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31 Januar 2009

Gaza: Das schwierige Geschäft mit der Hilfe

Lebensmittel erreichen nur mühsam ihr Ziel - Vorwurf der Bereicherung auf beiden Seiten

RAFAH/AL-ARISCH - Während israelische Kampfflugzeuge im Kampf gegen Waffenschmuggler das Netz von Tunneln an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten bombardieren, stehen Helfer an Grenzübergängen Schlange, um die Menschen in Gaza mit Hilfslieferungen zu unterstützen. Doch das ist alles andere als leicht.

Einem «Gefängnis ohne Normalität und Menschenwürde« gleiche der zerstörte Gazastreifen, sagte UN-Nothilfekoordinator John Holmes nach seinem Besuch in der Krisenregion. Und nicht nur ihn erschüttern die Bilder von verbrannten Menschen und zerstörten Häusern. In zahlreichen arabischen und islamischen Staaten haben sie eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Doch viele wohlmeinende Menschen müssen feststellen, wie schwierig es ist, in der Region zu helfen, in der praktisch jeder jedem misstraut.

«Für jede Tonne Hilfsgüter verlangen die Israelis 160 Schekel (30,57 Euro) Zollgebühr«, empört sich Ahmed Orabi, der Direktor der Hilfsorganisation Roter Halbmond in der ägyptischen Stadt Al-Arisch, in der täglich Lastwagen mit Reis, Decken, Trinkwasser und Arzneimitteln für den Gazastreifen beladen werden.

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17 Januar 2009

Fünf Rettungsfahrzeuge aus Deutschland unterstützen Arbeit des Roten Halbmondes im Gazastreifen

Im Rahmen eines umfangreichen Hilfsprogramms für den Gazastreifen stellt das Deutsche Rote Kreuz fünf Rettungsfahrzeuge dem Palästinensischen Roten Halbmond zur Verfügung. Seit fast drei Wochen sind die Rettungskräfte des Roten Halbmonds unter Lebensgefahr im Einsatz, um Kranke und Verwundete in Krankenhäuser zu bringen.

Heute wurde das Al-Quds-Krankenhaus des Palästinensischen Roten Halbmonds bei einem Angriff getroffen und teilweise zerstört. Rettungskräfte versuchen die Patienten in andere Krankenhäuser zu verlegen.

In diesem Zusammenhang erinnert das Rote Kreuz daran, dass alle Konfliktparteien völkerrechtlich verpflichtet sind, zivile Einrichtungen wie Krankenhäuser zu schützen. Ebenfalls müssen Rettungskräfte direkten und sicheren Zugang zu den Opfern bekommen.

Die Rettungsfahrzeuge sind Teil eines umfangreichen Hilfsprogramms des Deutschen Roten Kreuzes für den Gazastreifen, das vom Auswärtigen Amt mit über 800.000 Euro unterstützt wird. Es werden auch 2.000 Babypakete mit Windeln, Handtüchern, Seife und Unterwäsche sowie 17.500 Hygienepakete für Familien verteilt. Außerdem werden Krankenhäuser und Gesundheitsstationen mit Laborgeräten ausgestattet.

Das Rote Kreuz bringt seit Beginn des Konfliktes regelmäßig LKW-Konvois in den Gazastreifen. Im Gazastreifen selbst werden die Hilfsgüter vom Personal des Palästinensischen Roten Halbmondes und vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz verteilt.
Quelle: DRK
Bild: Symoldarstellung