Cholera-Epidemie wütet in West- und Zentralafrika
In Kamerun, Niger, Nigeria und dem Tschad sind rund 45.000 Menschen an Cholera erkrankt. Experten befürchten eine Ausweitung der Epidemie.
In vier Ländern West- und Zentralafrikas sind rund 45.000 Menschen an Cholera erkrankt. Mehr als 1.250 Menschen seien in Kamerun, im Tschad, im Niger und in Nigeria bereits an der Durchfallerkrankung gestorben, teilte die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in Genf mit. Die meisten Todesfälle, 544, meldete Kamerun.
Ihren Ursprung nahm die Cholera-Epidemie im Mai im Tschad, wo laut Rotem Kreuz inzwischen jeder zweite Distrikt betroffen ist. Allein in der vergangenen Woche hätten sich rund 1.400 Menschen in dem zentralafrikanischen Land neu angesteckt. Das Rote Kreuz warnt, die erwarteten starken Niederschläge im September und Oktober könnten die Zahl der Cholerafälle weiter steigen lassen.
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08 September 2011
29 Juli 2011
Der Platz der Kadaver
Die schlimmste Hungerkatastrophe der Gegenwart am Horn von Afrika
Am Horn von Afrika spielt sich die schlimmste humanitäre Katastrophe der Gegenwart ab. Ein Augenzeugenbericht aus dem kenianischen Flüchtlingslager Dagahaley.
Das Schlimmste sollte jetzt eigentlich vorüber sein. Die weiß gleißende Sonne, deren Hitze den Schädel zum Kochen brachte, ist einem warmen, gelben Ball gewichen, und der Wind, der den Sand in jede Pore, in die Augen und zwischen die Zähne trieb, hat sich ebenfalls beruhigt. Osman Liban Ali und sein Freund Hassan müssen nur noch wenige Kilometer mit ihrem Eselswagen an den am Wegrand liegenden Kuh- und Ziegenkadavern vorbeiziehen. Dann ist ihr Marsch vorbei, der sie elf Tage und Nächte lang fast ununterbrochen auf den Beinen hielt. Am nächsten Morgen werden sie sich in ihren Badelatschen, die ihre schrundig gelaufenen Füße schützen sollten, in die Schlange vor dem Empfangszelt des ostkenianischen Flüchtlingszentrums Dadaab einreihen – gemeinsam mit fast 1500 somalischen Landsleuten, die derzeit Tag für Tag ins Nachbarland geschlurft, gezogen oder auch gefahren kommen.
Ein Land leert sich.
Am Horn von Afrika spielt sich die schlimmste humanitäre Katastrophe der Gegenwart ab. Ein Augenzeugenbericht aus dem kenianischen Flüchtlingslager Dagahaley.
Das Schlimmste sollte jetzt eigentlich vorüber sein. Die weiß gleißende Sonne, deren Hitze den Schädel zum Kochen brachte, ist einem warmen, gelben Ball gewichen, und der Wind, der den Sand in jede Pore, in die Augen und zwischen die Zähne trieb, hat sich ebenfalls beruhigt. Osman Liban Ali und sein Freund Hassan müssen nur noch wenige Kilometer mit ihrem Eselswagen an den am Wegrand liegenden Kuh- und Ziegenkadavern vorbeiziehen. Dann ist ihr Marsch vorbei, der sie elf Tage und Nächte lang fast ununterbrochen auf den Beinen hielt. Am nächsten Morgen werden sie sich in ihren Badelatschen, die ihre schrundig gelaufenen Füße schützen sollten, in die Schlange vor dem Empfangszelt des ostkenianischen Flüchtlingszentrums Dadaab einreihen – gemeinsam mit fast 1500 somalischen Landsleuten, die derzeit Tag für Tag ins Nachbarland geschlurft, gezogen oder auch gefahren kommen.
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18 Juli 2011
Dürre in Afrika: Hungernde in Ostafrika brauchen mehr Hilfe
Britischer Entwicklungsminister: "Einige lächerliche Angebote reicher europäischer Staaten", während 500.000 Kinder vom Hungertod bedroht seien
Nairobi/Adis Abeba/Wien - Angesichts der Hungerkatastrophe in Ostafrika wuchs am Wochenende weltweit die Sorge vor einer weiteren Verschärfung der Krise. Alle müssten das Ausmaß der Situation begreifen und sich mehr anstrengen, sagte der britische Entwicklungsminister Andrew Mitchell bei einem Besuch im Osten Kenias.
Papst Benedikt XVI. rief bei seinem Sonntagsgebet "alle Menschen guten Willens" zu "Hilfe und Solidarität" mit den Dürreopfern auf. Das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF rechnet mit 500.000 Kindern, die vom Hungertod bedroht sind. Am Samstag reisten zwei österreichische Caritas-Mitarbeiter nach Ostafrika.
Nairobi/Adis Abeba/Wien - Angesichts der Hungerkatastrophe in Ostafrika wuchs am Wochenende weltweit die Sorge vor einer weiteren Verschärfung der Krise. Alle müssten das Ausmaß der Situation begreifen und sich mehr anstrengen, sagte der britische Entwicklungsminister Andrew Mitchell bei einem Besuch im Osten Kenias.
Papst Benedikt XVI. rief bei seinem Sonntagsgebet "alle Menschen guten Willens" zu "Hilfe und Solidarität" mit den Dürreopfern auf. Das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF rechnet mit 500.000 Kindern, die vom Hungertod bedroht sind. Am Samstag reisten zwei österreichische Caritas-Mitarbeiter nach Ostafrika.
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31 Oktober 2008
Die Lage der Flüchtlinge im Kongo ist katastrophal
Zehntausende Menschen sind in der Demokratischen Republik Kongo auf der Flucht vor den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und den Rebellen um den desertierten General Laurent Nkunda. Der Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) erklärte, dass die Lage der Flüchtlinge „katastrophal“ sei, mittlerweile sei sogar ein Krankenhaus geplündert worden.
Die Lage der Flüchtlinge im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist nach Angaben des Roten Kreuzes „katastrophal“. Ein Krankenhaus in Katindo sei geplündert worden, sagte ein Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) am Donnerstag. Die Plünderung habe am Mittwoch stattgefunden, „und wir fürchten, dass es noch weitergeht“. Zehntausende Menschen seien weiter auf der Flucht vor den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und den Rebellen um den desertierten General Laurent Nkunda. Die Tatsache, dass die Flüchtlinge von einem Ort zum nächsten zögen, erschwere Hilfsaktionen.
Die Flüchtlinge aus Kibati nördlich von Goma, die von Rebellen gejagt würden, seien jetzt in südwestlicher Richtung unterwegs, um sich in zwei Lager in Mugunga zu retten, hieß es beim IKRK. Flüchtlinge aus der Region Rutshuru seien auf dem Weg nach Norden nach Kanyabayonga und weiter Richtung Osten nach Nyamilina. Die Rotkreuz-Mitarbeiter blieben allesamt in Goma, sagte Izard. Es solle ein weiterer Chirurg dorthin entsandt werden, damit dieser seinen Kollegen vor Ort entlasten könne.
Die Lage der Flüchtlinge im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist nach Angaben des Roten Kreuzes „katastrophal“. Ein Krankenhaus in Katindo sei geplündert worden, sagte ein Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) am Donnerstag. Die Plünderung habe am Mittwoch stattgefunden, „und wir fürchten, dass es noch weitergeht“. Zehntausende Menschen seien weiter auf der Flucht vor den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und den Rebellen um den desertierten General Laurent Nkunda. Die Tatsache, dass die Flüchtlinge von einem Ort zum nächsten zögen, erschwere Hilfsaktionen.Die Flüchtlinge aus Kibati nördlich von Goma, die von Rebellen gejagt würden, seien jetzt in südwestlicher Richtung unterwegs, um sich in zwei Lager in Mugunga zu retten, hieß es beim IKRK. Flüchtlinge aus der Region Rutshuru seien auf dem Weg nach Norden nach Kanyabayonga und weiter Richtung Osten nach Nyamilina. Die Rotkreuz-Mitarbeiter blieben allesamt in Goma, sagte Izard. Es solle ein weiterer Chirurg dorthin entsandt werden, damit dieser seinen Kollegen vor Ort entlasten könne.
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14 März 2008
Tschad/Sudan: Neuer Anlauf für den Frieden
Nach fünfjährigen Feindseligkeiten und mehreren gescheiterten Annäherungsversuchen haben die Präsidenten der afrikanischen Nachbarstaaten Tschad und Sudan ein Friedensabkommen unterzeichnet.
Der tschadische Präsident Idriss Deby und sein sudanesischer Kollege Omar el Beschir setzten am späten Donnerstagabend ihre Unterschrift unter den Vertrag. Danach reichten sich die bisherigen Rivalen in Anwesenheit von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Hände. Das Abkommen ist bereits der sechste Versuch, den Konflikt zu beenden. Gastgeber für die Unterzeichnung im senegalesischen Dakar war Senegals Präsident Abdulaje Wade.
In dem Vertragstext erklären die Präsidenten Tschads und Sudans, alle destabilisierenden Aktivitäten bewaffneter Gruppen auf ihrem Territorium zu unterbinden. Zudem verpflichteten sich Deby und Beschir zur persönlichen Versöhnung und Normalisierung der Beziehungen zwischen ihren Ländern. Beide sagten zu, sich für Frieden und Stabilität in der vom Konflikt in der westsudanesischen Krisenregion Sudan in Mitleidenschaft gezogenen Grenzregion des Tschads einzusetzen.
Die Forderungen des neuen Friedensabkommens unterscheiden sich kaum von denen vorheriger Versuche zur Beendigung des Konflikts. Allerdings soll künftig eine neu eingerichtete Kontrollgruppe seine Umsetzung prüfen. Mitglieder der Gruppe, die sich einmal monatlich treffen soll, sind die Außenminister Libyens, des Kongo, Senegals, Gabuns und Eritreas.
Bild: Fokus - Der sudanesische Präsident Omar el Beschir (l.) und sein tschadischer Kollege Idriss Deby
Der tschadische Präsident Idriss Deby und sein sudanesischer Kollege Omar el Beschir setzten am späten Donnerstagabend ihre Unterschrift unter den Vertrag. Danach reichten sich die bisherigen Rivalen in Anwesenheit von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Hände. Das Abkommen ist bereits der sechste Versuch, den Konflikt zu beenden. Gastgeber für die Unterzeichnung im senegalesischen Dakar war Senegals Präsident Abdulaje Wade.
In dem Vertragstext erklären die Präsidenten Tschads und Sudans, alle destabilisierenden Aktivitäten bewaffneter Gruppen auf ihrem Territorium zu unterbinden. Zudem verpflichteten sich Deby und Beschir zur persönlichen Versöhnung und Normalisierung der Beziehungen zwischen ihren Ländern. Beide sagten zu, sich für Frieden und Stabilität in der vom Konflikt in der westsudanesischen Krisenregion Sudan in Mitleidenschaft gezogenen Grenzregion des Tschads einzusetzen.
Die Forderungen des neuen Friedensabkommens unterscheiden sich kaum von denen vorheriger Versuche zur Beendigung des Konflikts. Allerdings soll künftig eine neu eingerichtete Kontrollgruppe seine Umsetzung prüfen. Mitglieder der Gruppe, die sich einmal monatlich treffen soll, sind die Außenminister Libyens, des Kongo, Senegals, Gabuns und Eritreas.
Quelle: Fokus
Bild: Fokus - Der sudanesische Präsident Omar el Beschir (l.) und sein tschadischer Kollege Idriss Deby
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