13 März 2007

Medienecho

Rotkreuz-Helfer aus Ried in Afrika im Einsatz

LINZ/MAPUTO. Der Völkermord in Ruanda, die Erdbeben im Iran und Pakistan, der Tsunami in Südostasien: In diesen Krisensituationen hat Rotkreuz-Notfallsanitäter Andreas Hattinger schon geholfen. Jetzt ist er aus Mosambik heimgekehrt, wo nach sinflutartigen Regenfällen Hunderttausende kein Dach mehr haben.

300.000 Menschen, die nach Flut und Wirbelsturm alles verloren haben. Überall ist Not am Mann. Der 40-jährige Geboltskirchner, der in Ried Sanitäter ist, war einer von weltweit 250 Experten, die im südostafrikanischen Mosambik für das Internationale Rote Kreuz die Ersthilfe im Katastrophengebiet geplant haben.

"Wir haben vier Wochen lang 35.000 Opfer mit sauberem Trinkwasser versorgt", sagt Hattinger. Es sei sein bislang schwierigster Einsatz gewesen, sagt der zweifache Familienvater, der hauptberuflich für das Rote Kreuz arbeitet. Die Trinkwasseraufbereitungsanlage kam aus Spanien. Wichtigstes Ziel sei der Kampf gegen Seuchen gewesen. "Wir haben gleich in der ersten Woche 200 Latrinen gebaut, um die Krankheitsherde einzudämmen", sagt Hattinger. Mit Erfolg: In seinem Camp tauchte in vier Wochen nur ein einziger Cholerafall auf.

Besonders hart machte den Einsatz das Klima. "Dort hat's tagsüber 42 Grad Celsius bei 100 Prozent Luftfeuchtigkeit. Auch in der Nacht kühlt es nicht wirklich ab." Das Hochwasser in Mosambik geht nur langsam zurück. Hattinger hat einen Einsatzplan für die kommenden Monate ausgearbeitet. Weiterhin sei die Seuchengefahr akut. Das Rote Kreuz ist auf Spenden angewiesen. Mehr dazu im Internet unter http://spende.roteskreuz.at

Quelle: OÖnachrichten vom 13.03.2007

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