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26 August 2008

The Devil came on horseback - Die Todesreiter von Darfur

Dokumentation: Aus Sicht eines unbeteiligten US-amerikanischen Beobachters berichtet der Film aus erster Hand über den brutalen Völkermord in der westsudanesischen Region Darfur.

Durch die Verwendung von über tausend exklusiven und erschütternden Fotografien, die
der ehemalige Hauptmann der US-Marineinfanterie Brian Steidle während seiner Tätigkeit
als militärischer Beobachter der Afrikanischen Union aufgenommen hat, wird der
Zuschauer mit den brutalen Attacken einer arabischstämmigen Regierung konfrontiert, die anscheinend alles daransetzt, die eigenen schwarzafrikanischen Staatsbürger zu
eliminieren. Als offizieller militärischer Beobachter bekam Steidle in den Jahren 2004 und
2005 Zugang zu jenen Teilen des Landes, in die damals kein Journalist hineingelassen
wurde. Darauf, was er dort mit eigenen Augen erleben würde, war er jedoch keineswegs
vorbereitet – auch nicht darauf, dass auf ihn geschossen und er als Geisel genommen
wurde. Und dass er als ausgebildeter US-Soldat nicht im Stande war, wenigstens das Leben von kleinen Kindern zu retten.

Letztlich frustriert von der Untätigkeit der Staatengemeinschaft quittierte Steidle seinen
Beobachterjob in Afrika und kehrte zurück in die USA, um seine Bilder und die damit
verbundenen Erlebnisse über systematisch betriebene Massenmorde zu publizieren.
Psychisch mitgenommen von den Eindrücken und ganz real traktiert durch publizistische
Verleumdungen reiste Steidle wenig später erneut nach Afrika – diesmal zu den
Flüchtlingslagern im Tschad, um sich mit Überlebenden des Terrors zu treffen.
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Quelle: spielfim.de

27 Dezember 2007

Frieden schaffen mit Medizin

26. Dezember 2007 - Der weiße Landcruiser kämpft sich mit aufheulendem Motor durch den steinigen Hohlweg, bevor der Fahrer Schwung holt, um nicht im Sand des versandeten Flussbetts stecken zu bleiben. Fünf Tage ist der Geländewagen unterwegs, obwohl er dabei keine hundert Kilometer zurücklegt. Aber nicht die Entfernung ist auf diesen Touren das Besondere, sondern die Wegrichtung: Die weißen Fahrzeuge mit dem Roten Kreuz auf den Türen wagen sich im Westen Darfurs in eine Gegend vor, die andere Helfer bisher vernachlässigt haben.

Südöstlich der Kleinstadt Mukjar leben mehrheitlich arabischstämmige Nomaden. Arabische Reitermilizen werden für die schlimmsten Übergriffe in Darfur verantwortlich gemacht. Die Regierung in Khartum setzte sie ein, um den Aufstand afrikanischstämmiger Rebellen niederzuschlagen. Seitdem konzentriert sich die Unterstützung der rund 13.000 ausländischen Helfer auf die mehr als zwei Millionen afrikanischstämmigen Sudanesen, die in Darfur vor der Gewalt aus ihren Dörfern flohen - dass auch die arabische Bevölkerung unter dem Konflikt und jahrelanger Vernachlässigung zu leiden hatte, geriet in Vergessenheit.
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11 Juni 2007

Werner Kerschbaum in Darfur

Der stellvertretender Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, hat Darfur, eine der weltweit größten Krisenregionen, besucht.

Von Spitzenpolitikern viel diskutiert, für Medien zum kaum erreichbaren Hot-Spot stilisiert, ist der Westen des Sudan allem voran eine Heimat für geschätzte zwei Millionen Binnenflüchtlinge geworden.

Über 200.000 Menschen fanden laut UN-Angaben bereits den Tod. Das ÖRK betreibt im West-Darfur ein Projekt zur Basisgesundheitsversorgung. Werner Kerschbaum kehrt nach zehn Tagen im größten Land Afrikas tief beeindruckt zurück.
Quelle: österreichisches Rotes Kreuz

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