizei und Augenzeugen berichteten. Autos wurden von der Flutwelle mitgerissen.

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Quelle: Fokus.de
Bild: google-maps

10 November 2008

Ambulanz oder Pizza: Rettungsdienst in Indonesien

Stöhnend wälzt sich Maftuh auf dem brennend heißen Asphalt und hält sein Bein. Daneben liegt reglos Latifa, mit Blut im Gesicht. Die beiden sind im chaotischen indonesischen Straßenverkehr verunglückt. Ihr Becak, ein Fahrrad mit Seitenwagen für Passagiere, wurde von einem Bus angefahren. Doch kein Problem, in Minuten naht die Ambulanz mit Blaulicht, Sanitäter springen heraus, versorgen gekonnt die Verletzten, hieven sie auf Krankentragen und transportieren sie ab. Beifall rauscht.

Minuten später stehen Maftuh und Latifa nach ihrer schauspielerischen Hochleistung schwitzend und lachend neben dem Krankenwagen. Es war eine gelungene Vorstellung davon, wie der nagelneue Rettungsdienst in Indonesiens drittgrößter Stadt Medan zu funktionieren hat. In Deutschland ist der Rettungsruf 112 bei Verkehrs-, Betriebs- und Haushaltsunfällen, Herzattacken und anderen Notfällen eine Selbstverständlichkeit, in Indonesien gibt es so etwas nicht. Wer in dem Land mit 230 Millionen Einwohnern dringend Hilfe braucht, hat schlechte Karten. Auf Sumatra ändert sich das: das Deutsche Rote Kreuz hilft in Medan, einen der ersten Rettungsdienste des Landes aufzubauen. Seit Sommer ist die Leitstelle in Betrieb.
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Quelle: ntv.de
Bild: ntv.de

Indonesien: Warnung vor der Welle

In Indonesien geht das in Deutschland entwickelte Tsunami-Frühwarnsystem in Betrieb. Dabei geht es um jede Minute.

Hoch steht die Sonne am Himmel. Touristen, denen die drückende Hitze scheinbar nichts ausmacht, liegen am Strand und dösen. Durch die Straßen und Gassen der nahen Stadt drängeln sich Autos, Fahrräder, Menschen. Niemand ahnt etwas von der drohenden Gefahr. Soeben hat es weit draußen im Meer ein Beben gegeben. In 20 Minuten könnte eine verheerende Welle aufs Land treffen, die alles fortreißt.

Plötzlich fangen Mobiltelefone an zu piepsen, Radiosender unterbrechen ihr Programm, im Fernsehen laufen Warnmeldungen über den Bildschirm, Lautsprecher an Strommasten plärren. Die Botschaft ist eindeutig und weckt Erinnerungen an die tödliche Welle des 26. Dezembers 2004: Tsunami, weg von der Küste!

Noch ist die Szenerie pure Fiktion. Doch sie könnte jederzeit Realität werden. Damit die Menschen in Indonesien möglichst früh über die Gefahr informiert werden können, wurde in den vergangenen Jahren ein Tsunami-Warnsystem installiert. An diesem Dienstag wird es in der Hauptstadt Jakarta offiziell von den deutschen Entwicklern übergeben. Für eine schnelle und präzise Prognose der Flutwellen setzen sie auf ein dichtes Netz verschiedener Messgeräte.
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Quelle: Tagesspiegel
Bild: Unesco

18 Oktober 2008

Schule auf Sumatra eröffnet

Teunom/Berlin (ddp-bln). Erfolg der Hilfsaktion von Hertha BSC für die Opfer der Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004: In Teunom auf Sumatra (Indonesien) wurde jetzt eine Schule für zunächst 240 Schüler eröffnet. Die rund 300 000 Euro für den Aufbau stammten größtenteils aus dem von Hertha BSC organisierten Verkauf blauer Armbändchen mit der Aufschrift «Berlin hilft» für jeweils fünf Euro. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Berlin hatte das Projekt in Teunom mit eigenen Experten umgesetzt. Zur Eröffnung sagte Schulleiter Fuaddin: «Wir können jetzt wieder neu anfangen. Jetzt haben wir neue Hoffnung, besonders für die Zukunft unserer Kinder. Dafür danken wir Hertha BSC und dem Deutschen Roten Kreuz. Wir danken ganz Berlin.»

Teunom liegt in der Provinz Aceh, die von dem Tsunami besonders schwer getroffen worden war. In der Region wurden 170 000 Menschen getötet. Allein in Teunom starben rund 8000 der 18 000 Einwohner. Die Infrastruktur und nahezu alle Gebäude waren zerstört. Die Schüler wurden seitdem in behelfsmäßigen Sperrholzbaracken unterrichtet. Während der Eröffnungsfeier betonten sowohl Hertha-Kommunikationschef Peter Bohmbach als auch DRK-Landesgeschäftsführer Andreas Bode, dass sie die Entwicklung der Senior High School - eine Art Gesamtschule für Schüler im Alter ab zwölf Jahren - weiter begleiten wollen. In welcher Form, stehe jedoch noch nicht fest.
Quelle: ad-hoc-news.de
Bild: DRK