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17 Dezember 2008

Trinkwasser für Simbabwe

Der Steirer Markus Lang fliegt für das Rote Kreuz nach Simbabwe, um im Kampf gegen die Cholera zu helfen.
Mulmig ist Markus Lang zumute, Angst hat er aber keine. Der Steirer setzt sich heute ins Flugzeug, um sich in Harare, der Hauptstadt von Simbabwe, am Einsatz des Roten Kreuzes im Kampf gegen die Cholera-Epidemie zu beteiligen. Fünf Wochen wird der 33-Jährige aus Pinggau im Bezirk Hartberg im südafrikanischen Staat bleiben, um Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung sowie zur Abwasserbeseitigung aufzubauen.

Heikle Mission. Wie die Situation in Simbabwe sein wird, weiß Lang noch nicht. Als Teil der "First Mission" gehört der 33-Jährige zu den ersten Hilfskräften vor Ort. Nur erfahrenes Personal wird bei dieser heiklen Mission eingesetzt, da aufgrund der instabilen Verhältnisse - das Militär liefert sich einen erbitterten Machtkampf mit der Polizei - ein großes Sicherheitsrisiko besteht. "Wir wurden bei den Sicherheitsbriefings vor Entführungen gewarnt, außerdem gibt es ein nächtliches ,Bewegungsverbot'", erklärt Lang.

Techniker. Rund sieben Tage wird der Steirer mit seinem Team damit beschäftigt sein, die 40 Tonnen schwere Trinkwasseranlage aufzubauen: "In der ersten Woche gibt es bestimmt keine Freizeit." Lang ist Teil der Emergency Response Unit des Roten Kreuzes, einer Schnelleinsatzgruppe für internationale Hilfseinsätze. Erst am Freitag hat der Oststeirer von der Mission erfahren. Für solche Einsätze ist Lang besonders begehrt, denn "Techniker, die so schnell für einen Einsatz verfügbar sind, gibt es kaum", so der Kfz-Mechanikermeister.

Lebensgefährtin Andrea Reiterer hat vollstes Verständnis dafür, dass Lang so kurzfristig über Weihnachten zu einem Hilfseinsatz fährt. "Nur meine 12-jährige Tochter Tatjana hat das noch nicht realisiert", so Lang.

zur Person:
Markus Lang wurde am 1. Juni 1975 in Hartberg geboren und wohnt in Pinggau. Seit 2000 arbeitet Lang ehrenamtlich beim Roten Kreuz mit. 2003 bestand er die Prüfung für internationale Einsätze. Bereits seit der Jugend engagiert sich der Kfz- Technikermeister für die örtlichen Feuerwehr.

16 Dezember 2008

Cholera: Oststeirer hilft in Simbabwe

Im afrikanischen Simbabwe erkranken immer mehr Menschen an Cholera. Der Oststeirer Markus Lang bricht am Dienstag nach Simbabwe auf, um dort mit einem Rot-Kreuz-Team eine Trinkwasseraufbereitungsanlage zu errichten.

Etwa 17.000 Menschen in Simbabwe sollen bereits an Cholera erkrankt, mindestens 800 an der Krankheit gestorben sein. Das Österreichische Rote Kreuz fliegt am Dienstag in die Hauptstadt Harare, an Bord ist auch der 33 Jahre alte Markus Lang aus Friedberg (Bezirk Hartberg). Er wird voraussichtlich fünf Wochen lang in dem krisengeschüttelten afrikanischen Staat stationiert sein.
Markus Lang ist Teil eines sogenannten ERUS-Teams des Roten Kreuzes. Diese Teams sind binnen 24 Stunden einsatzbereit und exakt für Arbeiten in Krisenregionen ausgebildet. Das Team besteht in diesem Fall aus drei Österreichern und drei Deutschen die mit einer Trinkwasseraufbereitungsanlage nach Harare aufbrechen. Trinkwasser für 40.000 Menschen
Die Anlage kann täglich bis zu 600.000 Liter Wasser produzieren. 40.000 Menschen können pro Tag so mit frischem Trinkwasser versorgt werden. Aufbau der Anlage dauert mehrere Tage
Zuerst muss die Anlage in Harare jedoch erst aufgebaut werden. Aufgrund des großen Aufwandes sollen lokale Arbeiter vor Ort helfen, die Anlage aufzustellen. Das Material für den Aufbau der Anlage muss vom Flughafen zu dem Ort gebracht werden. Dann geht es darum die Anlage so rasch wie möglich zu errichten.

Sobald nämlich das Rote Kreuz vor Ort ist, warten die Menschen mit Wasserkanistern auf das frische Wasser. Lang rechnet damit, dass die Trinkwasseraufbereitungsanlage innerhalb von drei Tagen steht.
Riskante Sicherheitslage in Simbabwe
Neben den hygienischen Bedingungen könnte für die Rot-Kreuz-Helfer auch die Sicherheitslage zum Problem werden. Derzeit liefern sich Polizei und Bundesheer einen erbitterten Machtkampf in Simbabwe. Sowohl Bundesheer als auch die Polizei sollten eigentlich für die Sicherheit der Hilfsteams garantieren.
Wer sich mit dem Auto durch die Stadt bewegt, sollte alle Fenster geschlossen halten und das Auto versperren, erklärt Markus Lang. Alleine sollte man überhaupt nicht unterwegs sein und nach Einbruch der Dämmerung ist es ratsam sich nicht mehr im Freien aufzuhalten. Die Sicherheit in Simbabwe sei derzeit so gut wie gar nicht gewährleistet, so der Oststeirer.
Quelle: st.orf.at
Bild: Rotes Kreuz

14 Dezember 2008

Einsatzdauer in simbabwe nicht abzusehen

Simbabwe: Österreichische Rotkreuz-Mitarbeiterin berichtet von verheerenden Zuständen im Choleragebiet

Wien/Harare (Rotes Kreuz) - "Es ist Gefahr in Verzug", alarmiert Rotkreuz-Mitarbeiterin Gerlinde Astleithner, die gerade aus der Katastrophenregion zurückgekehrt ist. "Die städtische Wasserversorgung funktioniert kaum mehr. Das wenige Wasser, das es gibt, ist massiv verschmutzt, chemische Mittel für eine entsprechende Reinigung sind nicht vorhanden." Das Ausmaß der Cholera-Epidemie hat mittlerweile äußerst kritische Dimensionen erreicht. Mehr als 16.700 Krankheitsfälle sind registriert, über 800 Menschen sind bereits daran gestorben. "Das Notfallmedikament Nummer eins in einer derartigen Situation heißt Wasser", so die Oberösterreicherin Astleithner. "Nur dadurch kann man eine weitere Ausbreitung der Krankheit verhindern. Zusätzlich haben an Cholera erkrankte Personen einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf." Seit Wochen verteilen Mitarbeiter und Freiwillige der nationalen Rotkreuz-Gesellschaft in Simbabwe an rund 100.000 Menschen Trinkwasser und halten Gesundheits- und Hygienetrainings. Internationale Unterstützung ist allerdings dringend notwendig.
Nach der Entsendung des österreichischen Experten, Wolfgang Stöckl, folgen Mittwoch Früh, 17. Dezember, drei weitere Rotkreuz-Helfer: der 48jährige Tiroler Herbert Thaler, der 47jährige Niederösterreicher Andreas Cermak und der 33 jährige Steirer Markus Lang.
Gemeinsam mit Kollegen aus Deutschland werden die Rotkreuz-Mitarbeiter täglich 600.000 Liter sauberes Wasser produzieren und an die Betroffenen verteilen. 40.000 Menschen können damit versorgt werden. Das erste Team bleibt voraussichtlich fünf Wochen vor Ort, die Dauer des Gesamteinsatzes ist nicht abzusehen.
Quelle: ÖRK
Bild: adam79@flickr.com

25 Juli 2007

Einsatz für die Flutopfer in Pakistan

Der Pinggauer Markus Lang fliegt heute mit einer Rotkreuz-Einheit nach Pakistan, um nach verheerenden Unwettern Trinkwasser aufzubereiten.

Was er bis zu seinem Abflug heute Mittag noch unbedingt tun will? Markus Lang aus Pinggau legt die Stirn in Falten. "Packen", sagt er und deutet auf eine offene Tasche und einen Rucksack am Boden des Wohnzimmers. Vor wenigen Tagen hat der 32-jährige Rettungssanitäter einen Anruf aus der Rotkreuz-Zentrale in Wien bekommen: Zusammen mit fünf Kollegen wird er nach Pakistan fliegen, wo er im Überschwemmungsgebiet für die Bevölkerung Trinkwasser aufbereiten wird. Es ist sein erster Auslandseinsatz.

Beinahe vier Jahre lang hat sich der Mechaniker-Meister für derartige Missionen ausbilden lassen. Heute ist er im Krisenfall innerhalb von 24 Stunden einsatzbereit. "Das geht, weil ich in der Werkstatt meines Vaters arbeite", sagt er.

Eine ganze Reihe von Impfungen musste er in den letzten Tagen über sich ergehen lassen. "In einem Seuchengebiet können schon kleine Verletzungen zum Problem werden." Gefahr droht aber auch von der Europäern nicht vertrauten Tierwelt. "Man stellt seine Schuhe nachts besser nicht vors Moskitonetz."

Kurz vor dem Abflug gibt es heute in Wien noch eine Einschulung, wie mit den islamischen Sitten umzugehen ist. Schließlich will man keinen Ärger mit Einheimischen. Im Gegenteil: Die Pakistanis werden im Umgang mit der Wasseraufbereitungsanlage geschult, damit sie sie nach dem Abzug der Rotkreuztruppe in vier Monaten selbst bedienen können. Angst habe er vor seinem Einsatz nicht, sagt Lang, obwohl es immer ein gewisses Risiko gebe. Zumal Pakistan politisch ein instabiles Land sei.

Mit Fassung hat Langs Freundin Regina Feiner die Nachricht von der Abreise ihres Freundes getragen, wie sie selbst erzählt. "Irgendwie rechnet man sowieso ständig damit. Bei jeder Katastrophenmeldung im Radio." Langs elfjährige Tochter urlaubt derzeit in Italien, in einem kurzen Telefonat hat ihr der Papa die neuen Umstände erklärt. Sehen wird Lang sie erst wieder nach seiner Rückkehr in fünf Wochen.

Warum er sich das antut, weiß der Pinggauer genau: "Es ist eine Portion Abenteuerlust. Aber vor allem die Dankbarkeit der Menschen, wenn man ihnen hilft."