18 Oktober 2011

ÖRK entsendet WatSan Delegierte nach Pakistan

Mehr als 8,9 Mio Menschen der Provinzen Sindh und Belutschistan sind durch die aktuellen Fluten in Pakistan betroffen. Über 1,55 Mio Häuser und mehr als 9.200 Schulen sind beschädigt - die betroffene Fläche in der Provinz Sindh ist größer als Griechenland. Lt. Behörden in Sindh, ist dies die schlimmste Flutkatastrophe seit Beginn der Aufzeichnungen.

Der Pakistanische Rote Halbmond (PRCS), die Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC), das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und zahlreiche Rotkreuz-Schwestergesellschaften haben bisher über 200.000 Personen mit Hilfe erreicht. Die Unterstützung konzentriert sich auf die Verteilung von Lebensmitteln, Hilfs- und Haushaltsgütern, die Bereitstellung von Trinkwasser und Hygieneerziehung sowie medizinische Dienstleistungen.
Der aktuelle Hilfsaufruf der Föderation umfasst CHF 10,6 Mio und läuft von Sept-Jan (http://www.ifrc.org/docs/appeals/11/MDRPK007OU5.pdf).


PRCS ist mit 37 Teams in der Schadenserhebung und der Verteilung von Hilfsgütern, sowie der Wasseraufbereitung (8 Wasseraufbereitungsanlagen im Einsatz) tätig. Des Weiteren sind 11 mobile medizinische Einheiten und eine Basisgesundheitseinrichtung des Halbmondes im Einsatz.

Ende letzter Woche wurde seitens PRCS beim Spanischen, Deutschen und Österreichischen RK um personelle und finanzielle Unterstützung im Rahmen der Hilfsaktivitäten angefragt. Alle 3 nationalen RK-Gesellschaften werden kurzfristig WatSan-ExpertInnen nach Sindh versenden.

Das ÖRK entsendet kommenden Sonntag die ERU MitarbeiterInnen Lidwina Dox/LV NÖ, Wilfried Hildenbrand/LV OÖ und Florian Haas/LV W nach Pakistan (Provinz Sindh, Badin), um PRCS beim Aufbau, dem Betrieb und der Reparatur (am Ende des Einsatzes) des existierenden WatSan Moduls 40 zu unterstützen. Dieses ist bereits das dritte Mal im Einsatz und wurde für die aktuelle Katastrophe von PRCS vor Ort gelagert/vorgehalten und nun reaktiviert. Auch 2010 war die vom ÖRK nach einem Einsatz übergebene ‘M40‘ bereits wiederholt (gemeinsam mit dem schwedischen RK) in Pakistan im Einsatz. Das Konzept nachhaltiger Hilfe durch Kapazitätsaufbau der Partnergesellschaften, hat sich hier besonders gut bewährt.

Die Einsatzdauer des ERU-Einsatzes ist derzeit noch nicht festgelegt, wird aber voraussichtlich 2-3 Monate betragen. Die Delegierten der ersten Rotation werden für 4 Wochen im Einsatzgebiet arbeiten.
Quelle: ÖRK

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