21 April 2007

Bruno Hölzl: Mehr Wasser als ein Tropfen auf den heißen Stein

Beim Roten Kreuz in Kirchdorf war Bruno Hölzl einmal Ortsstellenleiter, seine Hilfsbereitschaft hat den Micheldorfer darüber hinaus in die weite Welt zu den Krisenherden gebracht. Das Herz für andere verdankt Hölzl seinem Elternhaus, die Möglichkeit bei Katastrophen ins Flugzeug zu steigen dem Verständnis seines Arbeitgebers, des Landesschulrates für Oberösterreich. Auch nachdem ein Tsunami über Thailand eine Spur der Verwüstung gezogen hatte, packte Hölzl seine Notfallkoffer. Hölzl zählt zu jenen zwölf Österreichern, die als Einsatzleiter Auslanddienste des Roten Kreuzes machen. Hölzls Spezialgebiet ist die Trinkwasseraufbereitung nach Erdbeben und Hochwässern. Nicht immer ist es die Natur, gegen deren entfesselte Gewalt der Oberöstereicher seine Menschlichkeit stellt. Auch auf ehemaligen Kriegsschauplätzen wie im ehemaligen Jugoslawien und in Flüchtlingslagern macht Hölzl das lebenswichtige Nass wieder genießbar.

Die Gefahr macht bisweilen keinen Bogen um die internationalen Helfer,auch Hölzl geriet öfters schon in brenzlige Lagen. "Logisch denken, die Nerven bewahren", hämmert er sich dann immer geistig ein. Vor allem hilft die sorgfältige Vorbereitung aller Projekte.

Beim Elend, in das Menschen gestürzt werden, könnte man zum Zyniker und Menschenverächter werden, aber für Hölzl überlebt das Gute auch im widrigen Umfeld wie die Opfer, um die er sich kümmert: "Es sind die Blicke, wenn zum ersten Mal trinkbares Wasser aus der Anlage in die Krüge und Kanister fließt, die ungemein beglückend sind", sagt Hölzl. Dazu komme, sagt der Rotkreuz-Fachmann, dass man bei internationalen Einsätzen neben alten Hasen auch immer wieder neue Leute kennen lernt, die auf der gleichen Wellenlänge funken, dass das Helfen zum Menschen gehört. Gattin Monika und die beiden noch im Haushalt lebenden Kinder Lorenz und Pia lernen mehr von der großen Welt von den Augenzeugenberichten des Familienvaters als vom Fernsehschirm. Und auch für Hölzls Schüler reicht der Horizont über das Kremstal hinaus. (lira)

Lehrerlaufbahn

Bruno Hölzl, geboren 1956 in Linz, Volks- und Hauptschule, absolvierte das Bischöflich musisch-pädagogische Realgymnasium und dann die Pädagogische Akademie für das Lehramt für Mathematik, Physik und Chemie. Seit 30 Jahren unterrichtet Hölzl an der Polytechnischen Schule in Kirchdorf. Vergangenes Jahr wurde Hölzl von Ministerin Elisabeth Gehrer mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet.

Abenteuer: Jeder Einsatz ist Abenteuer und Herausforderung gleichzeitig.

Nächstenliebe: Ohne sie kann unsere Gesellschaft nicht weiter bestehen.

Umweltschutz: eines unserer größten Probleme

Freiwilligkeit: wichtig für das Funktionieren unserer Systeme

Erinnerung: Zurückholen beglückender Momente

Verpflichtung: Auf mich soll man sich jederzeit verlassen können.

Heimat: Nach jeder Rückkehr aus dem Ausland schätze ich Oberösterreich noch mehr.

Familie: Extrem wichtig, mein Ruhepol - unsere Singlegesellschaft macht mir Sorgen.
Lektüre für die Auslandseinsätze: Steven Hawkins und Sachbücher

Erfahrung: eine persönliche Weiterentwicklung

Wasser: Wasser wird bald teurer sein als Öl: Diese Entwicklung ist ja eigentlich logisch, ohne Wasser kein Leben.

19 April 2007

Menschlichkeit leben! - Die Katastrophenhilfe des Roten Kreuzes

Wann immer sich eine Katastrophe ereignet, heißt es: „Call the Austrians“, denn die Wasserspezialisten des Österreichischen Roten Kreuzes sind gefragte Experten auf dem Gebiet der Trinkwasseraufbereitung. Mit dem Notfallsanitäter Gottfried Stauffer und Dipl.Ing. Florian Kis verfügen auch die Bezirke Vöcklabruck und Gmunden über jeweils einen von rund 200 Wasserspezialisten des Österreichischen Roten Kreuzes. Von den insgesamt 200 Mitarbeitern haben 85 (26 aus Oberösterreich) die internationale Ausbildung, die für Auslandseinsätze berechtigt, absolviert.
Damit für den Ernstfall jeder Handgriff sitzt, werden verpflichtend einmal im Jahr spezielle Übungen abgehalten. Hier geben vor allem die älteren, auslanderprobten Mitarbeiter ihre Erfahrungen an die „jüngeren“ Kollegen weiter. Erst kürzlich fand so eine Einsatzübung auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik in Laakirchen im Bezirk Gmunden statt. Diese Übung wurde auch speziell genutzt, um neuen Kollegen die Zulassungsprüfung für die internationale Ausbildung abzunehmen. Günter Stummer vom ÖRK Generalsekretariat in Wien zeigte sich beeindruckt über die Gesamtsituation der Trinkwasseraufbereitung im oberösterreichischen Roten Kreuz.
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Quelle: Salzkammergut Internetzeitung vom 18.04.2007

17 April 2007

Vom Donauwasser zum Trinkwasser

Wann immer sich eine Katastrophe ereignet, heißt es: „Call the Austrians“, denn die Wasserspezialisten des Österreichischen Roten Kreuzes sind gefragte Experten auf dem Gebiet der Trinkwasseraufbereitung.

Das OÖ Rote Kreuz verfügt über zwei Trinkwasser-aufbereitungsanlagen, die beide zuletzt bei der Tsunami-Katastrophe in Indonesien im Einsatz waren. Eine der beiden sogenannten „TWA 10“ (TWA = Trinkwasseraufbereitungsanlagen) wird im Katastrophenhilfsdienst-Lager des OÖ Roten Kreuzes (Melissenweg 34, Linz Wegscheid) gelagert und ist jederzeit einsatzbereit. Die Anlage ist verpackt und kann ohne große Zeitverzögerung ins jeweilige Krisengebiet entsandt werden. Die zweite TWA 10 wird in der Bezirksstelle Steyr-Stadt gelagert.

Suchbilder

Die beiden Aufnahmen zeigen dieselbe Filtereinheit. Der geschulte Beobachter erkennt dennoch einen kleinen Unterschied...

Bilder: Rotes Kreuz

16 April 2007

In Katastrophengebieten auf der ganzen Welt unterwegs

Andreas Hattinger ist ein weltweit anerkannter Trinkwasserexperte. Erst vor zwei Monaten stand er im überfluteten Mosambique (Südost-Afrika) seinen Mann. Gemeinsam mit Helfern des dortigen Roten Kreuzes gelang es ihm, rasch halbwegs erträgliche Zustände in dem riesigen Überschwemmungsgebiet herzustellen.


"Um die Krankheitskeime einzudämmen, mussten wir zuallererst das Sanitärwesen in den Griff bekommen. Das war fast noch wichtiger als der Aufbau der Trinkwasserversorgung. Gott sei Dank gelang uns das ganz gut - wir hatten keinen einzigen Cholerafall", sagt Hattinger.

Sein eigener Körper wurde in Mosambique geschunden. "Wir haben am letzten Tag ein Ei gegessen und sind prompt an einer Salmonellenvergiftung erkrankt", berichtet der Geboltskirchner.

Einsätze in aller Welt

Hattinger ist einer von weltweit 250 Experten, auf die das internationale Rote Kreuz mit Sitz in Genf im Krisenfall zurückgreifen kann. Auch für seine jüngste Hilfsmission in Mosambique kam der Einsatzbefehl aus der Schweiz. Nachdem er an einem Dienstagmorgen seine Tochter zum Schulbus gebracht hatte, läutete das Telefon. Innerhalb einer Stunde musste er entscheiden, ob er den Auftrag annehmen kann. 24 Stunden später saß er im Flugzeug Richtung Afrika.

Der erfahrene Rot-Kreuz-Offizier wurde schon nach Ruanda, auf den Golan (Naher Osten), in den Iran, nach Sumatra (Indonesien) und nach Pakistan beordert. Immer dann, wenn es auf dem Erdball nach Naturkatastrophen "brennt" und das betroffene Land Hilfe braucht, wird er gerufen. Das ist für seine Frau Evelyn und die Töchter Juliane (6) und Annika (2) nicht immer leicht.

Blut spenden verboten

Als Blutspender taugt der in Ried tätige Notfall-Sanitäter absolut nicht. "Da ich permanent gegen alles geimpft sein muss, scheide ich natürlich als Blutspender aus", erklärt Hattinger.

Ansonsten ist Hattinger aber ein echter Teufelskerl. "Ich absolviere auch Übungen mit dem Jagdkommando des Bundesheeres, mit der Wiener Polizei-Sondereinheit Wega und mit der Cobra. Einmal wurde ich bei so einer Übung sogar nachts überfallen und als Geisel genommen." Wieder freigekommen sei er durch Verhandlungsgeschick. Auch das gehöre zur Ausbildung, sagt der leidenschaftliche Motorradfahrer.

Andreas Hattinger wurde am 24. März 1966 in Haag geboren. Nach der Pflichtschule lernte er Fernmeldetechnik. Fünf Jahre im Postdienst waren für ihn genug, der Geboltskirchner heuerte beim Roten Kreuz an, wo er es inzwischen zum Offizier gebracht hat. 1993/94 holte er die Matura nach.

Hattingers berufliches Herz schlägt in der Innviertel-Leitstelle des Roten Kreuzes in Ried. Im Ernstfall kann sich das Einsatzgebiet des Kolonnenkommandanten auf die ganze Welt ausdehnen. (ho/az)

Andreas Hattinger

Beruf: Notfall-Sanitäter
Wohnort: Geboltskirchen
Geboren: 24. März 1966
Familienstand: seit sieben Jahren verheiratet, zwei Töchter
Hobbys: Familie, Motorrad

In Geboltskirchen......schätze ich die Ruhe zum Leben.

In Ried......arbeite ich gerne beim Roten Kreuz.

Katastrophenmanagement......ist immer wieder eine neue große Herausforderung.

Das Rote Kreuz......ist ein weltweit operierendes Netzwerk der Hilfe.

Menschen in aller Welt zu helfen, bedeutet für mich......zuerst persönliche Herausforderung, und dann persönliche Befriedigung, wenn ich den Menschen erfolgreich helfen konnte.

Lebensmotto......"Nicht über Dinge ärgern, die man sowieso nicht ändern kann!"


15 April 2007

Wer kennt Andreas Reisinger?

2007-04-14 ooeNachrichten - Flottengeneral vom Roten Kreuz
Aus den OoeNachrichten vom 14. April 2007

Medienberichte

2007-04-15 Kronenzeitung - 60 Oberösterreicher als Wassermacher
Solltest du auch einen Artikel entdeckt haben, schick ihn mir doch...

13 April 2007

Medienevent

Eine Präsentation der TWA des Oberösterreichischen Roten Kreuzes fand heute in Linz statt. Vor zahlreiche Medienvertretern lobte Präsident LPP die Leistungen der Mitarbeiter und unterstrich die Bedeutung und das Ansehen das unsere Einheit weltweit genießt.
Im Anschluss erläuterte Gerhard Aglas die Technik der TWA und beantwortete die Fragen der Reporter. Ein sehr ansprechender Beitrag wurde in Radio OÖ noch am selben Nachmittag ausgestrahlt.
Danke allen die zum Gelingen der Veranstalltung beigetragen haben.
Seitens der TWA wirkten mit:
Wolfgang Stöckl, Wolfgang Speichert, Andreas Hattinger, Ernst Kerschbaumsteiner, Gerhard Aglas und Ortner Rudi.

Ein paar Bilder gibts hier zu sehen...

04 April 2007

Geisterwelten hinter den Wolken


papua Neuguinea
Originally uploaded by rk0110.
Der Titel hat sicherlich nichts mit dem Ort der Veranstalltung im Rotkreuzzentrum Wels zu tun. Vielmehr berichtet der Welser Rotkreuzmitarbeiter Thomas Emrich über seine Eindrücke von einem Aufenthalt in Papua Neu Guinea.

Mittwoch 11. April 2007; 19:30 Uhr im RK-Zentrum Wels

30 März 2007

Tolle Leistung des OÖ TWA Nachwuchses

Bei der vergangenes Wochenende im Zuge der ersten Landesverbandsübung abgehaltenen "Eignungsüberprüfung für internationale Einsätze" überzeugten die Teilnehmer und TeilnehmerInnen (8 LV OÖ und 2 LV Wien) die Prüfer (Günter Stummer (ÖRK), Dietmar Gabrovec (LV St.), Matina Chap (LV W.) und Ralf Gfrerrer (LV K)).
Die Geprüften können nun an der Internationalen Ausbildung teilnehmen und kommen sogar bereits für ERU-Missionen in betracht bei denen ausschließlich das Modul "Spezialiced Water" entsandt wird.

Günter Stummer bedankt sich "für die hervorragende Arbeit der Ausbildner in den Landesverbänden und die tolle Leistung der angetretenen MitarbeiterInnen."

Wir gratulierne: Ausserhuber Robert; Brugger Birgit; Glas Peter; Hildenbrand Wilfried; Hofer Florian; Kisch Florian; Loizmayr Stefan; Pointner Hermann; Rabner Karl; Reif Matthias; Wiesinger Johannes; sowie den Wiener Kolleginnen Husain Beate und Rouchouze Barbara.

Ein besonderer Dank gilt Hans Märzendorfer der für die optimalen Rahmenbedingungen sorgte.

Tue gutes...

und sprich darüber.

Neben hervorragenden Leistungen im Katastrophenfall kann das Rote Kreuz auch an der Medienfront Erfolge verbuchen. Großen Anteil daran hat Andreas Hattinger. Nicht nur dass er für den "Florian 2007" vorgeschalgen wurde.
Andreas plaudert auch über seine Salmonelleninfektion die er sich unlängst am Ende seiner Fact Mission eingefangen hat, Geiselnahmen und das Quäntchen Abenteuerlust das auch nötig ist...

ooeNachrichten 26.3.2007: 1000 Landsleute
ooeNachrichten 26.3.2007: Frauen bewirken bei Rot-Kreuz-Krisenmann ewigen Lernprozess

27 März 2007

Rot-Kreuz-Helfer nach Angriff: "Wir sind wohlauf"

COLOMBO/WIEN. In Sri Lanka fielen in der Nacht auf gestern Bomben auf die Hauptstadt Colombo. Drei österreichische Rot-Kreuz-Helfer, unter ihnen die Tragweinerin Gerlinde Astleitner (40), meldeten sich daheim: "Wir sind wohlauf."

Die 40-Jährige betreut die österreichischen Tsunami-Projekte des Roten Kreuzes, meist von Wien aus. In Sri Lanka wird ein Spendenvolumen von elf Millionen Euro in den Wiederaufbau investiert. Erst zwei Tage lang war Astleitner in Colombo ehe in der Nacht auf gestern in der Hauptstadt ein Luftangriff der Tamilen-Rebellen die Menschen schockte. "Es geht mir gut, die Gefahr ist momentan gebannt. Ich habe keine Angst", sagt die Tragweinerin.

Ihr burgenländischer Kollege Klaus Palkovits, Koordinator des Tsunami-Hilfsprojekts in Colombo, sagt: "Offenbar haben die Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) den Moment abgewartet in dem die ganze Nation vom derzeit laufenden Cricket-Weltcup abgelenkt war, um dann um ein Uhr nachts zuzuschlagen." Palkovits hat, wie berichtet, die Errichtung von Häusern für Tsunami-Opfer in Trincomalee überwacht, die auch mit oberösterreichischen Spendengeldern in der Höhe von 750.000 Euro finanziert wurden. Die OÖN sind offizieller Medienpartner des Projekts.

Gefechtslärm raubt Schlaf

Unweit von Trincomalee, ebenfalls im Osten der Insel, liegt derzeit das Zentrum des Krisenherdes - Batticaloa. Dort ist die Kärntner Rotkreuz-Mitarbeiterin Marianne Pecnik als Architektin tätig. "Ich kann kaum eine Nacht durchschlafen, weil ständig Artelleriegeschütze zu hören sind", sagt sie: "Ich bin sehr müde." Die Situation spitzt sich in dieser Region immer mehr zu. In Batticaloa sind laut Pecnik derzeit etwa 130.000 Flüchtlinge, die aus dem Norden des Distrikts beziehungsweise aus den westlichen von der LTTE kontrollierten Gebieten gekommen sind. Seit drei Wochen funktioniert das Mobilnetz nicht mehr.

"Unsere Rot-Kreuz-Fahnen auf den Autos und den Häusern haben in solchen Regionen eine lebensschützende Funktion, fast wie kugelsichere Westen", sagt ihre Wiener Kollegin Andrea Winter, die ebenfalls in Sri Lanka im Hilfseinsatz war. Die Fahnen werden von allen respektiert.

13 März 2007

Medienecho

Rotkreuz-Helfer aus Ried in Afrika im Einsatz

LINZ/MAPUTO. Der Völkermord in Ruanda, die Erdbeben im Iran und Pakistan, der Tsunami in Südostasien: In diesen Krisensituationen hat Rotkreuz-Notfallsanitäter Andreas Hattinger schon geholfen. Jetzt ist er aus Mosambik heimgekehrt, wo nach sinflutartigen Regenfällen Hunderttausende kein Dach mehr haben.

300.000 Menschen, die nach Flut und Wirbelsturm alles verloren haben. Überall ist Not am Mann. Der 40-jährige Geboltskirchner, der in Ried Sanitäter ist, war einer von weltweit 250 Experten, die im südostafrikanischen Mosambik für das Internationale Rote Kreuz die Ersthilfe im Katastrophengebiet geplant haben.

"Wir haben vier Wochen lang 35.000 Opfer mit sauberem Trinkwasser versorgt", sagt Hattinger. Es sei sein bislang schwierigster Einsatz gewesen, sagt der zweifache Familienvater, der hauptberuflich für das Rote Kreuz arbeitet. Die Trinkwasseraufbereitungsanlage kam aus Spanien. Wichtigstes Ziel sei der Kampf gegen Seuchen gewesen. "Wir haben gleich in der ersten Woche 200 Latrinen gebaut, um die Krankheitsherde einzudämmen", sagt Hattinger. Mit Erfolg: In seinem Camp tauchte in vier Wochen nur ein einziger Cholerafall auf.

Besonders hart machte den Einsatz das Klima. "Dort hat's tagsüber 42 Grad Celsius bei 100 Prozent Luftfeuchtigkeit. Auch in der Nacht kühlt es nicht wirklich ab." Das Hochwasser in Mosambik geht nur langsam zurück. Hattinger hat einen Einsatzplan für die kommenden Monate ausgearbeitet. Weiterhin sei die Seuchengefahr akut. Das Rote Kreuz ist auf Spenden angewiesen. Mehr dazu im Internet unter http://spende.roteskreuz.at

Quelle: OÖnachrichten vom 13.03.2007

07 März 2007

Hattinger kehrt zurück....

Menschlichkeit leben! - Die Katastrophenhilfe des Roten Kreuzes

Trinkwasserexperte Andreas Hattinger berichtet von der Flutkatastrophe in Mosambik

Linz (Rotes Kreuz). Vor knapp drei Wochen wurde der oberösterreichische Trinkwasserexperte und Rieder Notfallsanitäter Andreas Hattinger in das Krisengebiet nach Mosambik entsandt. Ende dieser Woche erwarten wir seine Rückkehr. Zeitgleich startet das OÖ Rote Kreuz die Schwerpunktkampagne "Menschlichkeit leben! Die Kastrophenhilfe des Roten Kreuzes".
Mit welchen Herausforderungen Andreas Hattinger und seine Kollegen in Mosambik zu kämpfen hatten und welche unglaublichen Leistungen unsere Katastrophenhelfer in Krisensituationen wie diesen meistern, möchten wir Ihnen gerne bei einer Pressekonferenz am Montag, 12 . März 2007 um 12 .00 Uhr im OÖ Presseclub (Linz, Landstraße 31, 1. Stock, Konferenzraum B) näher präsentieren.

28 Februar 2007

Kinotipp: "über Wasser"

"Von der großen Flut bis zum letzten Tropfen - Klug,
sensibel und fesselnd erzählt Udo Maurer drei Geschichten zu
einem globalen Thema: Uns steht das Wasser bis zum Hals."

Joachim Riedl, DIE ZEIT
Die neue österreichische Filmdokumentation "Über Wasser" des Regisseurs Udo Maurer erzählt in drei Kapiteln aus drei unterschiedlichen Teilen unserer Erde von der existentiellen Bedeutung des Elements Wasser für die Menschheit. Ein scheinbar banales und selbstverständliches Faktum wird so zu einer spannenden und unmittelbaren Erzählung vom alltäglichen Kampf ums Überleben.

Trotz des Wassers. Ohne das Wasser. Mit dem Wasser. Von den Fluten und Überschwemmungen im Mündungsgebiet des Brahmaputra in Bangladesch, über die ehemals florierende Fischerei- und Hafenstadt Aralsk am Aralsee, die heute verloren in der trockenen kasachischen Steppe liegt, bis zum täglichen Kampf aller gegen alle um ein paar Kanister sauberen Wassers in Kibera, dem größten Slum im afrikanischen Nairobi.

"Über Wasser" ist ein dokumentarisches Lehrstück über ein großes Thema: ein eindringlicher Versuch, die Selbstverständlichkeit und Vertrautheit unseres Alltags mit ein paar Fragen, Ahnungen und Zweifeln zu erschüttern.
Quelle: über Wasser
Bild: über Wasser

Auf der Homepage des Films finden sich viele weiterführende links zum Thema.
zu sehen ist der Film zum Beispiel im Moviemento...

21 Februar 2007

Mosambik: Ausweitung der Katastrophe befürchtet

8000 Überlebende nach Flutkatastrophe in Mosambik gefunden - Zyklon mit weiteren schweren Regenfällen droht.
Rotkreuz-Mitarbeiter Andreas Hattinger koordiniert Nothilfemaßnahmen vor Ort.

Wien/Maputo. Schwere Überschwemmungen im ostafrikanischen Mosambik haben in der letzten Woche zu einer der schlimmsten Katastrophen im Land geführt. Gestern haben Rotkreuz-Mitarbeiter 8000 Menschen auf einer Insel im überfluteten Land entdeckt und notversorgt. Der Zyklon Flavio droht mit weiteren schweren Regenfällen die Katastrophe erneut zu intensivieren.

Der Oberösterreicher Andreas Hattinger ist seit sieben Tagen vor Ort, um die Soforthilfemaßnahmen zu koordinieren. 'Die Lage im ostafrikanischen Mosambik ist noch immer katastrophal, rund 120.000 Menschen sind vor den Fluten auf der Flucht', so der Rotkreuz-Mitarbeiter in einem Telefonat. Für die nächsten 24 Stunden wurde eine Tropensturm-Warnung der Stufe 3 herausgegeben. Der Zyklon Flavio nähert sich der Küste Mosambiks. 'Wir erwarten erneut schwere Regenfälle und weitere Opfer dabei hat der Regen gerade erst aufgehört', so Hattinger.



Trifft der Zyklon ein, wird eine vorübergehende Einschränkung der Hilfsmaßnahmen befürchtet. Aktuell werden Vorkehrungen getroffen, um die Betroffenen mit dem Notwendigsten zu versorgen. Wasser, Nahrungsmittel, Zelte, Decken und Medikamente werden verteilt.

In den letzten Tagen wurde das Rotkreuz-Team durch Logistiker des Dänischen Roten Kreuzes und weitere Wasserspezialisten des Spanischen Roten Kreuzes verstärkt.

Der Oberösterreicher Andreas Hattinger zählt zu den Topwasserspezialisten der Welt. Er war zuletzt nach dem Erdbeben in Pakistan im Einsatz. Davor leitete er ein Rotkreuz-Team während der Tsunami-Katastrophe in Indonesien. Im Dezember 2003 war er Teamleiter nach dem Erdbeben im Iran. Seinen ersten Einsatz absolvierte der zweifache Familienvater 1994 in Ruanda.
Quelle: Rotes Kreuz

Weitere Infos:
Das Rote Kreuz bittet dringend um Spenden auf das Konto 2.345.000 bei der PSK, BLZ 60000, Kennwort 'Fluthilfe Afrika' oder auf http://spende.roteskreuz.at rund um die Uhr im Internet.

Medienberichte:
life-Radio: 8.000 Menschen verdanken Andreas Hattinger ihr Leben....
der Standard: Zyklon Flavio rückt näher...
Kurier: schlimmste Flut seit 6 Jahren...
OÖnachrichten: Trinkwasser für Flutopfer in Afrika...

"Geisterdorf" um 1,2 Millionen Euro

Kärntner Landesrechnungshof prüft Spenden für Tsunami-Opfer
Klagenfurt – Alle waren sie da bei der Eröffnung des Kärnten-Dorfes für die vom Tsunami heimgesuchten Waisenkinder von Banda Aceh: Landeshauptmann Jörg Haider in Kärntner Mannschaftsstärke, der Botschafter, der Vizegouverneur der indonesischen Provinz, Kärntens Konsul in Indonesien, Christian Bradach. Es gab schöne Fotos: Big Spender Haider und Bradach in indonesischer Kluft, umringt von fröhlichen Kindern. Ein Jahr später stellt sich heraus: Die Kinder waren für den Fototermin gemietet und das Kärnten-Dorf hat bis heute kein einziges obdachloses Waisenkind beherbergt. Finanziert wurde das Dorf mit 402.000 Euro Spenden aus Kärnten und Osttirol, die Haider mit zusätzlichen 601.000 Euro aus Landestöpfen toppte. Auch der Bund steuerte 250.000 Euro bei. Kurzfristig tauchte sogar das Gerücht auf, im Kärnten-Dorf hätten sich Rebellen niedergelassen. Projektleiter Siegfried Wuzella (auch Leiter von Haiders Kärntner Bürgerbüro) und der Landeshauptmann wiesen das empört zurück.

Warum das Dorf noch immer leer steht und warum mit keiner der anerkannten Hilfsorganisationen vor Ort zusammengearbeitet wurde? Oder ist es gar ein „Geisterdorf“?

Vorschlag abgelehnt

Das fragen sich seitdem nicht nur SPÖ, ÖVP und Grüne in Kärnten. Jeder gespendete Euro sei zweckmäßig eingesetzt, und man arbeite hart daran, dass das Kärnten-Dorf in Banda Aceh rasch entsprechend genutzt werden könne, entgegneten Haider und Bradach, der immerhin rund 1000 Euro monatliche Aufwendungen für seine Hilfstätigkeit kassiert. Haiders Vorschlag, die SOS-Kinderdörfer sollten doch das Kärnten-Dorf übernehmen, lehnte deren Sprecherin Angelika Schwaiger postwendend ab.

Jetzt kümmern sich der Kärntner Landesrechnungshof und der Kärntner Landtag darum. Das wurde am Faschingsdienstag in der Regierungssitzung einstimmig beschlossen. Haider: „Jeder Cent kann genau dokumentiert werden.“ Er selbst sei gratis hingeflogen, weil er viele Flug-Bonusmeilen habe. Die Übernahme des Kärnten-Dorfes durch das Außenministerium oder den entwicklungspolitischen Beirat lehnt Haider ab.
Quelle: DER STANDARD, 21.2.2007

Auch das Rote Kreuz wurde als mögliche Trägerorganisation ins Spiel gebracht. Kärntens Rotkreuz-Präsident Peter Ambrozy weiß davon aber nichts. "Mit mir hat niemand Kontakt aufgenommen", sagte der ehemalige Kärntner SPÖ-Chef. Er könne sich aber durchaus vorstellen, dass seine Organisation das Projekt unterstütze.
Quelle: Kurier vom 14. 2. 2007
Weiters berichteten:

15 Februar 2007

Pflichtübungen 2007


Beginn jeweils Freitag um 14 Uhr in Steyr
  • Freitag 30. 03. 2007 - Sonntag 01. 04. 2007 (vsl. in Steyrermühl) mit Zulassungsprüfung zur internationalen Ausbildung
  • Freitag 01. 06. 2007 - Sonntag 03. 06. 2007 (vsl. in Eferding)
  • Freitag 13. 07. 2007 - Sonntag 15. 07. 2007 (vsl. in Steyr)
Anmeldungen per mail an:

14 Februar 2007

Topwasserspezialist der Welt nach Mosambik entsandt!


Schlimmste Überschwemmungen seit Jahren - Erinnerungen an die Katastrophe im Jahr 2000
Wien/Maputo In Mosambik wurden aufgrund der schweren Regenfälle der letzten Wochen bereits 70.000 Menschen evakuiert - die Zahl könnte sich in den nächsten Tagen auf mindestens 150.000 erhöhen, da die Regenzeit noch nicht ihren Höhepunkt erreicht hat. Es wird mit einer weiteren massiven Zunahme der Niederschläge gerechnet. Durch das notwendige Ablassen des Cahora-Bass-Dammes (zweitgrößter Damm Afrikas) wird die Situation jetzt zusätzlich verschärft.


Das Rote Kreuz wird heute den Oberösterreicher Andreas Hattinger nach Mosambik entsenden. Hattinger zählt zu den Topwasserspezialisten der Welt. Er war zuletzt nach dem Erdbeben in Pakistan im Einsatz. Davor leitete er ein Rotkreuz-Team während der Tsunami-Katastrophe in Indonesien. Im Dezember 2003 war er Teamleiter nach dem Erdbeben im Iran. Seinen ersten Einsatz absolvierte der zweifache Familienvater 1994 in Ruanda.

Hattinger wird in einem fünfköpfigen internationalen Team tätig sein. Seine Hauptaufgabe ist die Rehabilitation der verschmutzen Trinkwassersysteme. Er wird für ca. 3 Wochen im Einsatz sein.

Derzeit arbeiten rund 400 Rotkreuzmitarbeiter im Flutgebiet. Die Hilfe für die Betroffenen ist bereits angelaufen - es werden Zelte, Decken, Nahrungsmittel und Medikamente verteilt. Insbesondere Chlortabletten werden ausgeteilt, um den Ausbruch von Durchfallserkrankungen zu vermeiden.

Bisher wurden mindestens 30 Menschen getötet, beinahe 5000 Häuser wurden zerstört. Neben Mosambik sind von den heftigen Regenfällen die Staaten Sambia, Malawi und Angola betroffen. Das Rote Kreuz befürchtet, dass - neben Angola - auch in anderen Ländern eine Cholera-Epidemie ausbrechen könnte.

Das Rote Kreuz bittet um Spenden auf das Konto 2.345.000 bei der PSK, BLZ 60000, Kennwort "Fluthilfe Afrika" oder auf spende.roteskreuz.at rund um die Uhr im Internet.
Quelle: Rotes Kreuz

13 Februar 2007

Land unter in Mosambik: Andreas Hattinger im FACT-Einsatz

Tausende Menschen fliehen vor der Flut
Es ist die schlimmste Flut seit sechs Jahren in Mosambik: Die Überschwemmungen nach sintflutartigen Regenfällen haben bereits 68.000 Menschen in die Obdachlosigkeit getrieben. Es könnten noch mehr werden - denn Behörden und Meteorologen geben noch keine Entwarnung.
Johannesburg/Maputo - Mindestens 29 Menschen kamen bisher wegen der Flut ums Leben, mehr als 4600 Häuser wurden zerstört, rund 68.000 Menschen wurden obdachlos: Das ist die bisherige Bilanz der sintflutartigen Regenfälle, die den Fluss Sambesi und seine Nebenarme zum Überfluten gebracht haben.
Es könnte noch schlimmer kommen: Weitere 280.000 Menschen müssen wahrscheinlich noch diese Woche ihre Häuser verlassen, sagte Paulo Zucula, Chef der nationalen Hilfsbehörde INGC. Betroffen seien vor allem arme Bauern.

Überschwemmt wurden bislang vor allem Gebiete in den zentralen Provinzen Sambesi und Sofala. Nach Einschätzung des Krisenstabes der Regierung des südostafrikanischen Landes droht nun auch der Norden Mosambiks überflutet zu werden. Das Militär helfe sogar, die Menschen in Sicherheit zu bringen.

Flutkatastrophe wie vor sechs Jahren befürchtet

Auch die Vereinten Nationen helfen, die Menschen vor Ort zu versorgen - mit einem Beitrag ihres Welternährungsprogramms. "Wir gehen davon aus, dass viele Menschen ihre Ernte verloren haben und Nahrung ein Problem wird", sagte der Sprecher des World Food Programm (WFP) der UN, Jack Siamen. "Die Menschen verhungern."

Experten fürchten, die derzeitige Flut könnte das Ausmaß der Überschwemmungen von 2000 und 2001 noch übertreffen. Allein bei der Flut im Frühjahr 2000 kamen 700 Menschen ums Leben, rund eine halbe Million Menschen wurde obdachlos. Ein Jahr später starben noch einmal rund 100 Menschen. In den vergangenen Jahren waren viele Flüchtlinge wiederholt gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Die Regierung von Mosambik arbeite deswegen an einem langfristigen Plan, um Flüchtlinge aus Überschwemmungsgebieten anzusiedeln, sagte INGC-Chef Zucula.

Von den heftigen Regenfällen im Süden Afrikas betroffen sind auch Teile der Staaten Sambia, Malawi und Angola. Dort ist durch verunreinigtes Wasser eine Cholera-Epidemie ausgebrochen.

Quelle: Spiegel Online

Andreas Hattinger vom Roten Kreuz Ried hat sich im Auftrag der Föderation auf den Weg gemacht um als Teil des FACT die Situation zu evaluieren.

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