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18 September 2010

"Wir brauchen mehr als Lippenbekenntnisse"

Gipfel zu den UN-Millenniumszielen in New York ist eine neue Chance im Kampf gegen Armut

Wien/New York (OTS/Rotes Kreuz) - Vor zehn Jahren haben rund 150 Staats- und Regierungschefs die Millenniums-Erklärung der Vereinten Nationen verabschiedet. Acht Entwicklungsziele wurden formuliert. Das wichtigste davon: bis zum Jahr 2015 muss die Zahl jener Menschen, die unter extremer Armut leiden, halbiert sein.

Von 20.-22. September beraten in New York Staats- und Regierungschefs, wie man die Umsetzung der Millenniumsziele in den kommenden fünf Jahren beschleunigen kann. "An diesen drei Tagen treffen einander Menschen mit Entscheidungsbefugnis. Es liegt in ihrer Hand, die politischen Rahmenbedingungen zur Bekämpfung von Armut zu schaffen", sagt Max Santner, Leiter der Internationalen Hilfe im Österreichischen Roten Kreuz.

07 September 2010

UNO beklagt nachlassende Pakistan-Hilfe

Die Vereinten Nationen (UNO) haben in Pakistan die nachlassende Hilfe für die Betroffenen der Jahrhundertflut beklagt. Sie riefen die Staatengemeinschaft eindringlich zu weiterer Unterstützung auf. Obwohl die Notlage unvermindert andauere, habe der Zustrom von Hilfsgeldern merklich nachgelassen, sagte UNO-Sprecherin Stacey Winston heute in Islamabad.

Die von der UNO angeforderten 460 Millionen Dollar (357 Mio. Euro) Nothilfe seien bisher nicht vollständig in Pakistan eingetroffen. Seit etwa einer Woche stagniere die finanzielle Unterstützung bei 321 Millionen Dollar.

Weiter sagte Winston, zwar arbeiteten die Hilfsorganisationen rund um die Uhr, um so viele Betroffene wie möglich mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Zelten und Medikamenten zu versorgen. Vielerorts könnten die Grundbedürfnisse aber noch immer nicht gedeckt werden. Vor allem im Süden des Landes bleibt die Lage angespannt. Während die Pegel in Nord- und Zentralpakistan weitgehend gefallen sind, stehen in der Provinz Sindh noch immer riesige Landstriche unter Wasser.
Quelle: orf.at

24 Juli 2010

Ein Menschenrecht auf Wasser

Alle acht Sekunden stirbt ein Kind an einer durch Wasser übertragenen Krankheit. Großbritannien, USA, Kanada, Australien blockieren eine Resolution zum Recht auf Wasser

Am 28. Juli wird die Generalversammlung der UN zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen Gipfel über das Menschenrecht auf Wasser abhalten. Sie wird eine Resolution prüfen und diskutieren, die am 17. Juni durch den bolivianischen UN-Botschafter Pablo Solon vorgestellt wurde und von 23 weiteren Ländern unterstützt wird. Das erwünschte Resultat wäre eine Übereinkunft, das Recht auf Wasser als Menschenrecht anzuerkennen. Einige Regierungen verweigern jedoch ihre Zustimmung und so ist mit großer Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass über die Resolution abgestimmt werden muss. Dieser Prozess könnte die Welt entlang einer Nord/Südachse spalten.