Humanitäre Hilfe
Will Österreich tatsächlich in Fragen der Menschenrechte und der humanitären Hilfe international eine Rolle spielen? Wenn ja, ist ein Kurswechsel angesagt: weg von einer Politik des Mitleids, hin zu einer Politik der Verantwortung - Von Max Santner
Es kommt Bewegung in die staatliche Hilfe für die vom Dürre und Hunger betroffenen Menschen in Ostafrika. Am 6. Oktober hat Außenminister Spindelegger in einer Aussendung angekündigt, ein Zeichen der Solidarität zu setzen und die österreichischen Hilfszahlungen aufzustocken. Und seit dem 12. Oktober ist klar, dass er es sehr ernst damit meinte. Die Bundesregierung versechsfacht die Hilfsgelder auf 8,5 Millionen Euro. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass zuvor kaum ein Land in der Europäischen Union weniger Geld zur Verfügung gestellt hat als Österreich, ist das erfreulich und ein Schritt in die richtige Richtung. Vielleicht schafft es Spindelegger, diesen Schwung mitzunehmen und wird jener Außenminister, der die staatliche humanitäre Hilfe neu organisiert - so, dass Österreich auch international in diesem Bereich nicht mehr unterhalb der Wahrnehmungsgrenze grundelt.
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26 Oktober 2011
18 Juli 2011
Dürre in Afrika: Hungernde in Ostafrika brauchen mehr Hilfe
Britischer Entwicklungsminister: "Einige lächerliche Angebote reicher europäischer Staaten", während 500.000 Kinder vom Hungertod bedroht seien
Nairobi/Adis Abeba/Wien - Angesichts der Hungerkatastrophe in Ostafrika wuchs am Wochenende weltweit die Sorge vor einer weiteren Verschärfung der Krise. Alle müssten das Ausmaß der Situation begreifen und sich mehr anstrengen, sagte der britische Entwicklungsminister Andrew Mitchell bei einem Besuch im Osten Kenias.
Papst Benedikt XVI. rief bei seinem Sonntagsgebet "alle Menschen guten Willens" zu "Hilfe und Solidarität" mit den Dürreopfern auf. Das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF rechnet mit 500.000 Kindern, die vom Hungertod bedroht sind. Am Samstag reisten zwei österreichische Caritas-Mitarbeiter nach Ostafrika.
Nairobi/Adis Abeba/Wien - Angesichts der Hungerkatastrophe in Ostafrika wuchs am Wochenende weltweit die Sorge vor einer weiteren Verschärfung der Krise. Alle müssten das Ausmaß der Situation begreifen und sich mehr anstrengen, sagte der britische Entwicklungsminister Andrew Mitchell bei einem Besuch im Osten Kenias.
Papst Benedikt XVI. rief bei seinem Sonntagsgebet "alle Menschen guten Willens" zu "Hilfe und Solidarität" mit den Dürreopfern auf. Das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF rechnet mit 500.000 Kindern, die vom Hungertod bedroht sind. Am Samstag reisten zwei österreichische Caritas-Mitarbeiter nach Ostafrika.
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11 Januar 2011
Flutwelle erreicht Brisbane
Evakuierungen
Bisher acht Tote - Lage wird sich vermutlich verschärfen
Sydney - Eine erste Flutwelle hat die australische Millionenstadt Brisbane erreicht. Nach Medienberichten vom Dienstag gab es bereits erste Evakuierungen. Anrainer aus niedriger gelegenen Gebieten brachten sich in Sicherheit. Der Fährverkehr sowie die Zug- und Busverbindungen wurden in Teilen der Stadt einstellt. Die Polizei sperrte Straßen ab. Es wird erwartet, dass sich die Lage in Brisbane in den kommenden beiden Tagen noch verschärfen wird. In Erwartung des Hochwassers waren in der Zwei-Millionen-Stadt Zehntausende Sandsäcke gefüllt worden.
Bisher acht Tote - Lage wird sich vermutlich verschärfen

27 Oktober 2010
Epidemie
Die Cholera erreicht Haitis Hauptstadt
Mehr als 200 Menschen starben an der Cholera - Sollte die Krankheit in der Hauptstadt ausbrechen, droht eine Katastrophe
Port-au-Prince - 1,5 Millionen Menschen, die in Zeltstädten ohne Kanalisation leben, und tödlicher Brechdurchfall - Haiti droht eine neue Katastrophe. In dem Inselstaat ist die Cholera ausgebrochen. Im Verlauf des Wochenendes starben mehr als 220 Menschen, fast 3000 wurden in Spitälern behandelt.
Die meisten Menschen erkrankten im Norden der Insel in und um die Stadt St. Marc, 60 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Port-au-Prince. Die Behörden fürchten nun, dass die Krankheit sich ausbreiten und die Hauptstadt erreichen könnte. Ein dreiviertel Jahr nach dem Erdbeben ist die Stadt immer noch zerstört, hunderttausende Menschen leben in und um Port-au-Prince in Zelten.
Die meisten Menschen erkrankten im Norden der Insel in und um die Stadt St. Marc, 60 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Port-au-Prince. Die Behörden fürchten nun, dass die Krankheit sich ausbreiten und die Hauptstadt erreichen könnte. Ein dreiviertel Jahr nach dem Erdbeben ist die Stadt immer noch zerstört, hunderttausende Menschen leben in und um Port-au-Prince in Zelten.
08 September 2010
Wo CNN die Kameras hat
Der Tiroler EU-Katastrophenschutz-Experte Bernd Noggler berichtet über "das mit Abstand Schlimmste, mit dem ich je konfrontiert war"
derStandard.at: Die allgemeine „Bestürztheit" über die Flutkatastrophe in Pakistan hält sich in Österreich stark in Grenzen. Woran liegt das?
derStandard.at: Die allgemeine „Bestürztheit" über die Flutkatastrophe in Pakistan hält sich in Österreich stark in Grenzen. Woran liegt das?
Bernd Noggler: Die Überschwemmungen dauern schon sehr lange und sind nicht so eine massive Einzelkatastrophe wie ein Erdbeben oder ein Hurrikan. Noch dazu befindet sich Pakistan in der „falschen geographischen" Gegend: Gruppen der Taliban haben zum Teil viel Einfluss, das Militär ist sehr stark, das Land ist eine Atommacht und wird von rund 20 Familien beherrscht - sowohl wirtschaftlich als auch politisch.
derStandard.at: Genau das wird auch bei vielen Usern von derStandard.at immer wieder als Grund genannt, nicht für Pakistan zu spenden oder sogar dagegen zu argumentieren - im Sinne von: „Die sollen einfach die Atomwaffen verkaufen." Wie ist die Lage vor Ort tatsächlich?
Noggler: Der „kleine Mann" in Pakistan hat gerade in der jetzigen Situation gar nix davon, dass das Land eine Atommacht ist - und klarerweise gibt es Korruption in diesem Land. Aber weder auf Staats- noch auf Provinzebene habe ich bisher erlebt, dass jemand gesagt hat: „Jetzt schmier´ mich zuerst einmal." Auch von keinem Kollegen habe ich so etwas gehört. Aber wir sind eben nur Ersthelfer und bald wieder weg. Bei langfristigen Projekten kann das sicher anders ausschauen.
02 Februar 2009
Simbabwe: 12 Nullen bei der Landeswährung gestrichen
Die offizielle Inflationsrate liegt nun bei 231 Millionen Prozent
Johannesburg/Harare - Im Kampf gegen die millionenfache Hyperinflation hat Simbabwes Zentralbank am Montag die Streichung von 12 Nullen bei der Landeswährung bekanntgegeben. Mitte vergangenen Jahres hatte sie bereits 10 Nullen gestrichen. Der afrikanische Krisenstaat hatte vor kurzem einen neuen Geldschein im Nominalwert von 100 Bill. Simbabwe-Dollar in Umlauf gebracht. Am Sonntag gab es für einen US-Dollar 250 Bill. Simbabwe-Dollar.
Die Inflation in dem afrikanischen Krisenstaat beträgt nach offiziellen Angaben 231 Mio. Prozent, liegt nach Ansicht von Ökonomen aber beim Zehnfachen und ist die höchste der Welt.
Quelle: derStandard
Johannesburg/Harare - Im Kampf gegen die millionenfache Hyperinflation hat Simbabwes Zentralbank am Montag die Streichung von 12 Nullen bei der Landeswährung bekanntgegeben. Mitte vergangenen Jahres hatte sie bereits 10 Nullen gestrichen. Der afrikanische Krisenstaat hatte vor kurzem einen neuen Geldschein im Nominalwert von 100 Bill. Simbabwe-Dollar in Umlauf gebracht. Am Sonntag gab es für einen US-Dollar 250 Bill. Simbabwe-Dollar.
Die Inflation in dem afrikanischen Krisenstaat beträgt nach offiziellen Angaben 231 Mio. Prozent, liegt nach Ansicht von Ökonomen aber beim Zehnfachen und ist die höchste der Welt.
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01 Februar 2009
Zahl der Cholera-Toten auf über 3.000 gestiegen
57 Tote allein in dieser Woche - Seit Beginn der Epidemie mehr als 57.700 Menschen infiziert
Die Zahl der Cholera-Toten in Simbabwe ist auf über 3.000 gestiegen. In dem südafrikanischen Land erlagen bisher 3.028 Menschen der Krankheit, wie die Vereinten Nationen in Genf mitteilten. Allein in dieser Woche starben 57 Patienten.
Seit Beginn der Epidemie im August haben sich mehr als 57.700 Menschen mit Cholera infiziert. Mehr als ein Viertel der neuen Fälle wurde aus dem Bezirk Kadoma gemeldet.
Cholera wird zumeist über verunreinigtes Wasser übertragen und gilt unter normalen Umständen als leicht heilbare Krankheit. Das Gesundheitssystem in Simbabwe ist aber weitgehend zusammengebrochen, und die Trinkwasserversorgung ist desolat. (APA/AP)

Seit Beginn der Epidemie im August haben sich mehr als 57.700 Menschen mit Cholera infiziert. Mehr als ein Viertel der neuen Fälle wurde aus dem Bezirk Kadoma gemeldet.
Cholera wird zumeist über verunreinigtes Wasser übertragen und gilt unter normalen Umständen als leicht heilbare Krankheit. Das Gesundheitssystem in Simbabwe ist aber weitgehend zusammengebrochen, und die Trinkwasserversorgung ist desolat. (APA/AP)
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19 Juni 2007
Weltflüchtlingstag: Rotes Kreuz betont Langzeit-Hilfe für den Sudan
Basisgesundheitsversorgung in Darfur und langfristige Wiederherstellung der Lebensbedingungen im Zentrum der HilfeRund zwei Millionen Binnenflüchtlinge und über 200.000 Todesopfer verzeichnet der Sudan bis dato. Grund dafür sind Konflikte, mangelnde Ressourcen, allem voran Wasserknappheit, und Naturkatastrophen. Anlässlich des Weltflüchtlingstages hebt das Österreichische Rote Kreuz in einer Aussendung die Notwendigkeit der umfassenden Hilfe und des langfristigen Engagements für das größte afrikanische Land hervor.
Seit Jahren zählt der Sudan zur den weltweit größten Krisenregionen. "Das Ausmaß der Katastrophe ist enorm, die Situation ist angespannt. Ein Klima mit Temperaturen bis zu 50 Grad erschwert die Lebensbedingungen für Flüchtlinge wie auch Helfer. Aufgrund der Konflikte haben sich bereits viele Organisationen zurückgezogen, aber das Rote Kreuz bleibt", betont Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des ÖRK, die Kapazität und den "langen Atem" des Roten Kreuzes.
Sudan größtes Rotkreuz-AktionsgebietSeit 1978 ist das Internationale Rote Kreuz mit 160 Delegierten aus dem Ausland und 2000 sudanesischen Mitarbeitern an Ort und Stelle. Mit einem Jahresbudget von 48 Millionen Euro ist der Sudan das weltweit größte und bedeutendste Rotkreuz-Aktionsgebiet. 40.000 Freiwillige leisten einen maßgeblichen Beitrag zur Rotkreuz-Arbeit in einem schwierigen Umfeld.
Mit drei österreichischen Delegierten spannt alleine die Hilfe des ÖRK einen weiten Bogen: mittels Mobiler Kliniken versorgt das Rote Kreuz in der Krisenregion Darfur rund 60.000 Menschen mit Basisgesundheitsdiensten. Die Hilfe reicht von Erstversorgung über Medikamentenverteilung bis zu Impfprogrammen. Im Zentrum des Landes, in der Provinz Kordofan, liegt der Schwerpunkt des Programms in der Wiederherstellung der Lebensbedingungen für Rückkehrende. "Hier gilt es, die Menschen in ihrer ehemaligen Heimat wieder zu integrieren und ihnen Perspektiven für die Zukunft zu geben", so Kopetzky.
"Ersten, die kommen und letzten, die gehen"Oberste Priorität hat sauberes Trinkwasser, das durch den Bau von Brunnen gewährleistet wird. Kombiniert mit Hygienetrainings werden Krankheiten maßgeblich reduziert. Zur Sicherstellung der Grundbedürfnisse und als Perspektive für die Zukunft umfasst das Programm auch Obst- und Gemüseanbau. "Unzählige Menschen im Sudan mussten alles zurücklassen und stehen vor dem blanken Nichts. Wir sind die ersten, die kommen und die letzten, die gehen", so Kopetzky zur Rotkreuz-Hilfe.
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