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02 Juli 2008

Stadt Linz spendet 20.000 Euro für Trinkwasseraufbereitungsanlage

Am 01. Juni 2008 hat das Österreichische Rote Kreuz vier Rotkreuz-Trinkwasserexperten sowie eine TWA-Anlage ins Erdbeben-Gebiet nach China entsendet. Die Hilfe vor Ort – genauer gesagt im Zielgebiet Xinglong nahe der Linzer Partnerstadt Chengdu – ist bereits voll angelaufen. Die Stadt Linz hat 20.000 Euro für die vom Roten Kreuz entsendete Wasseraufbereitungsanlage gespendet.

„Sauberes Trinkwasser ist für die Erdbebenopfer überlebenswichtig. Als Partnerstadt wollen wir dazu unseren Beitrag leisten", unterstreicht Vizebürgermeisterin Dr. Christiana Dolezal die Verbundenheit der Stadt Linz mit Chengdu.

„Geplant ist, die von uns bereitgestellte Trinkwasseraufbereitungsanlage im Krisengebiet zu lassen, um eine entsprechend langfristige Hilfe gewährleisten zu können. Oberste Prämisse unserer Einsätze ist es, lokale Mitarbeiter in der Aufbereitung von Trinkwasser auszubilden – die Hilfe zur Selbsthilfe steht dabei im Mittelpunkt unserer Bemühungen“, freut sich OÖ RK-Präsident Leo Pallwein-Prettner über die finanzielle Unterstützung der Stadt Linz.

Die Trinkwasseranlage des Roten Kreuzes kann täglich 225.000 Liter Wasser reinigen und somit rund 15.000 Menschen mit Trinkwasser versorgen.

Seit 1983 besteht zwischen Linz und Chengdu eine Städtepartnerschaft. Im Mittelpunkt der engen Zusammenarbeit steht ein medizinisches Aus- und Weiterbildungsprogramm, sowie Kultur- und Wirtschaftsprojekte. Das Epizentrum des Erdbebens vom 12. Mai 2008 lag nur 100 Kilometer von Chengdu entfernt.
Quelle: Rotes Kreuz

03 Juni 2008

Heimische Rotkreuz-Helfer in China eingetroffen

Die österreichischen Rotkreuz-Helfer sind im chinesischen Bebengebiet eingetroffen und haben ein erstes Lagebild erstellt: Wie Teamleader Werner Meisinger am Dienstag sagte, wurde in der Stadt Banquiao ein mögliches Einsatzgebiet für die Trinkwasseraufbereitung untersucht. Noch ist der Einsatzort der vier Österreicher nicht fix, bis auf weiteres bleiben sie in der Provinzhauptstadt Chengdu.


Chengdu selbst sei vom Erdbeben eher wenig betroffen, sagte Meisinger. Einen ersten Eindruck von den Verheerungen konnten die Österreicher allerdings in der Kleinstadt Banqiao sammeln. Die Ansiedlung hat etwa 20.000 Einwohner und ist stark in Mitleidenschaft gezogen worden. "Wir haben dort ein Assessment gemacht und könnten in der Stadt entweder unsere Anlagen aufbauen oder zwischenlagern", schilderte Meisinger. Mit den Trinkwasseraufbereitungsgerätschaften können die vier Rotkreuzhelfer etwa 15.000 bis 20.000 Menschen versorgen, was für Banqiao reichen würde.

"Die Leute machen einen gefassten Eindruck. Mein Eindruck ist, dass sie sich strukturieren und versuchen, mit einfachen Mitteln Aufbauarbeit zu leisten", so Meisinger. Die Bedingungen seien verglichen mit anderen Ländern recht gut, konstatierte Meisinger, der schon des öfteren in Krisengebieten gearbeitet hat.

Der Einsatz des österreichischen Teams ist für fünf Wochen anberaumt, dann werden die vier entweder abgelöst oder brechen ihre Zelte ganz ab. Am Mittwoch fahren sie nach Deyang, wo eine Art Basecamp errichtet werden könnte. Wo die vier Österreicher letztendlich die Trinkwasseraufbereitung starten werden, hängt nicht von ihrer eigenen Entscheidung ab. Koordiniert werden die Einsätze vom internationalen sowie vom chinesischen Roten Kreuz.
Quelle: Kleine Zeitung/APA
Bild: Symboldarstellung