In weiten Teilen Afrikas südlich der Sahara ist sauberes Trinkwasser nach wie vor Mangelware. "Große Probleme mit einer flächendeckenden Versorgung gibt es zur Zeit insbesondere im Sudan", sagt Max Santner, Leiter der Internationalen Hilfe beim Österreichischen Roten Kreuz. Tausende Flüchtlinge und Rückkehrer sitzen zurzeit in Camps an der Grenze zwischen Nord- und Südsudan fest. "Vielen Menschen dient der Nil momentan als einzige Wasserquelle", sagt Santner und warnt vor den dramatischen gesundheitlichen Konsequenzen von verschmutztem Trinkwasser.
Das österreichische Rote Kreuz hat am Wochenende zwei Trinkwasserexperten in den Sudan entsandt. Don Atkinson und der Oberösterreicher Philipp Polanski werden gemeinsam mit Freiwilligen des Sudanesischen Roten Halbmonds eine Trinkwasseraufbereitungsanlage betreiben
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20 März 2012
03 Juli 2011
Sudan: Eine neue Rotkreuzgesellschaft entsteht
Sudan: Leben retten macht stark
Am 9. Juli wird der Süd-Sudan ein unabhängiger Staat. Damit wird auch eine neue Rotkreuz-Gesellschaft entstehen. Ein Bericht über die Aufbau-Arbeit im Süd-Sudan von Faye Callaghan.
"Wenn Du jemanden das Leben rettest, beflügelt das Deine Arbeit. Du hast ein Ziel erreicht, Du bist stärker und bereit, es wieder zu tun." Taban Sabir schildert die düstere Realität im Sudan. Rotkreuz-Freiwillige sind dort beinahe täglich zu Hilfsmaßnahmen gezwungen, die über Leben oder Tod entscheiden.
Immer wieder aufflammende Konflikte und die schlechte medizinische Versorgung machen solche Einsätze notwendig. Am 9. Juli wird der Süd-Sudan ein unabhängiger Staat sein und damit auch das Recht auf eine eigene nationale Rotkreuz-Gesellschaft haben.
Am 9. Juli wird der Süd-Sudan ein unabhängiger Staat. Damit wird auch eine neue Rotkreuz-Gesellschaft entstehen. Ein Bericht über die Aufbau-Arbeit im Süd-Sudan von Faye Callaghan.
"Wenn Du jemanden das Leben rettest, beflügelt das Deine Arbeit. Du hast ein Ziel erreicht, Du bist stärker und bereit, es wieder zu tun." Taban Sabir schildert die düstere Realität im Sudan. Rotkreuz-Freiwillige sind dort beinahe täglich zu Hilfsmaßnahmen gezwungen, die über Leben oder Tod entscheiden.
Immer wieder aufflammende Konflikte und die schlechte medizinische Versorgung machen solche Einsätze notwendig. Am 9. Juli wird der Süd-Sudan ein unabhängiger Staat sein und damit auch das Recht auf eine eigene nationale Rotkreuz-Gesellschaft haben.
14 März 2011
Kämpfe im Sudan
Friedliche Spaltung des Landes gefährdet
Kampala - Heftige Kämpfe im Südsudan verschärfen die Spannungen zwischen dem Regime in Khartum und der autonomen Regierung in Juba. Die Gefechte in den Ölgebieten nahe der Trennlinie zwischen Nord und Süd gefährden die geplante friedliche Spaltung des größten afrikanischen Landes in zwei souveräne Staaten, die für Juli vorgesehen ist. Die Südsudanesen haben in einem Referendum im Januar für ihre Unabhängigkeit gestimmt. Wie der Generalsekretär der früheren Rebellenpartei SPLM nun erklärte, habe der Südsudan seine Verhandlungen mit dem Norden vorübergehend abgebrochen.
18 Oktober 2010
Sun, Dust and Tea
Die Entwicklungspolitischen Filmtage in Linz kommen gerade rechtzeitig um euch mit ein paar Neuigkeiten aus dem Sudan zu versorgen.
Wir…das sind Florian Hofer, Georg Ecker (beide OOE) und Sanja Faraguna (Kroatisches Rotes Kreuz) befinden uns gerade im Sudan, genauer gesagt in El Obeid wo wir als Trainer an einem WatSan Disaster Response Kit Training teilnehmen. Ich befinde mich nun schon seit ca. 2 Monaten im Sudan und habe in den letzten Wochen hauptsächlich dem Project Manager des OeRK bei den Vorbereitungen für dieses Training unterstützt.
Vor zwei Wochen und schließlich auch vor ein paar Tagen ist der Rest des Trainerteams eingetroffen und wir befinden uns gerade mitten in den Vorbereitungen fuer das Zweite und letzte Training. Nach einer Woche können wir zwar behaupten das wir sehr gut vorbereitet sind und die kommenden Tage ein leichtes Spiel werden, doch geizt dieses Land nicht mit Überraschungen und belehrt uns Europäer nicht selten eines Besseren.
11 Oktober 2010
Veranstaltungstip: Schwerpunkt Sudan im Moviemento
Die Entwicklungspolitischen Filmtage in Linz widmen sich von 15.-20. Oktober 2010, mit dem größten Land Afrikas, dem SUDAN:
18:00 Uhr: Eröffnung im Moviemento Kino
18:30 Uhr: Eröffnungsfilm „Dar Fur – War for Water“ (OmdU)
Anschließend: Vortrag "Sudan nach der Wahl. Einheit oder Zerfall?" von Otmar Höll (Direktor oiip) mit Diskussion
21:00 Uhr: Ausklang im Gelben Krokodil mit Speisen aus dem Sudan
19 März 2009
Floh allein im Sudan

Die Region Kordofan – im Zentrum des Landes – gehört zu den heißesten und trockensten Gebieten im Sudan. Wasser ist für die Menschen Mangelware und ein sehr kostbares Gut. Häufig bestimmt der tägliche bis zu fünf Stunden dauernde Fußmarsch zur nächsten Wasserstelle den Alltag von Frauen und Kindern.
Das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK), das in den letzten Jahren – gemeinsam mit dem Sudanesischen Roten Halbmond – u. a. für die Errichtung von 30 Brunnen verantwortlich zeichnete, startet mit der Entsendung des Oberösterreichers Florian Hofer ein weiteres Hilfsprojekt ganz unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“: So erhalten schon bald vier Provinzen, der immer wieder von Dürreperioden und Überschwemmungen heimgesuchten Region Kordofan – sogenannte „water and sanitation disaster response kits“. Dabei handelt es sich um kleine Wasseraufbereitungsanlagen, die bis zu 5.000 Personen täglich mit sauberem Trinkwasser versorgen können. Die Ausrüstung wird vom ÖRK angekauft und in den nächsten Wochen in den Sudan gebracht. Den notwendigen Lokalaugenschein übernimmt dabei der junge Rotkreuz-Profi aus Steyr: „Meine Aufgabe ist es, in einem ersten Schritt die notwendigen Rahmenbedingungen sicherzustellen: D.h. wir sorgen, wenn nötig, für die entsprechenden Lagerbedingungen und bereiten alle organisatorischen Schritte vor, damit die für Mai 2009 geplante, großangelegte Schulungsoffensive so effizient wie möglich erfolgen kann. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sudanesischen Roten Halbmondes werden im Anschluss von uns (im Mai kommen weitere vier Kollegen) vor allem in der Handhabung der Geräte geschult. Pro Provinz gehen wir von etwa 10 Teilnehmern aus“, gibt der junge Rotkreuzler Einblick in das bevorstehende Hilfsprojekt und freut sich auf seinen dritten Auslandseinsatz.
12 Dezember 2008
Hemma im Sudan

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14 März 2008
Tschad/Sudan: Neuer Anlauf für den Frieden
Nach fünfjährigen Feindseligkeiten und mehreren gescheiterten Annäherungsversuchen haben die Präsidenten der afrikanischen Nachbarstaaten Tschad und Sudan ein Friedensabkommen unterzeichnet.
Der tschadische Präsident Idriss Deby und sein sudanesischer Kollege Omar el Beschir setzten am späten Donnerstagabend ihre Unterschrift unter den Vertrag. Danach reichten sich die bisherigen Rivalen in Anwesenheit von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Hände. Das Abkommen ist bereits der sechste Versuch, den Konflikt zu beenden. Gastgeber für die Unterzeichnung im senegalesischen Dakar war Senegals Präsident Abdulaje Wade.
In dem Vertragstext erklären die Präsidenten Tschads und Sudans, alle destabilisierenden Aktivitäten bewaffneter Gruppen auf ihrem Territorium zu unterbinden. Zudem verpflichteten sich Deby und Beschir zur persönlichen Versöhnung und Normalisierung der Beziehungen zwischen ihren Ländern. Beide sagten zu, sich für Frieden und Stabilität in der vom Konflikt in der westsudanesischen Krisenregion Sudan in Mitleidenschaft gezogenen Grenzregion des Tschads einzusetzen.
Die Forderungen des neuen Friedensabkommens unterscheiden sich kaum von denen vorheriger Versuche zur Beendigung des Konflikts. Allerdings soll künftig eine neu eingerichtete Kontrollgruppe seine Umsetzung prüfen. Mitglieder der Gruppe, die sich einmal monatlich treffen soll, sind die Außenminister Libyens, des Kongo, Senegals, Gabuns und Eritreas.
Bild: Fokus - Der sudanesische Präsident Omar el Beschir (l.) und sein tschadischer Kollege Idriss Deby
Der tschadische Präsident Idriss Deby und sein sudanesischer Kollege Omar el Beschir setzten am späten Donnerstagabend ihre Unterschrift unter den Vertrag. Danach reichten sich die bisherigen Rivalen in Anwesenheit von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Hände. Das Abkommen ist bereits der sechste Versuch, den Konflikt zu beenden. Gastgeber für die Unterzeichnung im senegalesischen Dakar war Senegals Präsident Abdulaje Wade.
In dem Vertragstext erklären die Präsidenten Tschads und Sudans, alle destabilisierenden Aktivitäten bewaffneter Gruppen auf ihrem Territorium zu unterbinden. Zudem verpflichteten sich Deby und Beschir zur persönlichen Versöhnung und Normalisierung der Beziehungen zwischen ihren Ländern. Beide sagten zu, sich für Frieden und Stabilität in der vom Konflikt in der westsudanesischen Krisenregion Sudan in Mitleidenschaft gezogenen Grenzregion des Tschads einzusetzen.
Die Forderungen des neuen Friedensabkommens unterscheiden sich kaum von denen vorheriger Versuche zur Beendigung des Konflikts. Allerdings soll künftig eine neu eingerichtete Kontrollgruppe seine Umsetzung prüfen. Mitglieder der Gruppe, die sich einmal monatlich treffen soll, sind die Außenminister Libyens, des Kongo, Senegals, Gabuns und Eritreas.
Quelle: Fokus
Bild: Fokus - Der sudanesische Präsident Omar el Beschir (l.) und sein tschadischer Kollege Idriss Deby
27 Dezember 2007
Frieden schaffen mit Medizin

Südöstlich der Kleinstadt Mukjar leben mehrheitlich arabischstämmige Nomaden. Arabische Reitermilizen werden für die schlimmsten Übergriffe in Darfur verantwortlich gemacht. Die Regierung in Khartum setzte sie ein, um den Aufstand afrikanischstämmiger Rebellen niederzuschlagen. Seitdem konzentriert sich die Unterstützung der rund 13.000 ausländischen Helfer auf die mehr als zwei Millionen afrikanischstämmigen Sudanesen, die in Darfur vor der Gewalt aus ihren Dörfern flohen - dass auch die arabische Bevölkerung unter dem Konflikt und jahrelanger Vernachlässigung zu leiden hatte, geriet in Vergessenheit.
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Quelle: Frankfurther Allgemeine Zeitung
05 Oktober 2007
Deutsch-Schwedischer WatSan-Einsatz im Sudan
Die Regenzeit kam früher als sonst"Auf die Regenzeit freuen sich die Menschen das ganze Jahr. 2007 kam dann alles anders. Die Niederschläge begannen einen Monat vor der üblichen Zeit. Zweimal waren sie so heftig, dass es zu großen Schäden kam", sagt Osman. Die Menschen hätten Angst, dass die Regenfälle mit dem Klimawandel zusammenhängen. Insgesamt 17 afrikanische Länder sind zurzeit von Überflutungen betroffen.
Faqeir Edris Faqeir befürchtet, dass sich in den gewaltigen Wasserlachen im Viertel die Moskitos vermehren und mit ihnen Malaria über seine Familie kommt. Auch die finanzielle Zukunft sieht er mit Besorgnis. "Wie sollen wir das alles wieder aufbauen, womit das Verlorene bezahlen?", seufzt der alte Mann. Süßigkeiten, Socken und Seife haben die Faqeirs verkauft. Die meiste Ware ist verdorben.
Unbrauchbar ist auch der Wasserhahn, der aus dem Schlamm hervorragt. Der alte Mann dreht ihn auf, es kommt kein Tropfen heraus. Aber das verschmutzte Wasser könnte die Familie ohnehin nicht trinken. Damit das Flutwasser abfließen kann, wurden in den betroffenen Vierteln Gräben gezogen. Eine ungeliebte Folge der hastigen Graberei: Viele Wasserleitungen sind beschädigt, das Wasser verschmutzt. Im Viertel der Faqeirs ist kaum noch eine Latrine intakt. Fäkalien, Müll - alles wurde fortgeschwemmt.
"Nach einer Katastrophe die Versorgung der Betroffenen mit sauberem Trinkwasser sicherzustellen, ist eine der wichtigsten Aufgaben", sagt DRK-Teamleiter Johann Keppler. "Sonst drohen Durchfallerkrankungen und Seuchen. In Kosti werden wir mindestens 20.000 Menschen mit Trinkwasser versorgen, eventuell wird die Kapazität noch erhöht."
Hinter Keppler glänzen zwei Wassertanks in der Sonne. Gerade eben aus Deutschland eingeflogen und aufgebaut, keine zwei Kilometer Luftlinie von den Faqeirs entfernt. Bald wird ein dritter Tank stehen.
"Wir pumpen das kontaminierte Wasser aus der vorhandenen Leitung in die Tanks, reinigen es und stellen es dann zur Verteilung an die Bevölkerung zur Verfügung. Das Wasser wird zuerst mit Eselkarren verteilt, schrittweise muss dann das Leitungssystem in Ordnung gebracht werden", so Keppler.
Hilfe zur SelbsthilfeWolfgang Hahn heißt der zweite Deutsche im Team, daneben sind zwei Schweden und ein Kenianer im Einsatz. Vier bereits ausgebildete Helfer des Sudanesischen Roten Halbmonds packen beim Aufbau und Betrieb ebenfalls mit an, zehn weitere Helfer aus Kosti sollen trainiert werden. "Wenn das Deutsche Rote Kreuz abzieht, sind unsere Freunde vom Sudanesischen Roten Halbmond bestens ausgebildet. Das ist eine wichtige Stärkung für den zukünftigen Katastrophenschutz vor Ort, eine Investition in eine sicherere Zukunft", sagt Keppler.
Keine zwei Kilometer entfernt lebt ein 70-Jähriger in Trümmern. Faqeir Edris Faqeir hat an diesem Tag nicht mehr viel aus dem Schlamm retten können. Sauberes Trinkwasser aus dem Hahn, das wäre ein wichtiger Anfang.
Der Journalist und Fotograf Till Meyer arbeitet neben seiner Tätigkeit als Tageszeitungsjournalist regelmäßig für das DRK.
Quelle: n24.de
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15 September 2007
Deutsch - Schwedischer Masswatereinsatz angelaufen
Sudan: DRK sendet Hilfsflug ins ÜberschwemmungsgebietDas Deutsche Rote Kreuz (DRK) sendet einen Hilfsflug von Berlin-Schönefeld nach Sudan. An Bord: Eine Anlage zur Reinigung und Verteilung von Trinkwasser. Nach starken Regenfällen und Überschwemmungen des Nil, sind zehntausende Menschen obdachlos geworden und haben keinen Zugang zu frischem Wasser. Die Seuchengefahr ist groß. Vor allem für Kinder unter fünf Jahren kann schmutziges Trinkwasser tödlich sein.
Ein Team von drei Experten aus Deutschland und zwei vom Schwedischen Roten Kreuz fliegt nächste Woche ebenfalls nach Sudan. Zusammen mit dem Sudanesischen Roten Halbmond werden sie die Bevölkerung im Ort Kosti am weißen Nil mit frischem Trinkwasser versorgen.
Quelle: DRK
11 Juni 2007
Werner Kerschbaum in Darfur

Von Spitzenpolitikern viel diskutiert, für Medien zum kaum erreichbaren Hot-Spot stilisiert, ist der Westen des Sudan allem voran eine Heimat für geschätzte zwei Millionen Binnenflüchtlinge geworden.
Über 200.000 Menschen fanden laut UN-Angaben bereits den Tod. Das ÖRK betreibt im West-Darfur ein Projekt zur Basisgesundheitsversorgung. Werner Kerschbaum kehrt nach zehn Tagen im größten Land Afrikas tief beeindruckt zurück.
Quelle: österreichisches Rotes Kreuz
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