Die Geschichte der internationalen Hilfsorganisationen beginnt mit einem Streit über ihre Sinnhaftigkeit: Henri Dunant war 1859 so entsetzt von der Schlacht von Solferino, dass er das Rote Kreuz gründete - und sich damit die Kritik einer der prominentesten Helferinnen seiner Zeit zuzog: Florence Nightingdale, Mitbegründerin der modernen Krankenpflege. Wer Soldaten freiwillig hilft, verringert damit die Kriegskosten und sorgt so dafür, dass Länder länger und öfter Krieg führen können, argumentierte sie.
Auch beim größten Verbrechen der Geschichte ging eine Hilfsorganisation einen Kompromis ein: Das Internationale Rote Kreuz wusste relativ früh und recht gut über die Deportation und die Vernichtung der Juden Bescheid.
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03 Dezember 2011
20 September 2011
Sechs Millionen in sechs Wochen für Afrika
Die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika fordert die Hilfsorganisationen auch in den kommenden Monaten.
Rund sechs Wochen nach dem Start der Hilfsaktion "Nachbar in Not - Hunger in Ostafrika" sind bis heute sechs Millionen Euro gespendet worden.
"Sechs Millionen Euro Spenden innerhalb kürzester Zeit zeigen, dass die Menschen in Österreich nicht bereit sind, sich an die Schreckensbilder aus Afrika zu gewöhnen. Dieses Ergebnis ist aber auch Ausdruck einer gemeinsamen Anstrengung, ohne die das Netzwerk aus Professionalität und Nächstenliebe nicht funktionieren würde - ein Ergebnis, auf das wir alle stolz sein dürfen",
Rund sechs Wochen nach dem Start der Hilfsaktion "Nachbar in Not - Hunger in Ostafrika" sind bis heute sechs Millionen Euro gespendet worden. "Sechs Millionen Euro Spenden innerhalb kürzester Zeit zeigen, dass die Menschen in Österreich nicht bereit sind, sich an die Schreckensbilder aus Afrika zu gewöhnen. Dieses Ergebnis ist aber auch Ausdruck einer gemeinsamen Anstrengung, ohne die das Netzwerk aus Professionalität und Nächstenliebe nicht funktionieren würde - ein Ergebnis, auf das wir alle stolz sein dürfen",
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Rotes Kreuz
17 Juli 2011
Dürre in Ostafrika
Bereits seit Wochen läuft die Hilfe der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften am Horn von Afrika (Plan) auf Hochtouren. Sowohl in Äthiopien als auch in Kenia und Somalia sind Nahrungsmittel- und Trinkwasserverteilungen im Gange. In Kenia wurden Wasserlöcher gebohrt, durch die mehr als 80.000 Menschen mit Trinkwasser versorgt werden können. Zusätzlich wird vom Kenianischen Roten Kreuz weiteres Trinkwasser für rund 300.000 Personen auf Lastwagen in die betroffene Region gebracht. Seit Anfang des Jahres wurden in Kenia 50 Tonnen dürreresistentes Saatgut verteilt, das 25.000 Familien trotz des Wassermangels eine Ernte ermöglicht.
Auch in Somalia sind Rothalbmond-Helfer aktiv. 14 mobile Gesundheitsteams versorgen die Menschen in den am stärksten von der Dürre betroffenen Gebieten.
In allen drei Länder – Äthiopien, Kenia und Somalia - werden verstärkt Mütter und Kinder gesundheitlich betreut und mit Nahrung, Nahrungsergänzungsmitteln und Wasser versorgt.
Auch in Somalia sind Rothalbmond-Helfer aktiv. 14 mobile Gesundheitsteams versorgen die Menschen in den am stärksten von der Dürre betroffenen Gebieten.
In allen drei Länder – Äthiopien, Kenia und Somalia - werden verstärkt Mütter und Kinder gesundheitlich betreut und mit Nahrung, Nahrungsergänzungsmitteln und Wasser versorgt.
Quelle: Rotes Kreuz
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Rotes Kreuz
27 März 2007
Rot-Kreuz-Helfer nach Angriff: "Wir sind wohlauf"
COLOMBO/WIEN. In Sri Lanka fielen in der Nacht auf gestern Bomben auf die Hauptstadt Colombo. Drei österreichische Rot-Kreuz-Helfer, unter ihnen die Tragweinerin Gerlinde Astleitner (40), meldeten sich daheim: "Wir sind wohlauf."
Die 40-Jährige betreut die österreichischen Tsunami-Projekte des Roten Kreuzes, meist von Wien aus. In Sri Lanka wird ein Spendenvolumen von elf Millionen Euro in den Wiederaufbau investiert. Erst zwei Tage lang war Astleitner in Colombo ehe in der Nacht auf gestern in der Hauptstadt ein Luftangriff der Tamilen-Rebellen die Menschen schockte. "Es geht mir gut, die Gefahr ist momentan gebannt. Ich habe keine Angst", sagt die Tragweinerin.
Ihr burgenländischer Kollege Klaus Palkovits, Koordinator des Tsunami-Hilfsprojekts in Colombo, sagt: "Offenbar haben die Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) den Moment abgewartet in dem die ganze Nation vom derzeit laufenden Cricket-Weltcup abgelenkt war, um dann um ein Uhr nachts zuzuschlagen." Palkovits hat, wie berichtet, die Errichtung von Häusern für Tsunami-Opfer in Trincomalee überwacht, die auch mit oberösterreichischen Spendengeldern in der Höhe von 750.000 Euro finanziert wurden. Die OÖN sind offizieller Medienpartner des Projekts.
Gefechtslärm raubt Schlaf
Unweit von Trincomalee, ebenfalls im Osten der Insel, liegt derzeit das Zentrum des Krisenherdes - Batticaloa. Dort ist die Kärntner Rotkreuz-Mitarbeiterin Marianne Pecnik als Architektin tätig. "Ich kann kaum eine Nacht durchschlafen, weil ständig Artelleriegeschütze zu hören sind", sagt sie: "Ich bin sehr müde." Die Situation spitzt sich in dieser Region immer mehr zu. In Batticaloa sind laut Pecnik derzeit etwa 130.000 Flüchtlinge, die aus dem Norden des Distrikts beziehungsweise aus den westlichen von der LTTE kontrollierten Gebieten gekommen sind. Seit drei Wochen funktioniert das Mobilnetz nicht mehr.
"Unsere Rot-Kreuz-Fahnen auf den Autos und den Häusern haben in solchen Regionen eine lebensschützende Funktion, fast wie kugelsichere Westen", sagt ihre Wiener Kollegin Andrea Winter, die ebenfalls in Sri Lanka im Hilfseinsatz war. Die Fahnen werden von allen respektiert.
Ihr burgenländischer Kollege Klaus Palkovits, Koordinator des Tsunami-Hilfsprojekts in Colombo, sagt: "Offenbar haben die Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) den Moment abgewartet in dem die ganze Nation vom derzeit laufenden Cricket-Weltcup abgelenkt war, um dann um ein Uhr nachts zuzuschlagen." Palkovits hat, wie berichtet, die Errichtung von Häusern für Tsunami-Opfer in Trincomalee überwacht, die auch mit oberösterreichischen Spendengeldern in der Höhe von 750.000 Euro finanziert wurden. Die OÖN sind offizieller Medienpartner des Projekts.
Gefechtslärm raubt Schlaf
Unweit von Trincomalee, ebenfalls im Osten der Insel, liegt derzeit das Zentrum des Krisenherdes - Batticaloa. Dort ist die Kärntner Rotkreuz-Mitarbeiterin Marianne Pecnik als Architektin tätig. "Ich kann kaum eine Nacht durchschlafen, weil ständig Artelleriegeschütze zu hören sind", sagt sie: "Ich bin sehr müde." Die Situation spitzt sich in dieser Region immer mehr zu. In Batticaloa sind laut Pecnik derzeit etwa 130.000 Flüchtlinge, die aus dem Norden des Distrikts beziehungsweise aus den westlichen von der LTTE kontrollierten Gebieten gekommen sind. Seit drei Wochen funktioniert das Mobilnetz nicht mehr.
"Unsere Rot-Kreuz-Fahnen auf den Autos und den Häusern haben in solchen Regionen eine lebensschützende Funktion, fast wie kugelsichere Westen", sagt ihre Wiener Kollegin Andrea Winter, die ebenfalls in Sri Lanka im Hilfseinsatz war. Die Fahnen werden von allen respektiert.
Quelle: OÖnachrichten vom 27.03.2007
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