18 Januar 2010

ICRC - Haiti: Die Situation ist katastrophal

Quelle: International Committee of the Red Cross (ICRC)

Die Menschen in Port-au-Prince kämpfen ums Überleben. Die Nerven liegen blank und die Überlebenden beginnen zu realisiernen was sie alles verloren haben. Das ICRC hat seine Anstrenungen verstärkt und erreichte bereits Tausende mit Nahrung, Wasser und Medikamenten.

weter lesen (engl.)

Andrea Reisinger in Port-au-Prince am Satellitentelefon

"Die Hilfe für die Betroffenen läuft", erzählt die Rotkreuz-Delegierte in Haiti Andrea Reisinger bei einem kurzen Lageupdate aus Port-au-Prince am Satellitentelefon heute Montag um 13:30. Sie selbst ist derzeit gemeinsam mit Rotkreuz-Kollegen bei einer Hilfsgüterverteilung, wo dringend benötigte Utensilien, wie Planen Kochgeschirr an die Opfer der Katastrophe weitergegeben werden.

Entschuldigen Sie bitte die schlechte Tonqualität der Satellitenleitung.

Quelle: örk.at

Wenn alles andere ausgefallen ist

Nach dem Erdbeben in Haiti und dem Ausfall nahezu der gesamten Energie- und Kommunikationsnetze ist der Funkverkehr derzeit die einzig mögliche Art der Kommunikation, um die aus allen Ländern eintreffenden Hilfskräfte und -güter zu koordinieren.

Am Samstag hatte eine Gruppe von acht Funkamateuren aus der Dominikanischen Republik die Grenze zu Haiti überquert, um dringend benötigte Funkstationen einzurichten. Unmittelbar danach wurde der Funkverkehr sowohl mit Hilfskräften an Ort und Stelle wie mit dem Ausland aufgenommen.
Nach Ausfall nahezu der gesamten Energie- und Kommunikationnetze in Haiti ist das die einzige Art der Kommunikation. Der Aufenthalt der Helfer sollte nur von kurzer Dauer sein. denn auf dem Weg nach Port-au-Prince kam der Konvoi unter Feuer.
Immerhin gelang es, an der Grenze zwei Repeater einzurichten, das sind Funkrelaisstationen, die es den Hilforganisationen ermöglichen, mit ihren Handfunkgeräten über größere Strecken vor Ort zu kommunizieren.
Die Repeater hängen nun an einem Stromaggregat des Internationalen Roten Kreuzes, das sie für seine Zwecke nützt.
Denn Kommunikation ist - so paradox es klingt - das momentane Hauptproblem in dem schwer getroffenen Land. Die aus allen Ländern eintreffenden Hilfsorganisationen können die Verteilungslogistik der Hilfsgüter nicht koordinieren.
Sie arbeiten mit Funksystemen unterschiedlicher Dimensionen und meist auf nationaler Ebene vordefinierten Kanälen, allerdings in benachbarten Frequenzbereichen.

"Fall Back Network"

Das Hauptproblem in Haiti ist die Sicherheit, denn Helfer stünden mittlerweile genügend bereit. Der kanadische Verband der Funkamateure bietet 20 Fernmeldetechniker an, die neben Englisch fließend Französisch sprechen, die Landessprache Haitis.
"Ham radio operators", wie die Funkamateure in den USA gemeinhin bezeichnet werden, aus der "Tampa Bay" Region in Florida haben ebensoviele Techniker für ein "Fall Back Network" abflugbereit samt Equipment bis hin zu Notstromaggregaten, die von Funkamateuren aus den USA zur Verfügung gestellt wurden.

17 Januar 2010

Rotes Kreuz rät von Massengräbern ab

Rotes Kreuz rät von Massengräbern ab

Genf (dpa) - Experten der Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) helfen nach dem Erdbeben in Haiti nicht nur bei der Bergung sondern auch der Identifizierung der Leichen. Wichtig sei, dass die Angehörigen Gewissheit über das Schicksal ihrer Nächsten bekämen, hieß es am Donnerstag in Genf.
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Quelle: Zeit.de

MSM 20 Einsatz in Haiti fix

Rotes Kreuz: Weitere österreichische Helfer brechen ins Bebengebiet auf
Ein Oberösterreicher, zwei Niederösterreicher und zwei Tiroler


Seuchenprävention - so lautet der Auftrag der fünf Österreicher, die am Abend des 19. Jänner aufbrechen. Mit 20 Tonnen Material an Bord fliegen die Experten nach Haiti. 20.000 Menschen können damit mit grundlegenden sanitären Einrichtungen versorgt werden.
Besonders wichtig für die Seuchenvorsorge sind die Absicherung von Trinkwasserstellen, die Planung und Konstruktion von Latrinenanlagen und Müllentsorgungsstellen sowie die Ungezieferbekämpfung. "Sauberes Trinkwasser ist das Notfallmedikament Nummer 1", sagt Max Santner, Leiter der Internationalen Hilfe im Österreichischen Roten Kreuz.
"Wenn wir Trinkwasser produzieren, müssen wir alles Mögliche tun, damit dieses Wasser auch nach der Abgabe nicht verunreinigt wird. Dazu gehören Müllentsorgungssysteme, Latrinen und Hygieneschulungen.Nur so kann verhindert werden, dass dem Erdbeben eine weitere Katastrophe folgt: nämlich der Ausbruch von Seuchen."

Das Team des Österreichischen Roten Kreuzes besteht aus erfahrenen Katastrophenhelfern. Die Tiroler Michael Wolf und Herbert Thaler haben zahlreiche Einsätze hinter sich u.a. in Myanmar, China und Pakistan und Indonesien. Gottfried Staufer aus Oberösterreich hat bereits nach dem Tsunami in Sri Lanka und nach dem Wirbelsturm in Myanmar 2008 geholfen. Ebenfalls sehr erfahren sind die beiden Niederösterreicher Andreas Cermak und Erwin Jekel. Der Trinkwasserspezialist Cermak war u.a. in Pakistan, Indonesien und Simbabwe im Einsatz. Der Techniker Erwin Jekel hat bereits in Haiti Hilfe geleistet. Nach der Hurrikan-Serie im Jahr 2008 setzte er Kommunikationssysteme instand, mittels derer die internationale Hilfe koordiniert wurde.


Lesetip: IFRC - Health and community care

16 Januar 2010

Steirische Hilfe

Nach dem Erdbeben in Haiti herrscht in dem Karibikstaat totales Chaos. Vorerst werden nur Hilfskräfte aus nahe gelegenen Ländern entsandt, aber auch zwei steirische Trinkwasserexperten sind abrufbereit.
"Mental vollkommen sattelfest"
Das steirische Rote Kreuz verfügt über einen Pool von 50 Katastrophenhelfern, die im Ernstfall verfügbar sind. Innerhalb kürzester Zeit wird geprüft, wer von ihnen für den jeweiligen Einsatz am besten geeignet ist, sagt Rot Kreuz-Sprecher August Bäck: "Sie unterliegen einem Gesundheitscheck, müssen ausgeimpft sein und müssen natürlich auch mental vollkommen sattelfest sein, um in so einen Einsatz zu gehen."
"Können mit Leid, Tod, Verderben umgehen"
Donnerstagvormittag fiel die Wahl auf die beiden Trinkwasserspezialisten Dietmar Gabrovec und Markus Lang, sagt Bäck: "Sie kommen aus dem Rettungsdienst, sind trainierte Sanitäter, können mit Leid, Tod und Verderben umgehen, und die beiden bringen Auslandserfahrungen mit, sie waren bereits nahezu auf der ganzen Welt im Trinkwassereinsatz."
"Unsere Leute stehen auf Standby"
Derzeit werden die letzten Vorbereitungen getroffen, die Ausrüstung wird gepackt, es folgen abschließende medizinische Untersuchungen. Wann es aber tatsächlich losgeht, weiß noch niemand: "Der Einsatz wird über unsere Zentrale in Genf abgewickelt, unsere Leute stehen Standby. Es kann jede Stunde passieren", so Bäck.Den Ausbruch von Seuchen verhindernNach der Ankunft im Katastrophengebiet ist die wichtigste Aufgabe, trotz der völlig zerstörten Infrastruktur, den Ausbruch von Seuchen zu verhindern: "Jetzt sind bereits Leute dort, die die Schadenslage erkunden. Dann weiß man, wo gibt es Flüsse, wo gibt es Quellen und dort baut man dann mit immensem technischen Aufwand diese Trinkwasseranlagen auf."

Pro Tag können dann mehrere hunderttausend Liter sauberes Wasser für die Erdbebenopfer hergestellt werden. Der Einsatz für ein Team dauert zwischen vier und sechs Wochen, dann kommt eine Ablöse - so lange, bis internationale Hilfe nicht mehr nötig ist.

Heute fliegt das DRK ein komplettes Krankenhaus ein

Es ist eisig kalt auf dem Rollfeld des Berliner Flughafens Schönefeld, aber die Männer vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) schwitzen trotzdem.Seit Stunden beladen sie eine russische Frachtmaschine vom Typ IL-76 mit Zelten, Betten, Wasseraufbereitungsanlagen, Kühlschränken und Medikamenten.Material für eine mobile Gesundheitsstation, die irgendwo in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince aufgebaut wird. Heute soll die Maschine endlich abheben, zwei Mal bereits musste der Start verschoben werden, weil für Port-au-Prince keine Landegenehmigung vorlag.

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Berichte über das Erdbeben auf Haiti

Port-au-Prince (Reuters) - Aus Wut über die ausbleibende Hilfe nach dem verheerenden Erdbeben haben einige Haitianer einem Augenzeugen zufolge Straßensperren mit den Leichen der Opfer errichtet.
Der Fotograf Shaul Schwarz vom Magazin "Time" sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag: "Sie haben angefangen, die Straßen mit Leichen zu blockieren." Er habe in der Hauptstadt Port-au-Prince an mindestens an zwei Stellen Barrikaden aus Toten und Steinen gesehen. "Es wird langsam hässlich da draußen", sagte Schwarz. "Die Leute haben es satt, dass ihnen nicht geholfen wird."
Nach dem Erdbeben mit Zehntausenden Toten in dem ärmsten Land der westlichen Hemisphäre ereicht die internationale Hilfe die Opfer nur langsam.
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Am Freitag Früh haben zwei Experten des Österreichischen Roten Kreuzes Österreich in Richtung des Katastrophengebiets in Haiti verlassen. Andrea Reisinger und Klaus Palkovits werden die Trinkwasserversorgung in der Haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince wieder herstellen.
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Kampf gegen die Anarchie
Die internationale Gemeinschaft hat mehrere Hundert Millionen Dollar für Nothilfe und Wiederaufbau in Haiti zugesagt. Doch dort kommt noch immer zu wenig Hilfe an. In Port-au-Prince bahnt sich die Wut ihren Weg.
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ICRC bringing medical aid and assessing water needs
Amid an increasingly desperate situation for survivors of Tuesday's earthquake, ICRC staff on the ground have been distributing medical aid and assessing water needs.
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Für die internationalen Hilfsteams hat nach dem schweren Erdbeben in Haiti ein Wettlauf gegen die Zeit begonnen. Am Freitag lief die 72-Stunden-Frist aus, die nach einem Beben für die Rettung von Verschütteten so wichtig ist. Etwa drei Tage lang kann ein Mensch ohne Trinkwasser auskommen - dann wird es kritisch. Wie viele Menschen noch unter Trümmern liegen, kann bisher nicht abgeschätzt werden.
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„Es ist ein Einsatz ins Ungewisse.“ DRK schickt mobile Klinik und medizinisches Personal nach Haiti – Krankenstation soll 30.000 Menschen versorgen – DRK schätzt Zahl Hilfsbedürftiger auf zwei bis drei Millionen.
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ICRC: Why dead bodies do not cause epidemics
As rescue operations get underway in Haiti, one of the distressing questions facing rescue workers will be “How do we deal with the dead?”
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ooe.orf.at:
Hilfe aus Oberösterreich
Nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti rollt langsam die internationale Hilfe an. Aus Österreich wird am Freitag ein Team des Roten Kreuzes nach Haiti aufbrechen, um für sauberes Trinkwasser im Katastrophengebiet zu sorgen.
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ÖRK: Über eine Sonderwebsite des Roten Kreuzes können Menschen aus aller Welt Kontakt zu vermissten Verwandten in Haiti herstellen.
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15 Januar 2010

Nachbar in Not hilft Erdbebenopfern

"Nachbar in Not"-Vorstandsvorsitzender Christoph Petrik-Schweifer von der Caritas: "Unsere Mitarbeiter vor Ort berichten, dass überall Leichen herumliegen, die Menschen sind schwerst geschockt. Jede Hilfe wird in diesen Stunden gebraucht. Die Österreicher/innen haben bei
großen Katastrophen immer wieder ihre Solidarität bewiesen. Wir bitten sie, den Menschen in Haiti in dieser dramatischen Situation beizustehen und tatkräftig zu helfen."
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Quelle: Rotes Kreuz
Bild: AP Photo/United Nations, Logan Abassi
Spendenkonto: NACHBAR IN NOT
Erdbeben Haiti
PSK 90 150 300

Drei österreichische Rotkreuz-Helfer fliegen nach Haiti

Die Oberösterreicherin Andrea Reisinger und die Burgenländer Klaus Palkovits und Hannes Guger reisen ins Bebengebiet

Wien/Port-au-Prince (OTS/ÖRK) - Mit Andrea Reisinger, 34, und Klaus Palkovits, 42, entsendet das Österreichische Rote Kreuz morgen Früh zwei erfahrene Katastrophenhelfer nach Haiti. Beide leisteten bereits nach dem Tsunami Katastrophenhilfe und Wiederaufbau in Sri Lanka.

Die wichtigste Aufgabe von Reisinger und Palkovits ist die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in Port-au-Prince. "Trinkwasser ist in einer solchen Situation das Notfallmedikament Nummer 1", sagt Reisinger. "Nur mit sauberem Trinkwasser können wir das Überleben von hunderten obdachlosen Familien sichern. Gibt es ausschließlich verschmutztes Wasser, folgt dem Erdbeben eine zweite Katastrophe: nämlich der Ausbruch von Seuchen."

Erste Materialen wie Trinkwasseraufbereitungsanlagen, Medikamente, Kanister, Wasserreinigungstabletten und Hygieneartikel sind bereits aus dem Rotkreuz-Logistikzentrum in Panama nach Haiti gebracht worden. Reisinger und Palkovits werden die Verteilung dieser und weiterer Hilfsgüter aus Österreich koordinieren.

Hannes Guger, 39, ist Experte des Suchdienstes. Er kümmert sich in Haiti um die Zusammenführung getrennter Familien. "Das erste, das Menschen bei einer Katastrophe machen, ist flüchten", so Guger. "Oft werden dabei Familien voneinander getrennt, Kinder verlieren im Chaos ihre Eltern. Wir sorgen dafür, dass sich diese Familienmitglieder wiederfinden."
Quelle: Rotes Kreuz
Bild: AP Photo/United Nations, Logan Abassi
Das Österreichische Rote Kreuz bittet um finanzielle Unterstützung:
PSK: 2.345.000, BLZ 60.000, Kennwort: Erdbeben Haiti
Online spenden unter: https://spende.roteskreuz.at
Spenden SMS 0664 660 0020

14 Januar 2010

Bruno und Werner in Tansania erwartet

Zehntausende Betroffene der Überschwemmungen in Tansania und Kenia erhalten Hilfe des Roten Kreuzes.

„In Kenia haben die Regenfälle Todesopfer gefordert, Häuser zerstört und die Ernte vernichtet sodass 30.000 Menschen dringendst Hilfe benötigen“ sagt Abbas Gullet, der Generalsekretär des Kenianischen Roten Kreuzes.
Die IFRC hat 460.000 Pfund aus dem Katastrophenhilfefond bereitgestellt um Nahrung und andere Hilfsgüter für die Flutopfer bereit zu stellen. Bisher wurden 1.430 Artikel und 8 Tonnen Nahrungsmittel ausgegeben.

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Bruno H. (erfahrener Desastermanager aus Kirchdorf), Werner L. ( er verbrachte die letzten Wochen damit ein Projekt im Sudan voran zu bringen) sowie eine Wienerin werden Anfang kommender Woche im Einsatzgebiet eintreffen.

13 Januar 2010

Hilfe für Haiti

"Diese Katastrophe trifft ein Land, dessen Infrastruktur schon im Normalzustand sehr schlecht ist", so Rotkreuz-Mitarbeiter Robert Schmidt über das ärmste Land Lateinamerikas. "Weder die Baustruktur der Häuser noch jene der Straßen ist mit österreichischen Verhältnissen vergleichbar. Auch Stromleitungen und die Telekommunikation sind ausgesprochen mangelhaft. Es ist davon auszugehen, dass Schäden in gewaltigem Ausmaß entstanden sind", beurteilt Schmidt die Lage vor Ort. Der Oberösterreicher war nach der verheerenden Hurrican-Serie im Herbst 2008 auf Haiti. Gemeinsam mit österreichischen Kollegen hat sich der Telekommunikationstechniker um
den Aufbau und die Instandhaltung einer Funk- und Telefonverbindung gekümmert, damit die humanitäre Hilfe vor Ort koordiniert werden konnte.

08 Januar 2010

Andreas H. in Äthiopien

Die letzten Tropfen schmutzigen Wassers

Äthiopisches Rotes Kreuz und IFRC Teams erkundeten im November und Dezember 09 die
Lage in vier verschiedenen Gebieten. Andreas H. war unter den Delegierten...

Hunderttausende Menschen benötigen
die Nahrungshilfe und kommenden Frühjahr lässt Missernten erwarten, sollte es nicht noch regnen.

IFRC und ERC werden 250.000 Personen, sechs Monate Nahrungsmitteln beliefern.

in the Field


Werner L. hat Weihnachten und den Jahreswechsel im Sudan verbracht und stellt nun die Delegation des Roten Kreuzes in dem heissen Staat dar. Dass und vor allem warum er dabei nicht auf seinen Mac verzichten kann erfährst du hier....

Über Skype und Facebook kannst du mit Werner in Kontakt treten wenn er nicht gerade auf "fieldtrip" ist.

Weiterhin alles Gute Werner.

15 Oktober 2009

Händewaschen kann Leben retten!

Internationaler Tag des Händewaschens am 15. Oktober

Jedes Jahr sterben etwa 1,5 Millionen Kinder unter 5 Jahren an Durchfall und 1,8 Millionen Kinder an Lungenentzündung. Händewaschen mit Seife – vor allem vor den Mahlzeiten, vor dem Kochen und nach dem Toilettenbesuch – kann das Vorkommen von Durchfallerkrankungen bei Kindern um fast 50 Prozent reduzieren, das Vorkommen von Lungenentzündung um etwa 23 Prozent. Eine neue Studie aus Nepal zeigt weiters, dass die Überlebensraten von Neugeborenen um bis zu 44 Prozent steigen, wenn Geburtshelfer und Mütter ihre Hände mit Seife waschen.

Händewaschen ist somit eine der billigsten und wirksamsten Maßnahmen gegen das Sterben der Kinder. Und doch wird diese Hygienepraktik weltweit viel zu wenig ausgeübt – Untersuchungen zeigen Raten zwischen 0 und 34 Prozent.
Quelle: Unicef
Bild: Andreas Morlok

12 Oktober 2009

Schlammlawinen auf den Philippinen - Dieter Mathes und Katja Laudemann in Manila

Seit fast zwei Wochen wird die Inselgruppe der Philippinen von Naturkatastrophen heimgesucht. Nun haben Unwetter mit Dauerregen dafür gesorgt, dass im Nordosten der Hauptinsel Luzon ein Damm gebrochen ist und Schlammlawinen knapp 60 Häuser unter sich begraben haben. Die Rettungskräfte, unter ihnen die Helfer des Philippinischen Roten Kreuzes, haben bisher über 160 Tote geborgen.

Die beiden DRK-Experten, Dieter Mathes und Katja Laudemann, sind in der Hauptstadt Manila, um den Katastropheneinsatz der Schwestergesellschaft zu unterstützen. Im Norden des Landes versuchen die philippinischen Helfer von sechs Wasser-Rettungseinheiten (WATSAR) per Boot Menschen von Hausdächern zu bergen und aus dem Schlamm zu befreien. Der Präsident des Philippinischen Roten Kreuzes Richard Gordon hat um Unterstützung durch Hubschrauber gebeten, damit noch mehr Familien geborgen werden können.

In Manila hatte der Tropensturm „Ketsana“ 300 Menschen das Leben gekostet, zeitweilig stand die Millionenstadt beinahe komplett unter Wasser. Da in Überschwemmungsgebieten sauberes Wasser Mangelware ist und sich Seuchen rasch verbreiten können, hat das Deutsche Rote Kreuz Mathes und Laudemann zur Unterstützung geschickt. „Wir können überall helfen, wo unser Wissen gebraucht wird“, sagt Dieter Mathes. Zurzeit werden Hilfsgüter (finanziert von der Bundesregierung) verteilt.

Zusammen mit dem Philippinischen Roten Kreuz arbeitet das DRK vor Ort seit langem in der Katastrophenvorsorge: So üben zum Beispiel Schulkinder Evakuierungen und Erste Hilfe und lernen, welche Orte im Katastrophenfall sicher sind.

Das DRK bittet um Spenden für die Hilfe auf den Philippinen:
Spendenkonto: 41 41 41
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 370 205 00

Stichwort: "Philippinen"
Quelle: DRK

15 Mai 2009

Grosses Echo auf Watsantraining in Augsburg

Zusmarshausen-Rücklenmühle (AL) - Nun schon zum zweiten Mal rückte der Jugendzeltplatz Rücklenmühle bei Zusmarshausen in den Fokus der internationalen Rotkreuz-Arbeit. So konnte der Vorsitzende des Roten Kreuzes im Augsburger Land, Max Strehle, am Wochenende Spezialisten für Wasseraufbereitungsanlagen des kanadischen, des österreichischen, deutschen und bayerischen Roten Kreuzes zu einem Trainingslehrgang dort willkommen heißen. Der Zeltplatz Rücklenmühle mit der Zusam bot ideale Voraussetzungen.
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07 Mai 2009

Rotes Kreuz Steyr auf Einkaufstour

STEYR. Die Mitarbeiter des Gesundheits- und Sozialamtes übersiedeln im Sommer ins neue Amtshaus Reithoffer. Das Rote Kreuz wird das Haus Redtenbachergasse 3 erwerben und will so den bestehenden Standort langfristig absichern.

Eine Sorge von manchen Nachbarn zerstreut Bezirksrettungskommandant Urban Schneeweiß zu Beginn des OÖN-Gesprächs: „Ich verbürge mich dafür, dass an diesem Standort keine Flüchtlinge untergebracht werden.“

Die Aufgaben des Roten Kreuzes in Steyr nehmen laut Schneeweiß nach wie vor stetig zu. „Wir sind in unserer Dienststelle platzmäßig schon wieder am Limit.“ So müssten Patienten des Ärztenotdienstes im Vorraum warten, das Jugenrotkreuz sei im Keller untergebracht und die Habseligkeiten des Katastrophenhilfsdienstes (KHD) wären in ganz Steyr eingelagert.

Die neue Liegenschaft in unmittelbarer Nachbarschaft der Rotkreuz-Dienststelle soll da Entspannung bringen und ab Juli unter anderem Platz für den Ärztenotdienst, Jugendrotkreuzgruppen, das KHD-Lager und den Rotkreuz-Lkw bieten. Das Gebäude wird in den nächsten Jahren in Etappen generalsaniert werden. Die 800.000 Euro muss das Rote Kreuz Steyr hauptsächlich aus Spendengeldern aus eigener Kraft aufbringen. Die Vergrößerung des bestehenden Standortes um rund ein Drittel und die damit verbundene Investition sieht Schneeweiß als Standortsicherung. „Andernfalls hätten wir in fünf bis zehn Jahren einen Neubau auf der grünen Wiese überlegen müssen.“
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Quelle: ooeNachrichten
Bild: Nachrichten