Das Rote Kreuz verstärkt sein Delegierten-Team in Äthiopien
Wien/Addis Abeba (OTS/ÖRK) - Ende Juli reist Klaus Palkovits nach Äthiopien. Der Burgenländer wird dort für die kommenden drei Jahre die Projekte des Österreichischen Roten Kreuzes leiten. Zusätzlich zu diesen langfristigen Maßnahmen leistet das Rote Kreuz jetzt verstärkt Katastrophenhilfe, um die von der Dürre betroffenen Menschen in Äthiopien, Kenia und Somalia zu unterstützen. Trotz der dramatischen Situation kann Palkovits schon von ersten Erfolgen berichten. "Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz ist eine der ganz wenigen Organisationen, die in Somalia Zugang zu den betroffenen Menschen hat. Am Wochenende konnten 400 Tonnen Lebensmittel im Süden des Landes verteilt werden", erklärt Palkovits. "Das Österreichische Rote Kreuz unterstützt diese und weiterer Maßnahmen finanziell. Wir haben die Beiträge dafür soeben um zusätzliche 50.000 Euro aufgestockt." Ziel der langfristigen Projekte, für die Palkovits in Äthiopien verantwortlich ist, ist auch die Katastrophenvorsorge. "Wir werden gemeinsam mit den Menschen in unseren Projektgebieten dafür sorgen, dass Katastrophen wie Dürren oder Überschwemmungen besser bewältigt werden können
30 Juli 2011
29 Juli 2011
Der Platz der Kadaver
Die schlimmste Hungerkatastrophe der Gegenwart am Horn von Afrika
Am Horn von Afrika spielt sich die schlimmste humanitäre Katastrophe der Gegenwart ab. Ein Augenzeugenbericht aus dem kenianischen Flüchtlingslager Dagahaley.
Das Schlimmste sollte jetzt eigentlich vorüber sein. Die weiß gleißende Sonne, deren Hitze den Schädel zum Kochen brachte, ist einem warmen, gelben Ball gewichen, und der Wind, der den Sand in jede Pore, in die Augen und zwischen die Zähne trieb, hat sich ebenfalls beruhigt. Osman Liban Ali und sein Freund Hassan müssen nur noch wenige Kilometer mit ihrem Eselswagen an den am Wegrand liegenden Kuh- und Ziegenkadavern vorbeiziehen. Dann ist ihr Marsch vorbei, der sie elf Tage und Nächte lang fast ununterbrochen auf den Beinen hielt. Am nächsten Morgen werden sie sich in ihren Badelatschen, die ihre schrundig gelaufenen Füße schützen sollten, in die Schlange vor dem Empfangszelt des ostkenianischen Flüchtlingszentrums Dadaab einreihen – gemeinsam mit fast 1500 somalischen Landsleuten, die derzeit Tag für Tag ins Nachbarland geschlurft, gezogen oder auch gefahren kommen.
Ein Land leert sich.
Am Horn von Afrika spielt sich die schlimmste humanitäre Katastrophe der Gegenwart ab. Ein Augenzeugenbericht aus dem kenianischen Flüchtlingslager Dagahaley.
Das Schlimmste sollte jetzt eigentlich vorüber sein. Die weiß gleißende Sonne, deren Hitze den Schädel zum Kochen brachte, ist einem warmen, gelben Ball gewichen, und der Wind, der den Sand in jede Pore, in die Augen und zwischen die Zähne trieb, hat sich ebenfalls beruhigt. Osman Liban Ali und sein Freund Hassan müssen nur noch wenige Kilometer mit ihrem Eselswagen an den am Wegrand liegenden Kuh- und Ziegenkadavern vorbeiziehen. Dann ist ihr Marsch vorbei, der sie elf Tage und Nächte lang fast ununterbrochen auf den Beinen hielt. Am nächsten Morgen werden sie sich in ihren Badelatschen, die ihre schrundig gelaufenen Füße schützen sollten, in die Schlange vor dem Empfangszelt des ostkenianischen Flüchtlingszentrums Dadaab einreihen – gemeinsam mit fast 1500 somalischen Landsleuten, die derzeit Tag für Tag ins Nachbarland geschlurft, gezogen oder auch gefahren kommen.
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Basisausbildung
Um den Zivilschutz in der EU zu erweitern und Personal für die Trinkwasseraufbereitung auszubilden, startete letztes Jahr das EU-geförderte Projekt xH20 mit der Basisausbildung. Diese Ausbildung ist mit der nationalen Trinkwasseraufbereitungsausbildung zu vergleichen und Absolventen können damit sowohl im Rahmen des Roten Kreuzen tätig werden wie auch im Rahmen des Zivilschutz der EU. Das ist ein grenzüberschreitendes Projekt, das x steht für crossborder, und TeilnehmerInnen aus Österreich, aus Kroatien und aus Slowenien nahmen daran teil. Die sechs österreichischen TeilnehmerInnen kamen aus den LV Wien, aus NÖ und aus OÖ und ich war eine davon.
Rotes Kreuz: "Nicht genug Mittel"
Kinderdorfkrankenhaus "von Müttern überrannt"
Internationale Helfer bezeichnen die Situation der Menschen in Somalia als katastrophal, und die Lage spitzt sich weiter zu. Erst jetzt laufen große Hilfsaktionen an: Viel zu spät und noch immer viel zu wenige, klagen Hilfsorganisationen wie Caritas, Rotes Kreuz und SOS-Kinderdorf.
Österreich seit langem engagiert
Im Nordosten von Afrika, am "Horn" des Kontinents, sind schätzungsweise elf Millionen Menschen vom Hungertod bedroht und Tausende bereits gestorben. Österreich ist seit langem in der Krisenregion engagiert, ebenso die Caritas und die SOS-Kinderdörfer. Aber reagieren wir und die Regierung jetzt adäquat auf die entsetzliche Dimension der Not? Hilfsorganisationen bezeichnen die Situation der Menschen in Somaliaals katastrophal, und die Situation verschärft sich weiter.
Es gehe bei der Hilfe derzeit um lebenserhaltende Sofortmaßnahmen, sagt der Leiter der Internationalen Katastrophenhilfe beim österreichischen Roten Kreuz, Walter Hajek. "Die finanzielle Unterstützung läuft gut, wir würden natürlich hoffen, dass sie weiterlaufen wird, weil nach wie vor nicht genug Mittel zur Verfügung stehen, um hier nachhaltig Hilfe leisten zu können", sagt Hajek.
Internationale Helfer bezeichnen die Situation der Menschen in Somalia als katastrophal, und die Lage spitzt sich weiter zu. Erst jetzt laufen große Hilfsaktionen an: Viel zu spät und noch immer viel zu wenige, klagen Hilfsorganisationen wie Caritas, Rotes Kreuz und SOS-Kinderdorf.
Österreich seit langem engagiert
Im Nordosten von Afrika, am "Horn" des Kontinents, sind schätzungsweise elf Millionen Menschen vom Hungertod bedroht und Tausende bereits gestorben. Österreich ist seit langem in der Krisenregion engagiert, ebenso die Caritas und die SOS-Kinderdörfer. Aber reagieren wir und die Regierung jetzt adäquat auf die entsetzliche Dimension der Not? Hilfsorganisationen bezeichnen die Situation der Menschen in Somaliaals katastrophal, und die Situation verschärft sich weiter.
Es gehe bei der Hilfe derzeit um lebenserhaltende Sofortmaßnahmen, sagt der Leiter der Internationalen Katastrophenhilfe beim österreichischen Roten Kreuz, Walter Hajek. "Die finanzielle Unterstützung läuft gut, wir würden natürlich hoffen, dass sie weiterlaufen wird, weil nach wie vor nicht genug Mittel zur Verfügung stehen, um hier nachhaltig Hilfe leisten zu können", sagt Hajek.
19 Juli 2011
Überschwemmungs-Katastrophen-Szenario
Um den Zivilschutz in der EU zu erweitern und Personal für die Trinkwasseraufbereitung auszubilden, startete letztes Jahr das EU-geförderte Projekt xH20 mit der Basisausbildung. Diese Ausbildung ist mit der nationalen Trinkwasseraufbereitungsausbildung zu vergleichen und Absolventen können damit sowohl im Rahmen des Roten Kreuzen tätig werden wie auch im Rahmen des Zivilschutz der EU. Das ist ein grenzüberschreitendes Projekt, das x steht für crossborder, und TeilnehmerInnen aus Österreich, aus Kroatien und aus Slowenien nahmen daran teil. Die sechs österreichischen TeilnehmerInnen kamen aus den LV Wien, aus NÖ und aus OÖ und ich war eine davon.
Das dritte Ausbildungswochenende fand in Steyr statt und schon vorab bekam ich Informationen zu einem geplanten Überschwemmungs-Katastrophen-Szenario. Die Übungsannahme war, dass wir einen internationalen Einsatz in einem fiktiven Land leisten. Wir sollten also den Bewohnern im Überschwemmungsgebiet beistehen.
Das dritte Ausbildungswochenende fand in Steyr statt und schon vorab bekam ich Informationen zu einem geplanten Überschwemmungs-Katastrophen-Szenario. Die Übungsannahme war, dass wir einen internationalen Einsatz in einem fiktiven Land leisten. Wir sollten also den Bewohnern im Überschwemmungsgebiet beistehen.
18 Juli 2011
Dürre in Afrika: Hungernde in Ostafrika brauchen mehr Hilfe
Britischer Entwicklungsminister: "Einige lächerliche Angebote reicher europäischer Staaten", während 500.000 Kinder vom Hungertod bedroht seien
Nairobi/Adis Abeba/Wien - Angesichts der Hungerkatastrophe in Ostafrika wuchs am Wochenende weltweit die Sorge vor einer weiteren Verschärfung der Krise. Alle müssten das Ausmaß der Situation begreifen und sich mehr anstrengen, sagte der britische Entwicklungsminister Andrew Mitchell bei einem Besuch im Osten Kenias.
Papst Benedikt XVI. rief bei seinem Sonntagsgebet "alle Menschen guten Willens" zu "Hilfe und Solidarität" mit den Dürreopfern auf. Das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF rechnet mit 500.000 Kindern, die vom Hungertod bedroht sind. Am Samstag reisten zwei österreichische Caritas-Mitarbeiter nach Ostafrika.
Nairobi/Adis Abeba/Wien - Angesichts der Hungerkatastrophe in Ostafrika wuchs am Wochenende weltweit die Sorge vor einer weiteren Verschärfung der Krise. Alle müssten das Ausmaß der Situation begreifen und sich mehr anstrengen, sagte der britische Entwicklungsminister Andrew Mitchell bei einem Besuch im Osten Kenias.
Papst Benedikt XVI. rief bei seinem Sonntagsgebet "alle Menschen guten Willens" zu "Hilfe und Solidarität" mit den Dürreopfern auf. Das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF rechnet mit 500.000 Kindern, die vom Hungertod bedroht sind. Am Samstag reisten zwei österreichische Caritas-Mitarbeiter nach Ostafrika.
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17 Juli 2011
Dürre in Ostafrika
Bereits seit Wochen läuft die Hilfe der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften am Horn von Afrika (Plan) auf Hochtouren. Sowohl in Äthiopien als auch in Kenia und Somalia sind Nahrungsmittel- und Trinkwasserverteilungen im Gange. In Kenia wurden Wasserlöcher gebohrt, durch die mehr als 80.000 Menschen mit Trinkwasser versorgt werden können. Zusätzlich wird vom Kenianischen Roten Kreuz weiteres Trinkwasser für rund 300.000 Personen auf Lastwagen in die betroffene Region gebracht. Seit Anfang des Jahres wurden in Kenia 50 Tonnen dürreresistentes Saatgut verteilt, das 25.000 Familien trotz des Wassermangels eine Ernte ermöglicht.
Auch in Somalia sind Rothalbmond-Helfer aktiv. 14 mobile Gesundheitsteams versorgen die Menschen in den am stärksten von der Dürre betroffenen Gebieten.
In allen drei Länder – Äthiopien, Kenia und Somalia - werden verstärkt Mütter und Kinder gesundheitlich betreut und mit Nahrung, Nahrungsergänzungsmitteln und Wasser versorgt.
Auch in Somalia sind Rothalbmond-Helfer aktiv. 14 mobile Gesundheitsteams versorgen die Menschen in den am stärksten von der Dürre betroffenen Gebieten.
In allen drei Länder – Äthiopien, Kenia und Somalia - werden verstärkt Mütter und Kinder gesundheitlich betreut und mit Nahrung, Nahrungsergänzungsmitteln und Wasser versorgt.
Quelle: Rotes Kreuz
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03 Juli 2011
Sudan: Eine neue Rotkreuzgesellschaft entsteht
Sudan: Leben retten macht stark
Am 9. Juli wird der Süd-Sudan ein unabhängiger Staat. Damit wird auch eine neue Rotkreuz-Gesellschaft entstehen. Ein Bericht über die Aufbau-Arbeit im Süd-Sudan von Faye Callaghan.
"Wenn Du jemanden das Leben rettest, beflügelt das Deine Arbeit. Du hast ein Ziel erreicht, Du bist stärker und bereit, es wieder zu tun." Taban Sabir schildert die düstere Realität im Sudan. Rotkreuz-Freiwillige sind dort beinahe täglich zu Hilfsmaßnahmen gezwungen, die über Leben oder Tod entscheiden.
Immer wieder aufflammende Konflikte und die schlechte medizinische Versorgung machen solche Einsätze notwendig. Am 9. Juli wird der Süd-Sudan ein unabhängiger Staat sein und damit auch das Recht auf eine eigene nationale Rotkreuz-Gesellschaft haben.
Am 9. Juli wird der Süd-Sudan ein unabhängiger Staat. Damit wird auch eine neue Rotkreuz-Gesellschaft entstehen. Ein Bericht über die Aufbau-Arbeit im Süd-Sudan von Faye Callaghan.
"Wenn Du jemanden das Leben rettest, beflügelt das Deine Arbeit. Du hast ein Ziel erreicht, Du bist stärker und bereit, es wieder zu tun." Taban Sabir schildert die düstere Realität im Sudan. Rotkreuz-Freiwillige sind dort beinahe täglich zu Hilfsmaßnahmen gezwungen, die über Leben oder Tod entscheiden.
Immer wieder aufflammende Konflikte und die schlechte medizinische Versorgung machen solche Einsätze notwendig. Am 9. Juli wird der Süd-Sudan ein unabhängiger Staat sein und damit auch das Recht auf eine eigene nationale Rotkreuz-Gesellschaft haben.
01 Juli 2011
26 Juni 2011
Familienzusammenführung
Rotes Kreuz bringt 100 Libyer zurück nach Tripolis
Tripolis (dapd). Das Rote Kreuz hat am Sonntag mehr als 100 Libyer aus dem Osten des Landes in die Hauptstadt Tripolis gebracht. Das Schiff lief am Morgen im Hafen ein, an Bord waren hauptsächlich Familien und Senioren. Die Fahrt von Bengasi, das von den Rebellen gehalten wird, dauerte nach Angaben des Roten Kreuzes mehr als 27 Stunden.
Tripolis (dapd). Das Rote Kreuz hat am Sonntag mehr als 100 Libyer aus dem Osten des Landes in die Hauptstadt Tripolis gebracht. Das Schiff lief am Morgen im Hafen ein, an Bord waren hauptsächlich Familien und Senioren. Die Fahrt von Bengasi, das von den Rebellen gehalten wird, dauerte nach Angaben des Roten Kreuzes mehr als 27 Stunden.
22 Juni 2011
Verschmutzte Brühe wird zu Trinkwasser
Rotkreuz-Aktive machen praktische Übungen zur Aufbereitung
Diedorf/Landkreis Überflutungen bedrohen seit Menschengedenken Leben und Besitz von Anrainern. Schlagzeilen von verheerenden Überflutungen sind – nicht nur in Asien – bisweilen an der Tagesordnung. Dabei werden auch Brunnen überschwemmt, die normales Trinkwasser liefern.
Spätestens dann sind die Experten der Trinkwasseraufbereitungsanlagen gefragt. Das Rote Kreuz, aktiv in die internationale Katastrophenhilfe eingebunden, hält in ganz Deutschland mobile Trinkwasseraufbereitungsanlagen vor.
Bei einer fünftägigen Fortbildung von Spezialisten des Roten Kreuzes zur Trinkwasseraufbereitung im BRK-Kreisverband Augsburg-Land standen neben dem Erfahrungsaustausch auch praktische Übungen mit den Aufbereitungsanlagen für Trinkwasser auf dem Programm.

Spätestens dann sind die Experten der Trinkwasseraufbereitungsanlagen gefragt. Das Rote Kreuz, aktiv in die internationale Katastrophenhilfe eingebunden, hält in ganz Deutschland mobile Trinkwasseraufbereitungsanlagen vor.
Bei einer fünftägigen Fortbildung von Spezialisten des Roten Kreuzes zur Trinkwasseraufbereitung im BRK-Kreisverband Augsburg-Land standen neben dem Erfahrungsaustausch auch praktische Übungen mit den Aufbereitungsanlagen für Trinkwasser auf dem Programm.
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14 Juni 2011
katastrophaler
Knapp 100 Delegierte des Österreichischen Roten Kreuzes waren vergangenes Jahr im Einsatz – mehr als doppelt so viele wie noch 2009.
Ursache dafür waren außergewöhnlich viele und schwere Naturkatastrophen. „Wir verzeichnen seit einigen Jahren einen signifikanten Anstieg an Naturkatastrophen“, sagt Max Santner, Leiter der Internationalen Hilfe beim Österreichischen Roten Kreuz. „Besonders dramatisch waren die vergangenen 18 Monate: Erdbeben in Haiti, Fluten in Pakistan sowie Erdbeben und Tsunami in Japan.“
Auch in der Humanitären Hilfe bei bewaffneten Konflikten orten Rotkreuz-Experten besorgniserregende Tendenzen. „Erstens gibt es immer mehr komplexe Konfliktsituationen“, sagt Santner
Ursache dafür waren außergewöhnlich viele und schwere Naturkatastrophen. „Wir verzeichnen seit einigen Jahren einen signifikanten Anstieg an Naturkatastrophen“, sagt Max Santner, Leiter der Internationalen Hilfe beim Österreichischen Roten Kreuz. „Besonders dramatisch waren die vergangenen 18 Monate: Erdbeben in Haiti, Fluten in Pakistan sowie Erdbeben und Tsunami in Japan.“
Auch in der Humanitären Hilfe bei bewaffneten Konflikten orten Rotkreuz-Experten besorgniserregende Tendenzen. „Erstens gibt es immer mehr komplexe Konfliktsituationen“, sagt Santner
04 Juni 2011
Wassermanagement in arabischen Staaten
Zu den großen Problemen der Zukunft zählt Wassermangel: Sauberes Trinkwasser fehlt, immer mehr Landstriche versteppen – gerade im arabischen Raum. An Lösungen für das Problem arbeiten auch deutsche Unternehmen.
Abdullah Ali Majdouie ist Geschäftsmann aus Saudi-Arabien. Mit einer Delegation der saudischen Wirtschaft ist er nach Deutschland gekommen, um bestehende Geschäftsbeziehungen zu intensivieren und neue aufzubauen.
Abdullah Ali Majdouie ist Geschäftsmann aus Saudi-Arabien. Mit einer Delegation der saudischen Wirtschaft ist er nach Deutschland gekommen, um bestehende Geschäftsbeziehungen zu intensivieren und neue aufzubauen.
29 Mai 2011
Österreicher trinken gern Trinkwasser
90 Prozent sind einer Studie zufolge mit ihrem Trinkwasser zufrieden.
Mit der Hitze steigt der Durst - mit dem Durstlöscher Nummer eins, dem Trinkwasser, sind die Österreicher zufrieden: Laut dem "AQA Wasserreport" der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) sind 90 Prozent mit der Qualität "sehr zufrieden" bzw. "zufrieden". Mit der Durchschnittsnote von 1,5 (Schulnotenskala) wurde ein Spitzenwert in der Bewertung der Trinkwasserqualität erreicht. "Das heißt einerseits, dass unsere Leistungen anerkannt werden, ist aber gleichzeitig auch Arbeitsauftrag, die Qualität nachhaltig abzusichern", sagte der ÖVGW-Präsident, Wolfgang Malik, bei einem Pressegespräch am Dienstag in Wien.
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Paul-Georg Meister / pixelio.de |
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27 Mai 2011
Wasserkrieg
Der neue Stab des Moses
Moses war verzweifelt. Da hatte er den Juden das gelobte Land versprochen, sie aus Ägypten geführt, den Nil geteilt – und jetzt steckten sie in der Wüste fest. Die Truppe war durstig und fluchte. Gottlob wusste sein metaphysischer Reiseleiter Jahwe Rat und empfahl Moses, mit seinem Stab an einen Felsen zu klopfen. Wundersamerweise sprudelte Wasser heraus und tränkte Volk und Vieh. Mehr als dreitausend Jahre später seufzt der Bewässerungsexperte Naty Barak: „Leider hat uns weder Gott noch Moses die Technologie verraten.“ Und fügt verschmitzt hinzu: „Also müssen wir uns selbst etwas einfallen lassen.“
Schon der erste Premier Israels, David Ben-Gurion, wollte die „Wüste zum Blühen bringen“ – und vertraute dabei mehr auf den Pioniergeist seiner Ingenieure als auf Gottes Segen. Heute sind die Israeli Marktführer bei der Meerwasserentsalzung, versorgen ihre Landwirtschaft mit recyceltem Abwasser und bewässern mit Tröpfchen statt mit Fluten. Start-up-Unternehmer sprühen vor Ideen. Und die ganze Welt profitiert von diesem Vorsprung.
Moses war verzweifelt. Da hatte er den Juden das gelobte Land versprochen, sie aus Ägypten geführt, den Nil geteilt – und jetzt steckten sie in der Wüste fest. Die Truppe war durstig und fluchte. Gottlob wusste sein metaphysischer Reiseleiter Jahwe Rat und empfahl Moses, mit seinem Stab an einen Felsen zu klopfen. Wundersamerweise sprudelte Wasser heraus und tränkte Volk und Vieh. Mehr als dreitausend Jahre später seufzt der Bewässerungsexperte Naty Barak: „Leider hat uns weder Gott noch Moses die Technologie verraten.“ Und fügt verschmitzt hinzu: „Also müssen wir uns selbst etwas einfallen lassen.“
Schon der erste Premier Israels, David Ben-Gurion, wollte die „Wüste zum Blühen bringen“ – und vertraute dabei mehr auf den Pioniergeist seiner Ingenieure als auf Gottes Segen. Heute sind die Israeli Marktführer bei der Meerwasserentsalzung, versorgen ihre Landwirtschaft mit recyceltem Abwasser und bewässern mit Tröpfchen statt mit Fluten. Start-up-Unternehmer sprühen vor Ideen. Und die ganze Welt profitiert von diesem Vorsprung.
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25 Mai 2011
Forderungskatalog
Jeder sechste Mensch hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser
Rund 1,5 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen verunreinigten Trinkwassers. Auf einer gemeinsamen Sitzung in Budapest forderten Parlamentarier aus der EU und den AKP-Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifik (EU-AKP) unter anderem bessere sanitäre Versorgung, Strafen für Wasserverschmutzung und mehr Anstrengungen zum Schutz des Regenwaldes.
Für Milliarden von Menschen bleibt ein Wasserhahn, aus dem sauberes Wasser fließt, ein unerreichbarer Traum. Mehr als eine Milliarde Menschen haben überhaupt keinen Zugang zu Trinkwasser. Unzureichende Abfallentsorgung ist dafür häufig der Grund: In Entwicklungsländern werden rund 70 % allen Industriemülls unbehandelt in Flüssen und Seen abgeladen. Auch die Landwirtschaft und ungeklärte Fäkalien tragen zur Wasserverschmutzung bei.
"Eine gute sanitäre Infrastruktur ist die wichtigste Voraussetzung für ein gesundes Leben", sagt deshalb die deutsche EU-Abgeordnete Christa Klass von der Europäischen Volkspartei.

Für Milliarden von Menschen bleibt ein Wasserhahn, aus dem sauberes Wasser fließt, ein unerreichbarer Traum. Mehr als eine Milliarde Menschen haben überhaupt keinen Zugang zu Trinkwasser. Unzureichende Abfallentsorgung ist dafür häufig der Grund: In Entwicklungsländern werden rund 70 % allen Industriemülls unbehandelt in Flüssen und Seen abgeladen. Auch die Landwirtschaft und ungeklärte Fäkalien tragen zur Wasserverschmutzung bei.
"Eine gute sanitäre Infrastruktur ist die wichtigste Voraussetzung für ein gesundes Leben", sagt deshalb die deutsche EU-Abgeordnete Christa Klass von der Europäischen Volkspartei.
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23 Mai 2011
An vorderster Front
Aus Brühe wird Trinkwasser
Rot-Kreuz-Mitarbeiter wurden zu Experten für Trinkwasseraufbereitung in Katastrophengebieten ausgebildet.
Wenn es Menschen nach Umweltkatastrophen am Nötigsten fehlt, kommen sie zum Einsatz: die Trinkwasser-Spezialisten des Österreichischen Roten Kreuzes. Denn aus schmutziger Brühe Trinkwasser zu machen, ist gar nicht so einfach. Vergangenes Wochenende waren angehende Fachleute aus Österreich (darunter auch Burgenländer), Slowenien und Kroatien in Eisenstadt zu Gast, um sich in Sachen Wasseraufbereitung weiterzubilden und abschließend bei einer praktischen Prüfung ihr Können unter Beweis zu stellen.
Schauplatz war das Gebiet rund um das Rückhaltebecken in Kleinhöflein, auf dem auch ein Zeltlager für die Freiwilligen aufgebaut wurde. Das Ziel der Übung: Aus dem verschmutzten Wasser des Rückhaltebeckens innerhalb kurzer Zeit Trinkwasser herzustellen. 25 Teilnehmer dieses technischen Grundkurses trainierten in der Landeshauptstadt für den Ernstfall. "Filteranlagen mussten aufgestellt und technisch betrieben werden. Jeder Handgriff wurde so oft geübt, bis er gesessen ist", erläutert Rot Kreuz-Projektmanager Walter Hajek aus Eisenstadt.
Rot-Kreuz-Mitarbeiter wurden zu Experten für Trinkwasseraufbereitung in Katastrophengebieten ausgebildet.
Wenn es Menschen nach Umweltkatastrophen am Nötigsten fehlt, kommen sie zum Einsatz: die Trinkwasser-Spezialisten des Österreichischen Roten Kreuzes. Denn aus schmutziger Brühe Trinkwasser zu machen, ist gar nicht so einfach. Vergangenes Wochenende waren angehende Fachleute aus Österreich (darunter auch Burgenländer), Slowenien und Kroatien in Eisenstadt zu Gast, um sich in Sachen Wasseraufbereitung weiterzubilden und abschließend bei einer praktischen Prüfung ihr Können unter Beweis zu stellen.
Schauplatz war das Gebiet rund um das Rückhaltebecken in Kleinhöflein, auf dem auch ein Zeltlager für die Freiwilligen aufgebaut wurde. Das Ziel der Übung: Aus dem verschmutzten Wasser des Rückhaltebeckens innerhalb kurzer Zeit Trinkwasser herzustellen. 25 Teilnehmer dieses technischen Grundkurses trainierten in der Landeshauptstadt für den Ernstfall. "Filteranlagen mussten aufgestellt und technisch betrieben werden. Jeder Handgriff wurde so oft geübt, bis er gesessen ist", erläutert Rot Kreuz-Projektmanager Walter Hajek aus Eisenstadt.
22 Mai 2011
ERU Ausbildung im Burgenland
XH2O-Project: Ausbildung für Trinkwasseraufbereitung
Sie sind besonders in Katastrophenfällen gefragt: Die Trinkwasser-Spezialisten des Roten Kreuzes. Denn sauberes Wasser ist überlebensnotwendig.
Es ist faszinierend, zuzuschauen, wie die Spezialistinnen und Spezialisten des Roten Kreuzes aus einer braunen Wasserbrühe sauberes Trinkwasser produzieren. Und es sieht wesentlich einfacher aus, als es wirklich ist. Denn bis man diese Fertigkeit beherrscht, ist es ein langer Ausbildungsweg. Und diesen Weg gehen gerade 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes in Eisenstadt.
Sie sind besonders in Katastrophenfällen gefragt: Die Trinkwasser-Spezialisten des Roten Kreuzes. Denn sauberes Wasser ist überlebensnotwendig.
Es ist faszinierend, zuzuschauen, wie die Spezialistinnen und Spezialisten des Roten Kreuzes aus einer braunen Wasserbrühe sauberes Trinkwasser produzieren. Und es sieht wesentlich einfacher aus, als es wirklich ist. Denn bis man diese Fertigkeit beherrscht, ist es ein langer Ausbildungsweg. Und diesen Weg gehen gerade 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes in Eisenstadt.
14 Mai 2011
Sandig
Da sitz ich nun also in der Lobby vom Hotel in Zarzis und schreibe meinen ersten Blogeintrag über meine erste mission mit der Föderation in Tunesien. Falls ich überhaupt Erwartungen hatte wie es aussehen wird (der Einsatz, nicht das Hotel), dann sind die sowieso über den Haufen geworfen. An der mission ist alles strange. Angefangen bei der Unterkunft (Hotel ist ja dann doch nicht vergleichbar mit einem Leben im Camp), über das Fahrverhalten der Leute hier (das ich ja schon bei der Fahrt von Djerba nach Zarzis geniessen durfte), bis hin zum Basecamp mit den vielen Freiwilligen für den Tunesischen Roten Halbmond und natürlich dem Transit-camp, meinen Einsatzort.
06 Mai 2011
Die Freiwilligen 2011

Barbara Rouchouze ist eine von 100 Trinkwasser-Experten des Roten Kreuzes, die die Versorgung mit sauberem Wasser in Krisengebieten der Erde sichern.
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