17 Dezember 2008

1000 Cholera-Tote: Mit der Regenzeit kommt die Katastrophe

Nach offiziellen Angaben sind in Simbabwe 18.000 Menschen an Cholera erkrankt. Die Regenzeit wird die Ausbreitung der Epidemie noch verschlimmern.

Die Cholera-Eidemie breitet sich in Simbabwe unaufhaltsam weiter aus. Die Zahl der Opfer liegt bei annähernd 1000, wovon die Hälfte auf die Hauptstadt Harare entfallen. Dem UNO-Büro für die Koordinierung humanitärer Hilfe (Ocha) liegen 18.413 Cholera-Fälle vor. Wenn es nicht gelinge, alle Kräfte zu mobilisieren, steuere das Land auch angesichts der einsetzenden Regenzeit auf eine Katastrophe zu, sagten am Dienstag Vertreter der Föderation der Rotkreuz- und Roter Halbmond-Gesellschaften (IFRC) in Genf.

Derzeit gebe es mehr als 10.000 Cholera-Fälle in Angola und über 8000 in Mosambik, so das UNO-Büro. Viele Wanderarbeiter aus Südafrika kämen außerdem über Weihnachten in ihre Heimat zurück und könnten sich anstecken. Die Hilfsorganisationen haben Flugblätter zur Aufklärung verteilt. Auch die Unterstützung durch amtliche Stellen sei da, aber häufig wenig wirksam.

Die Regenzeit könne die Ausbreitung der Epidemie noch verschlimmern, erklärten die Experten. "Wir kämpfen gegen die Uhr, es ist kritisch", hieß es. Die Lage sei nicht unter Kontrolle. Zwar habe das Rote Kreuz etwa 30.000 Freiwillige in Simbabwe. Aber viele Helfer, Ärzte und Krankenschwestern kämen nicht zur Arbeit, weil sie nichts zu essen hätten oder den Bus nicht bezahlen könnten. Ohnehin sei die Versorgung mit Lebensmitteln äußerst schwierig. "Wer an der Cholera erkrankt, aber vier bis fünf Tage keine Mahlzeit hatte, hat kaum eine Chance", hieß es.

Kritisch wurde die Lage auch beim Kinderhilfswerk der UNO, UNICEF, beurteilt: "Die Situation der Menschen ist verzweifelt. Die internationale Hilfe muss dem Ernst der Lage entsprechen und schnellstens ausgeweitet werden. Zusammen mit der akuten Nahrungsmittelknappheit und der AIDS-Epidemie ist dies die schlimmste Bedrohung für das Überleben und die Entwicklung der Kinder in Simbabwe seit über 20 Jahren", sagte der Leiter von UNICEF in Simbabwe, Roeland Monasch.
Quelle: diePresse.com
Bild: Symboldarstellung

Weltweit im Einsatz - Die Katastrophenhelfer des Roten Kreuzes

Wärend Marcus Richter nach Zimbabwe unterwegs ist, beendet sein Kollege Marcus Sting (Bild re.) am anderen Ende der Welt - in Haiti - seinen ERU-Einsatz mit der BHC.
Was er dabei gesehen hat berichtet er hier...

Deutesche Rotes Kreuz schickt Helfer nach Simbabwe

In Simbabwe ist eine Cholera-Epidemie ausgebrochen. Ohne zu zögern fliegt Marcus Richter (im Bild bei der WatSan-Excercises "Histria08") am Mittwoch nach Afrika. Es ist der größte Hilfseinsatz des Roten Kreuzes seit dem Tsunami 2004.

Gemeinsam mit drei anderen deutschen Helfern wird sich der 31-Jährige rund sechs Wochen lang um die Trinkwasserversorgung vor Ort kümmern.

„Meine Teilnahme an dem Einsatz ist doch selbstverständlich. Das Bewusstsein, anderen helfen zu wollen, ist einfach in jedem Menschen verankert und ich bin mit diesem Gedanken aufgewachsen“, sagt Richter ganz selbstlos.

In dem Ort Harare wird sich Richter um die Wasserversorgung der Krankenhäuser kümmern. „In Sammelbehältern wird das Wasser chemisch vorbehandelt und dann durch einen Filter gepresst. So bekommt man reines Trinkwasser“, erklärt er.

Durch Überschwemmungen und dem Beginn der Regenzeit fehlt in Teilen Simbabwes sauberes Wassers. Hinzu kommt die mangelhafte, hygienische Versorgung.

Marcus Richter vom Wittener DRK berichtet während seines Aufenthaltes in Afrika in einem Web-Blog über die Geschehnisse.

16 Dezember 2008

Cholera: Oststeirer hilft in Simbabwe

Im afrikanischen Simbabwe erkranken immer mehr Menschen an Cholera. Der Oststeirer Markus Lang bricht am Dienstag nach Simbabwe auf, um dort mit einem Rot-Kreuz-Team eine Trinkwasseraufbereitungsanlage zu errichten.

Etwa 17.000 Menschen in Simbabwe sollen bereits an Cholera erkrankt, mindestens 800 an der Krankheit gestorben sein. Das Österreichische Rote Kreuz fliegt am Dienstag in die Hauptstadt Harare, an Bord ist auch der 33 Jahre alte Markus Lang aus Friedberg (Bezirk Hartberg). Er wird voraussichtlich fünf Wochen lang in dem krisengeschüttelten afrikanischen Staat stationiert sein.
Markus Lang ist Teil eines sogenannten ERUS-Teams des Roten Kreuzes. Diese Teams sind binnen 24 Stunden einsatzbereit und exakt für Arbeiten in Krisenregionen ausgebildet. Das Team besteht in diesem Fall aus drei Österreichern und drei Deutschen die mit einer Trinkwasseraufbereitungsanlage nach Harare aufbrechen. Trinkwasser für 40.000 Menschen
Die Anlage kann täglich bis zu 600.000 Liter Wasser produzieren. 40.000 Menschen können pro Tag so mit frischem Trinkwasser versorgt werden. Aufbau der Anlage dauert mehrere Tage
Zuerst muss die Anlage in Harare jedoch erst aufgebaut werden. Aufgrund des großen Aufwandes sollen lokale Arbeiter vor Ort helfen, die Anlage aufzustellen. Das Material für den Aufbau der Anlage muss vom Flughafen zu dem Ort gebracht werden. Dann geht es darum die Anlage so rasch wie möglich zu errichten.

Sobald nämlich das Rote Kreuz vor Ort ist, warten die Menschen mit Wasserkanistern auf das frische Wasser. Lang rechnet damit, dass die Trinkwasseraufbereitungsanlage innerhalb von drei Tagen steht.
Riskante Sicherheitslage in Simbabwe
Neben den hygienischen Bedingungen könnte für die Rot-Kreuz-Helfer auch die Sicherheitslage zum Problem werden. Derzeit liefern sich Polizei und Bundesheer einen erbitterten Machtkampf in Simbabwe. Sowohl Bundesheer als auch die Polizei sollten eigentlich für die Sicherheit der Hilfsteams garantieren.
Wer sich mit dem Auto durch die Stadt bewegt, sollte alle Fenster geschlossen halten und das Auto versperren, erklärt Markus Lang. Alleine sollte man überhaupt nicht unterwegs sein und nach Einbruch der Dämmerung ist es ratsam sich nicht mehr im Freien aufzuhalten. Die Sicherheit in Simbabwe sei derzeit so gut wie gar nicht gewährleistet, so der Oststeirer.
Quelle: st.orf.at
Bild: Rotes Kreuz

15 Dezember 2008

Gefährliche Mission im Cholera-Gebiet

ROTES KREUZ / NÖ Lehrer Andreas Cermak fliegt am Mittwoch ins Katastrophengebiet in Simbawe. Seine Aufgabe: Trinkwasserversorgung.

Seit Wochen wütet eine furchtbare Cholera-Epidemie in Simbawe in Afrika. Augenzeugen berichten von „verheerenden Umständen“ vor Ort und von „Gefahr in Verzug“. Über 16.000 Menschen sind derzeit erkrankt, über 800 gestorben. Den Menschen mangelt es vor allem an dem Notfallmedikament Nummer eins: sauberes Trinkwasser.

Für Abhilfe soll nun ein Wasseraufbereitungsteam aus Österreich und Deutschland sorgen. Mit dabei: Der 48-jährige Rotkreuz-Mitarbeiter und Lehrer Andreas Cermak aus Zwettl. Er fliegt am Mittwoch für fünf Wochen nach Simbawe.
Cermak: „Ich hoffe, dass wir um die Weihnachtszeit unsere Anlage aufgebaut haben und täglich bis zu 300.000 Liter Trinkwasser produzieren können.“
Erfahrung mit derartigen Einsätzen hat der Lehrer allemal: So eilte er 2004 nach dem Erdbeben im Iran als Wasseraufbereitungsexperte vor Ort, 2005 war er nach dem Tsunami in Indonesien im Einsatz und 2007 in Pakistan nach dem Hochwasser.
Angst vor dem Einsatz in Simbawe, so Cermak, habe er nicht: „Ich kenne das Team gut und ich habe alle Impfungen, bin tropenerfahren. Mir ist aber bewusst, dass die politische Lage in Simbawe nicht so einfach ist.“

Volles Verständnis für den Einsatz haben neben seiner Familie auch sein Vorgesetzter, der Direktor der landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof, und die Schulaufsicht. Cermak: „Das geht alles sehr unkompliziert, es gibt dafür ein großes Verständnis.“
Und warum fährt ein zweifacher Familienvater kurz vor dem verdienten Weihnachtsurlaub zu den Ärmsten der Armen in ein Krisengebiet, um sie mit Trinkwasser zu versorgen? Andreas Cermak: „Aus Liebe zum Menschen.“

14 Dezember 2008

Sündenbock Großbritanien

Simbabwe gibt Großbritannien die Schuld am Ausbruch der verheerenden Cholera-Epidemie. Die Krankheit hat sich in den vergangenen Tagen sprunghaft ausgebreitet, auch in alle Nachbarländer.

Simbabwe gibt der früheren Kolonialmacht Großbritannien die Schuld am Ausbruch der verheerenden Cholera-Epidemie in dem südafrikanischen Land. Informationsminister Sikhanyiso Ndlovu bezichtigte London am Freitag vor Journalisten des versuchten "Völkermordes" an den Simbabwesen. "Die Cholera-Epidemie ist eine ernstzunehmende biologische, chemische Kriegsführung, ein Angriff auf die Bevölkerung von Simbabwe durch die Briten", sagte er: "Es ist Völkermord."

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Quelle: die Presse
Bild: die Presse

Einsatzdauer in simbabwe nicht abzusehen

Simbabwe: Österreichische Rotkreuz-Mitarbeiterin berichtet von verheerenden Zuständen im Choleragebiet

Wien/Harare (Rotes Kreuz) - "Es ist Gefahr in Verzug", alarmiert Rotkreuz-Mitarbeiterin Gerlinde Astleithner, die gerade aus der Katastrophenregion zurückgekehrt ist. "Die städtische Wasserversorgung funktioniert kaum mehr. Das wenige Wasser, das es gibt, ist massiv verschmutzt, chemische Mittel für eine entsprechende Reinigung sind nicht vorhanden." Das Ausmaß der Cholera-Epidemie hat mittlerweile äußerst kritische Dimensionen erreicht. Mehr als 16.700 Krankheitsfälle sind registriert, über 800 Menschen sind bereits daran gestorben. "Das Notfallmedikament Nummer eins in einer derartigen Situation heißt Wasser", so die Oberösterreicherin Astleithner. "Nur dadurch kann man eine weitere Ausbreitung der Krankheit verhindern. Zusätzlich haben an Cholera erkrankte Personen einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf." Seit Wochen verteilen Mitarbeiter und Freiwillige der nationalen Rotkreuz-Gesellschaft in Simbabwe an rund 100.000 Menschen Trinkwasser und halten Gesundheits- und Hygienetrainings. Internationale Unterstützung ist allerdings dringend notwendig.
Nach der Entsendung des österreichischen Experten, Wolfgang Stöckl, folgen Mittwoch Früh, 17. Dezember, drei weitere Rotkreuz-Helfer: der 48jährige Tiroler Herbert Thaler, der 47jährige Niederösterreicher Andreas Cermak und der 33 jährige Steirer Markus Lang.
Gemeinsam mit Kollegen aus Deutschland werden die Rotkreuz-Mitarbeiter täglich 600.000 Liter sauberes Wasser produzieren und an die Betroffenen verteilen. 40.000 Menschen können damit versorgt werden. Das erste Team bleibt voraussichtlich fünf Wochen vor Ort, die Dauer des Gesamteinsatzes ist nicht abzusehen.
Quelle: ÖRK
Bild: adam79@flickr.com

13 Dezember 2008

Wolfgang Stöckl bereitet ERU-Einsatz in Zimbabwe vor

Die Situation in Simbabwe spitzt sich weiter zu. Mehr als 16.700 Menschen sind an Cholera erkrankt, über 800 bereits daran gestorben. Die Dunkelziffer dürfte weit darüber liegen, da sich Kranke noch nicht in ärztliche Behandlung begeben konnten und somit nicht registriert sind. Mit Beginn der Regenzeit verschärft sich die Lage täglich, eine weitere massive Ausbreitung wird befürchtet.
Heute Samstag fliegt der österreichische Rotkreuz-Mitarbeiter Wolfgang Stöckl (re. im Bild) ins Choleragebiet. Der 48jährige Chemiker aus Steyr (OÖ) bereitet den Einsatz von Trinkwasseraufbereitungsanlagen vor. "Sauberes Wasser ist eine dringende Notwendigkeit in der jetzigen Situation", sagt Stöckl. "Nur dadurch kann verhindert werden, dass sich die Cholera weiter ausbreitet. Darüber hinaus haben all jene, die bereits erkrankt sind, einen stark erhöhten Flüssigkeitsbedarf."
Mitte nächster Woche machen sind drei weitere österreichische Rotkreuz-Helfer gemeinsam mit Kollegen aus Deutschland auf den Weg nach Simbabwe. Mit an Bord haben sie eine Trinkwasseraufbereitungsanlage, die täglich 600.000 Liter sauberes Wasser produziert. Damit können 40.000 Menschen versorgt werden. Zu der Aufgabe der Rotkreuz-Mitarbeiter gehört auch die Verteilung des Wassers. Durch ihre Hilfe soll die Versorgung der Hauptstadt Harare sichergestellt werden.
Quelle: ÖRK

Das Österreichische Rote Kreuz bittet um finanzielle Unterstützung: PSK: 2.345.000, BLZ 60.000, Kennwort: Simbabwe oder Online spenden unter: https://spende.roteskreuz.at

12 Dezember 2008

Krise in Zimbabwe

Mehr als 60.000 Menschen könnten im schlimmsten Fall mit chollera infiziert werden, wenn die Epidemie ausser Kontrolle gerät, sagt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Über 770 sind bisher gestorben und die Zahlen steigen täglich. Ökonomischer Verfall, von westlichen Ländern wegen der Herrschaft Robert Mubabes isoliert, ist das Gesundheitswesen zu krank um mit der Epidemie fertig zu werden. Das Wassersystem liegt ebenfalls darnieder, sodass die Bevölkerung gezwungen ist aus verschmutzten Brunnen und Flüssen zu trinken.
Bild: alertnet.org

wikipedia - Zimbabwe

Hemma im Sudan

Kleine und mittlere Katastrophen rechtfertigen den Einsatz einer ERU nicht. Daher hat man bei der IFRC sogenannte Emergencyresposekits entwickelt. Diese werden in den Regionen vorgehalen und im Fall des Falles von Regionalen RK-Mitarbeitern zum Einsatz gebracht. Da auch diese erst im Umgang mit den darin enthaltenen Gerätschaften geschult werden müssen fand ein Training in Steyr statt wo Mitarbeiter aus verschiedenen Nationen für diese schwierige Aufgabe ausgegbildet wurden. Hemma H. war eine davon. Sie weilt derzeit im Sudan, wo sie das gelernte gleich in die Tat umsetzen kann. Ihr Einsatz ist für 14 Tage anberaumt.

10 Dezember 2008

ScanWaterTrainer

Nicht erst seit gestern suchte man eine Alternative zu der zwar tadellos funktionierenden aber aufwändigen und teueren TWA10. Nun steht die kleinere, einfachere und billigere Anlage der Firma „ScanWater“ als Nachfolgemodell fest. Statt zweier TWA 10 werden fünf ScanWater TWAs mit einer Nennleistung von je 4 m³/h in den Einsatz gehen. Damit alle ERU-Mitarbeiter rasch die neue Technik beherrschen, bedarf es einer erklecklichen Anzahl an Trainern. Diese wurden am 29 und 30 November in Steyr von Wolfgang St. Werner L. und Florian H. an die Materie herangeführt. Das Trio hat in den vergangenen Monaten viel Zeit, Mühe und Hirnschmalz investiert und verfügt so über – in Österreich – einzigartige Kenntnisse die neue Anlage betreffend. Das Gros der Delegeirten soll bis Mitte 2009 mit der ScanWater vertraut sein.

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Das Rote Kreuz hilft im Kongo Kindern bei der Suche nach ihren Eltern

Wien/Kinshasa (Rotes Kreuz) - Trotz Abflauen der Kampfhandlungen in den vergangenen Tagen bleibt die humanitäre Situation in der kongolesischen Provinz Nord-Kivu angespannt. Tausende Flüchtlinge warten in Camps darauf, dass sich die Lage stabilisiert. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) versorgte bislang mehr als 70.000 Menschen in Lagern westlich von Goma mit Nahrung. In Kibati, nordöstlich von Goma, werden täglich 80.000 Liter Trinkwasser verteilt. In enger Zusammenarbeit mit dem Kongolesischen Roten Kreuz konzentriert sich das IKRK jetzt auf die Wiedervereinigung von Familienmitgliedern, die auf der Flucht voneinander getrennt wurden. "Im Chaos der Kampfhandlungen und der panikartigen Flucht, haben viele Eltern ihre Kinder aus den Augen verloren", sagt Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. "Bislang konnten 134 Kinder, die ihre Eltern verloren haben, registriert werden." Es wird allerdings befürchtet, dass weit mehr Mädchen und Buben von ihren Eltern getrennt wurden. Die Intensivierung des Rotkreuz-Suchdienstes trägt Früchte. Allein in dieser Woche konnten 15 Kinder mit ihren Eltern zusammengebracht werden. Die jüngste Initiative des IKRK wird von regionalen und lokalen Medien unterstützt. Nach der Registrierung von unbegleiteten Kindern werden ihre Namen und weitere Details dreimal täglich auf vier verschiedenen Radiostationen durchgesagt. Zusätzlich dazu hängen Mitarbeiter des IKRK Fotos der Kinder in Flüchtlingslagern, Kirchen und Schulen auf.
Quelle: Rotes Kreuz
Bild: Symboldarstellung

27 November 2008

Rotes Kreuz braucht 2009 eine Milliarde Dollar

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) benötigt für seine Hilfseinsätze rund um die Welt im kommenden Jahr fast eine Milliarde Dollar.

Zur Finanierung der humanitären Einsätze 2009 seien 939 Millionen Dollar (mehr als 710 Mio. Euro) erforderlich, erklärte das IKRK heute in Genf. Das Zusammentreffen von Konflikten, hohen Rohstoffpreisen, Finanzkrise und Umweltfaktoren wie Trockenheit treffe die Ärmsten und Verletzlichen besonders hart, klagte IKRK-Präsident Jakob Kellenberger.

Besonders im Sudan, dem Irak und Afghanistan seien weiter Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Andere große Hilfseinsätze laufen in Somalia und dem Jemen.
Quelle: orf.at

20 November 2008

Landminen-Jahresbericht: Opferzahl weltweit erstmals unter 6.000

Hälfte aller zivilen Opfer sind Kinder - Viele Staaten beantragen Fristverlängerung für Minenräumung
Berlin/Wien - Die Zahl der registrierten Opfer von Landminen und Blindgängern ist im Jahr 2007 erstmals auf unter 6.000 gesunken. Das geht aus der Jahresbilanz "Landmine Monitor 2008" der internationalen Kampagne für das Verbot von Antipersonenminen (ICBL), die am Donnerstag in Berlin veröffentlicht wurde, hervor. Die meisten Unfälle verzeichneten im vergangenen Jahr laut der Aussendung Kolumbien mit 895 und Afghanistan mit 811.
In 78 Staaten sei es zu Unfällen mit Landminen und Blindgängern gekommen, wobei diese nur in 48 der Staaten systematisch erfasst würden und deshalb laut Aussendung "die Vollständigkeit der Opferangaben zu bezweifeln" sei. Myanmar und Russland seien die einzigen Staaten, die Antipersonenminen (APM) eingesetzt haben, hinzu kämen nicht-staatliche Akteure in mindestens neun weiteren Ländern.
Die Hälfte aller zivilen Opfer seien Kinder, so ICBL. "Kinder müssen noch eindringlicher und umfassender vor den von Minen ausgehenden Gefahren gewarnt werden", forderte Thomas Küchenmeister vom Aktionsbündnis Landmine.de. Mehr als acht Millionen Menschen seien über diese Gefahren bereits aufgeklärt worden.
Zehn Prozent weniger Geld
Zur Finanzierung von entsprechenden Hilfsprogrammen hätten 2007 hauptsächlich die USA, Norwegen und die EU beigetragen. Thomas Gebauer von der Organisation "medico international" kritisierte aber, dass die Minenaktionsprogramme weltweit um fast 10 Prozent zurückgegangen seien.
Im vergangenen Jahr konnten laut ICBL Gebiete von insgesamt 534 Quadratkilometern von Minen und Blindgängern geräumt werden. 15 von 26 Staaten, die nach der Ottawa-Konvention im Jahr 2009 minenfrei sein müssen, hätten eine Verlängerung der Frist beantragt - darunter Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mosambik, Thailand und der Tschad. Auch Großbritannien hätte um Fristverlängerung angesucht, obwohl in den vergangenen Jahren "auf den Falklandinseln keinerlei Räumaktivitäten zu verzeichnen waren", so ICBL.
Antifahrzeugminen, die völkerrechtlich nicht verboten sind, forderten laut der Jahresbilanz über 500 Opfer, besonders in afrikanischen Staaten. Die meisten Unfälle wurden jedoch durch Blindgänger verursacht, die in vielen Ländern als Folge des Einsatzes von Streumunition zurückbleiben. Anfang Dezember wird in Oslo der Vertrag zum Verbot von Streumunition für 109 Teilnehmer der Dubliner Konferenz zur Unterschrift aufgelegt.

19 November 2008

Heute ist Welttoiletentag

Im Jahr 2001 wurde der Tag des WCs zum ersten Mal von der Welttoilettenorganisation (WTO) ausgerufen, um auf das Fehlen hygienischer Sanitäranlagen in der Welt aufmerksam zu machen.

Mehr als 40 Prozent der gesamten Bevölkerung leiden unter den gesundheitlichen Folgen, die der Mangel an Sauberkeit und ausreichend Wasser weltweit mit sich bringt - jedes Jahr sterben mehr als 15 Millionen Menschen an Krankheiten wie Cholera und Gelbsucht. Um die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft wachzurütteln, wurde vor sieben Jahren der erste Welttoilettentag gefeiert. Die WTO engagiert sich damit für eine internationale Versorgung von sanitären Einrichtungen.

12 November 2008

US-Bürger und sein Fahrer in Pakistan erschossen

Peshawar (AFP) — In der pakistanischen Stadt Peshawar ist ein US-Bürger einer Hilfsorganisation und sein pakistanischer Fahrer von bewaffneten Männern erschossen worden. Dies bestätigte ein Sprecher der US-Botschaft. Die beiden arbeiteten für ein von den USA finanziertes Entwicklungsprogramm für die Stammesgebiete Pakistans. Die Polizei in Peshawar erklärte, die Männer seien in der Nähe der Universität in Peshawar in ihrem Auto erschossen worden.

US-Raketenangriffe in der Region belasten die Beziehungen zwischen Islamabad und Washington. Die pakistanische Regierung befürchtet, dass die Angriffe mit Drohnen zu einer generellen anti-amerikanischen Stimmung und Gewalt führen können.
Quelle: Afp
Bild: Afp

10 November 2008

Ambulanz oder Pizza: Rettungsdienst in Indonesien

Stöhnend wälzt sich Maftuh auf dem brennend heißen Asphalt und hält sein Bein. Daneben liegt reglos Latifa, mit Blut im Gesicht. Die beiden sind im chaotischen indonesischen Straßenverkehr verunglückt. Ihr Becak, ein Fahrrad mit Seitenwagen für Passagiere, wurde von einem Bus angefahren. Doch kein Problem, in Minuten naht die Ambulanz mit Blaulicht, Sanitäter springen heraus, versorgen gekonnt die Verletzten, hieven sie auf Krankentragen und transportieren sie ab. Beifall rauscht.

Minuten später stehen Maftuh und Latifa nach ihrer schauspielerischen Hochleistung schwitzend und lachend neben dem Krankenwagen. Es war eine gelungene Vorstellung davon, wie der nagelneue Rettungsdienst in Indonesiens drittgrößter Stadt Medan zu funktionieren hat. In Deutschland ist der Rettungsruf 112 bei Verkehrs-, Betriebs- und Haushaltsunfällen, Herzattacken und anderen Notfällen eine Selbstverständlichkeit, in Indonesien gibt es so etwas nicht. Wer in dem Land mit 230 Millionen Einwohnern dringend Hilfe braucht, hat schlechte Karten. Auf Sumatra ändert sich das: das Deutsche Rote Kreuz hilft in Medan, einen der ersten Rettungsdienste des Landes aufzubauen. Seit Sommer ist die Leitstelle in Betrieb.
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Quelle: ntv.de
Bild: ntv.de

Indonesien: Warnung vor der Welle

In Indonesien geht das in Deutschland entwickelte Tsunami-Frühwarnsystem in Betrieb. Dabei geht es um jede Minute.

Hoch steht die Sonne am Himmel. Touristen, denen die drückende Hitze scheinbar nichts ausmacht, liegen am Strand und dösen. Durch die Straßen und Gassen der nahen Stadt drängeln sich Autos, Fahrräder, Menschen. Niemand ahnt etwas von der drohenden Gefahr. Soeben hat es weit draußen im Meer ein Beben gegeben. In 20 Minuten könnte eine verheerende Welle aufs Land treffen, die alles fortreißt.

Plötzlich fangen Mobiltelefone an zu piepsen, Radiosender unterbrechen ihr Programm, im Fernsehen laufen Warnmeldungen über den Bildschirm, Lautsprecher an Strommasten plärren. Die Botschaft ist eindeutig und weckt Erinnerungen an die tödliche Welle des 26. Dezembers 2004: Tsunami, weg von der Küste!

Noch ist die Szenerie pure Fiktion. Doch sie könnte jederzeit Realität werden. Damit die Menschen in Indonesien möglichst früh über die Gefahr informiert werden können, wurde in den vergangenen Jahren ein Tsunami-Warnsystem installiert. An diesem Dienstag wird es in der Hauptstadt Jakarta offiziell von den deutschen Entwicklern übergeben. Für eine schnelle und präzise Prognose der Flutwellen setzen sie auf ein dichtes Netz verschiedener Messgeräte.
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Quelle: Tagesspiegel
Bild: Unesco

Kongo: Rotes Kreuz verteilt Lebensmittel an 17.000 Menschen

Jerusalem - Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat nach eigenen Angaben bereits Lebensmittel an mehr als 17.000 Flüchtlinge in der kongolesischen Krisenregion Nord-Kivu verteilt. Seit dem 9. November seien zwischen den Orten Nyamilima und Ishasha im Osten der Demokratischen Republik Kongo rund 208 Tonnen Nahrungsmittel ausgegeben worden, teilte die Hilfsorganisation am Montag mit. Die vom Roten Kreuz versorgte Region liegt nordöstlich der von Rebellen bedrohten Stadt Goma, in die in den vergangenen Wochen tausende Menschen vor den Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen geflohen waren.
Das IKRK ist nach eigenen Angaben mit dem nationalen Rot-Kreuz-Ableger derzeit die einzige Hilfsorganisation, die Flüchtlinge dort mit Lebensmitteln versorgt. Das Welternährungsprogramm musste in der vergangenen Woche das Verteilen von Lebensmitteln nahe der Stadt Rutshuru abbrechen, nachdem in unmittelbarer Nähe Kämpfe ausgebrochen waren. Am Sonntag nahm das IKRK nach eigenen Angaben die Lebensmittelverteilung an rund 25.000 Menschen in der Region Kibaiti nordöstlich von Goma wieder auf.
Quelle: der Standard
Bild: REUTERS/Finbarr O' Reilly

02 November 2008

Schwedisches Rotes Kreuz übergibt Trinkwasseraufbereitungsanlagen an Philipinische Nationale Gesellschaft

The Swedish Red Cross (SRC) has donated four Water and Sanitation (WatSan) Emergency Response Unit (ERU) trucks to the Philippine National Red Cross (PNRC) for emergency and disaster response throughout the country. PNRC Chairman Sen. Richard J. Gordon said the trucks are equipped with water pumps, hoses, filtration devices, and pipes. “The equipment will provide distilled water to disaster-stricken areas which ran out of fresh drinking water,” he said.

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