Britischer Entwicklungsminister: "Einige lächerliche Angebote reicher europäischer Staaten", während 500.000 Kinder vom Hungertod bedroht seien
Nairobi/Adis Abeba/Wien - Angesichts der Hungerkatastrophe in Ostafrika wuchs am Wochenende weltweit die Sorge vor einer weiteren Verschärfung der Krise. Alle müssten das Ausmaß der Situation begreifen und sich mehr anstrengen, sagte der britische Entwicklungsminister Andrew Mitchell bei einem Besuch im Osten Kenias.
Papst Benedikt XVI. rief bei seinem Sonntagsgebet "alle Menschen guten Willens" zu "Hilfe und Solidarität" mit den Dürreopfern auf. Das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF rechnet mit 500.000 Kindern, die vom Hungertod bedroht sind. Am Samstag reisten zwei österreichische Caritas-Mitarbeiter nach Ostafrika.
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18 Juli 2011
17 September 2010
Wasser für Ugandas Bürger
Berlin - Ein eigener Wasseranschluss, eine Dusche oder gar eine Toilette sind für viele Menschen in Uganda keine Selbstverständlichkeit. Durchschnittlich 900 Meter weit müssen die Frauen und Mädchen in der Trockenzeit laufen, um Wasser zu bekommen. Dafür gehen auf dem Land nach Berechnungen des Wasserministeriums in Kampala im Durchschnitt 66 Minuten drauf, in der Stadt 35 Minuten.Ein Drittel der Bevölkerung hat nach Angaben des Ministeriums gar keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Regierung will diesen Anteil drastisch senken. Auch die Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) leistet einen Beitrag.
Vor zehn Jahren verständigten sich die UN-Staaten darauf, den Anteil der Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, bis 2015 zu halbieren. Nach Angaben des Bundesentwicklungshilfeministeriums braucht jeder Mensch mindestens 20 Liter Wasser am Tag, zum Trinken und für Hygienezwecke. Für ein tatsächlich gesundes Leben liegt der Bedarf noch höher, den Angaben zufolge zwischen 50 und 100 Litern pro Tag. Weltweit sind immer noch 884 Millionen Menschen ohne Trinkwasser, das entspricht 13 Prozent der Weltbevölkerung.
Nach den Plänen der ugandischen Regierung soll in fünf Jahren jeder Stadtbewohner in unmittelbarer Umgebung Zugang zu sauberem Trinkwasser haben - das heißt einen Brunnen, eine Quelle oder einen öffentlichen Wasserhahn innerhalb von 200 Metern. Auf dem Land soll die Infrastruktur immerhin soweit ausgebaut werden, dass drei Viertel der Bevölkerung im Umkreis von einem Kilometer Trinkwasser erhalten können.
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